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03.05.2002

„Ein Kloster in der Wüste“ - Ausstellung in der Katholischen Hochschulgemeinde Eichstätt

Eichstätt. (pde) - „Den Studierenden mit ihren Begabungen Raum geben“ will die Katholische Hochschulgemeinde, so Hochschulpfarrer Pater Johannes Haas. Ein Beispiel dafür ist die gegenwärtige Ausstellung im KHG-Zentrum am Kardinal-Preysing-Platz. Yordan Pashev aus Bulgarien, der an der Universität Kunstgeschichte und Theologie studiert, präsentiert „Ein Kloster in der Wüste“. Im August 2001 war er eine Woche im St. Antonius Kloster in Ägypten eingeladen, wo über tausend koptische Mönche leben, unter ihnen Pater Dioskorus, der im Eichstätter Collegium Orientale studiert hat. In 19 Bildern in Tempera- und Ölfarben vermittelt Pashev seine Eindrücke aus dieser Klosterstadt in der Wüste. Eine Besonderheit sind Kopien aus dem Altarraum der von der UNESCO ausgezeichneten Kapelle, in der der Wüstenvater Antonius begraben ist. Er konnte die ersten Kopien nach der Restaurierung anfertigen: Bilder der Heiligen Markus, Georg und Mercurius. Dabei hat er die gleiche Technik wie damals angewandt. Einige Werke hat er dem Kloster geschenkt, in das er erneut eingeladen ist.

Die Ausstellung eröffnet einen Zugang zu einem zentralen Ort des koptischen Mönchtums und Einblicke in das Schaffen eines jungen Künstlers, der in Eichstätt seinen künstlerischen Weg geht. Yordan Pashev, 1970 in Pasardjik/ Bulgarien geboren, hat bei Professor L. Praschkov an der Veliko Tarnovo-Universität Ikonographie studiert und bereits in seinem Heimatland, in Rumänien und in der Schweiz ausgestellt. In Eichstätt hat er bei der künstlerischen Ausgestaltung des Collegium Orientale und bei Restaurierungen mitgewirkt. Die Ausstellung „Ein Kloster in der Wüste“ ist bis Pfingsten an Werktagen und am Abend ab 20 Uhr zu sehen. Führungen durch den Künstler vermittelt Frau Tietze, KHG-Büro, Tel. (08421) 9706-0.