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Diaspora-Aktion: Werde Glaubensstifter!

Der dritte Sonntag im November ist traditionell "Diaspora-Sonntag". Dann wird bundesweit in den katholischen Kirchen für die Belange von Katholiken gesammelt, die in einer extremen Minderheitensituation ihren Glauben leben. Im Jahr 2019 findet der Diaspora-Sonntag am 17. November unter dem  Motto "Werde Glaubensstifter" statt. Federführend ist hier das Bonifatiuswerk.

In einem Aufruf zum bundesweiten Diaspora-Sonntag, am 17. November, bittet der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke um eine großzügige Spende, um Katholiken in Ostdeutschland, Nordeuropa und im Baltikum zu unterstützen. „In Städten und Dörfern, in denen die große Mehrheit anders- oder nichtgläubig ist, wollen sie so leben, dass der Funke überspringt, der in ihnen brennt. Auch möchten sie für Menschen ansprechbar sein, denen der Glaube fremd geworden ist“, heißt es in einem Aufruf. Allerdings mangle es an kirchlichen Begegnungsräumen und Kindergärten, an katechetischem Material und an Fahrzeugen für die weiten Wege. In dieser Situation könne das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken mit jährlich etwa 800 Projekten helfen, so Bischof Hanke.

Diözesane Eröffnung der Diaspora-Aktion

Für das Bistum Eichstätt wurde die Diaspora-Aktion am Sonntag, 10. November, in Großhabersdorf im mittelfränkischen Landkreis Fürth eröffnet. Den Gottesdienst gestaltete Dompropst Alfred Rottler. mehr...

Keiner soll alleine glauben - 170 Jahre Bonifatiuswerk

Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken blickt in diesem Jahr auf 170 Jahre Geschichte zurück.  Das Hilfswerk unterstützt katholische Christen dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben. Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum. Blogbeitrag

Unterwegs für das Bonifatiuswerk: Maite Kelly zu Gast in Ingolstadt

Maite Kelly - bekannt aus Funk und Fernsehen, Mitglied der berühmten Kelly Family und eine gläubige Christin - ist seit vielen Jahren Botschafterin des Bonifatiuswerks. Für den Film "Wer teilt, gewinnt" stand sie hinter der Kamera, um Kindern zu erklären, wie das Bonifatiuswerk Kommunionkindern in der Diaspora hilft. Gedreht wurde der Film u.a. in der Ingolstädter Pfarrei St. Pius. Zum Hörfunk-Beitrag

Partnerschaft mit der Diözese Leitmeritz

Weltkirche heißt nicht nur Afrika, Südamerika oder Asien. Es sind auch unsere Nachbarn in Osteuropa, von denen die westlichen Diözesen viele Jahre durch den Eisernen Vorhang getrennt waren. Die Christen dort sind in einer extremen Minderheit. Seit den 1990er Jahren besteht eine Parternschaft zwischen dem Bistum Eichstätt und der tschechischen Diözese Leitmeritz. Ein Besuch vor Ort. Zum Video

Partnerschaft mit dem Bistum Dresden-Meißen

Das Bistum Eichstätt verbindet eine langjährige Partnerschaft mit der Diözese Dresden-Meißen, die noch aus den Zeiten vor dem Mauerfall stammt. Die Ausgangslage in beiden Bistümern ist sehr unterschiedlich. Dresden-Meißen hat einen Katholikenanteil von drei Prozent, Eichstätt von 43 Prozent. Regelmäßiger Erfahrungsaustausch bringt die beiden Diözesen näher zusammen.

Diaspora

Dieser Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet Verstreutheit. Heute bezeichnet er Gläubige, die in einer Region oder einem Land eine religiöse Minderheit darstellen. Bis ins vierte Jahrhundert hinein lebten Christen ausnahmslos in der Minderheit, Diaspora.

In Deutschland entstanden viele Diasporagemeinden vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Bevölkerungsverschiebung. Hier haben katholische Gemeinden in Norddeutschland und viele evangelische in Süddeutschland ihren Ursprung. Durch den Eisernen Vorhang und den Kommunismus sind viele Gemeinden im Osten zu Diasporagemeinde geworden.

Um die zerstreuten Christen in der eigenen Kirche zu unterstützen, entstand 1832 das evangelische Gustav-Adolf-Werk. Die katholische Kirche gründete das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken.