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Sporthalle Ingolstadt

Dreifachturnhalle in Ingolstadt, 2005-2006

2005 - 2006

Die Schulgebäude der "Canisiusstiftung" in der historischen Altstadt liegen neben der spätgotischen Münsterkirche auf dem Gelände des ehemaligen Jesuitenkollegs, umgeben von denkmalgeschützten Bauten.

Bei der Konzeptentwicklung waren drei Faktoren wesentlich:

  • Die städtebauliche Einbindung in das historische Ensemble.
  • Die statischen Vorgaben durch die vorhandene Tiefgarage.
  • Die Öffnung des Innenhofs für die Allgemeinheit mit Schaffung einer Fußgängerverbindung zwischen Bergbräu- und Jesuitenstraße.

Die Dreifachturnhalle (37 x 45 Meter) bezieht sich im Querschnitt auf die angrenzenden Gebäude und öffnet die Erschließungsflächen zum neuen öffentlichen Grünbereich. Der Baukörper entstand in Stahlbauweise wegen der statischen Bedingungen. Die Außenhaut besteht zunächst aus weiß lasierten Lärchentafeln. Auf diesen Untergrund projizierte der Künstler Rudolf Ackermann farbige geometrische Linien, wie Zitate der Markierungen von Sportflächen. Vorgehängt wurde abschließend im Abstand von 30 cm eine durchscheinende Lochblechverkleidung, die in der Profilierung die Schichtung und Materialität der umgebenden Bebauung aufnimmt. Die räumliche Staffelung der unterschiedlichen Texturen ergibt im wechselnden Tageslicht und je nach Standort ständig neue räumliche Fassadenbilder. Das vermittelt auch einen Eindruck von Leichtigkeit, ohne dass der Baukörper seine präzise Kontur verliert.

Fotos: C. Lang