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Übersicht der aktuellen Regelungen rund um die Corona-Pandemie

1. Regelungen und Hinweise der Diözese und der Behörden zur Coronapandemie

Seit dem 4. Mai sind öffentliche Gottesdienste den Kirchen im Bistum Eichstätt wieder möglich. Allerdings müssen die Pfarreien und Gottesdienstgemeinden strenge Auflagen berücksichtigen. Hierbei sind das von den Bischöfen gemeinsam erarbeitete und von der bayerischen Staatsregierung genehmigte Schutzkonzept sowie darauffolgende Bestimmungen zu beachten.

2. Übersicht der Regelungen rund um Gottesdienste

Zahl der Gottesdienstteilnehmer

Die Aufnahmekapazität der Kirche, in der der Gottesdienst stattfinden soll, richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten. Kriterium ist die Einhaltung des notwendigen Mindestabstands von mindestens 1,5 Meter zwischen zwei Personen. Dies wird durch entsprechende Belegung von Kirchenbänken (nur jede 2./3.) Reihe) sichergestellt. Hieraus ergibt sich die Anzahl der belegbaren Plätze.

  • Eine Höchstzahl von Personen kann je nach Praktikabilität vor Ort festgesetzt werden.
  • Bei der Berechnung der Höchstteilnehmerzahl werden Priester, Ministrant/innen und Lektor/innen sowie Organist nicht mitgerechnet. Die Abstandsregelungen sind auch im Altarraum einzuhalten. Familienmitglieder in gemeinsamer Wohnung sind zum Einhalten der Abstandsregel nicht verpflichtet. Personen, die in einem Haushalt zusammenleben, dürfen auch im Gottesdienst direkt nebeneinandersitzen. Die erlaubte Gesamt-Teilnehmerzahl reduziert sich dadurch nicht automatisch.

Gemäß dieser Festlegung werden alle Plätze markiert, nummeriert und ein Sitzplan erstellt.
Ein- und Ausgang müssen über vorgegebene Pforten erfolgen. Die Wege innerhalb der Kirche werden definiert, Abstände sind auf dem Boden zu markieren. Fluchtwege sind offen zu halten.

Bitte benutzen Sie keine, im Haushalt üblichen Klebebänder wie z.B.: transparente Klebefilme, Paketklebeband oder einfaches Malerkrepp. Diese Bänder enthalten lösemittelhaltige Kleber, die relativ schnell antrocknen, in die Oberfläche einziehen, Verfärbungen hervorrufen und nach einiger Zeit nicht mehr rückstandsfrei zu entfernen sind. Insbesondere beim Paketklebeband kann es beim Abziehen zum Abreißen von Lackschichten kommen. Gleiches gilt für Natursteinböden, in deren poröse Oberflächen lösemittelhaltige Kleber einziehen und Verfärbungen hinterlassen. Wir empfehlen daher für Abklebungen auf Oberflächen, in gut sortierten Baumärkten erhältliche oder online bestellbare Malerklebebänder, die mindestens 60 Tage bis möglichst 5 Monate rückstandsfrei entfernbar sind und keine Lösungsmittel enthalten . Falls Sie bereits Abklebungen vorgenommen haben, ersetzen Sie diese bitte kurzfristig durch die empfohlenen Bänder.

Kleinere Kirchen

Kleinere Kirchen eignen sich nur bedingt für die Feier von öffentlichen Gottesdiensten, vor allem dann, wenn die Abstandsvorschriften nicht eingehalten werden können. Dass es nur einen Zugang gibt, muss nicht automatisch ein Ausschlusskriterium sein.

Abstandsregel

Zwischen dem Zelebranten am Altar (bzw. am Priestersitz) und den Gottesdienstteilnehmern und ‑teilnehmerinnen muss ein Mindestabstand von vier Metern eingehalten werden. Der Mindestabstand zwischen den Gläubigen beträgt 1,5 Meter. Ausnahme: Personen, die in einem gemeinsamen Hausstand zusammenleben.

Mit Hausstand sind Familienangehörige gemeint, die auch Kontakt zueinander haben, weil sie in einem Haus oder einer Wohnung wohnen; (im Gegensatz zu Mietshaus mit verschiedenen Parteien).

Die Verantwortung tragen die Auskunftgeber – mehr Kontrolle ist nicht erforderlich. Der Pfarrer kann dafür nicht in Haftung genommen werden.

Insbesondere gilt dies auch für Beerdigungen und Trauungen, wenn mehr Menschen kommen möchten, als bei einer Einzelplatzbelegung in die Kirche passen. Der Pfarrer darf sich auf die mündlich erteilte Auskunft verlassen.

Anmeldung zum Gottesdienst

Um sicherzustellen, dass die definierte Höchstzahl der Teilnehmer eingehalten wird und um Menschenansammlungen vor dem Kircheneingang sowie Konflikte vor Ort zu vermeiden, wird empfohlen, in einem Anmelde- oder anderen Verfahren vor Ort den Teilnehmerkreis festzulegen, wenn nicht aufgrund der regelmäßigen Besucherzahlen sicher zu erwarten ist, dass die Anzahl der in der Kirche verfügbaren Plätze ausreicht. 

Die Diözese Eichstätt verfügt für ein eventuelles Anmeldeverfahren eine digitale Lösung, die den Pfarreien kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Für diesbezügliche Rückfragen steht die EDV-Hotline (Tel. 08421 50-404; Mail: edv-hotline@bistum-eichstaett.de) zur Verfügung.

Was ist, wenn ich mit Covid-19 in Kontakt geraten bin oder anderweitig erkrankt bin?

Die Teilnahme am Gottesdienst ist allen Personen untersagt, die aktuell positiv auf Covid-19 getestet oder unter Quarantäne gestellt sind, respiratorische und infektiöse Atemwegsprobleme oder Fieber haben oder in den letzten vierzehn Tagen Kontakt zu einem bestätigten an Covid-19-Erkrankten gehabt oder sich im selben Raum wie ein bestätigter Covid-19-Fall aufgehalten haben

Voraussetzung für die Teilnahme am Gottesdienst - Anmeldelisten

Die Teilnehmer werden in geeigneter Weise, z.B. bei der Anmeldung darauf hingewiesen, dass sie nicht am Gottesdienst teilnehmen dürfen, wenn sie unspezifische Allgemeinsymptome, Fieber oder Atemwegsprobleme haben, infiziert oder unter Quarantäne gestellt sind oder in den letzten vierzehn Tagen vor Anmeldung Kontakt zu einem bestätigt an COVID-19 Erkrankten gehabt haben und bei Änderung einer dieser Voraussetzungen auf die Teilnahme zu verzichten ist.

Sofern ein Anmeldeverfahren durchgeführt wird, erstellt die Pfarrei für die Zugangskontrolle für jeden Gottesdienst eine Teilnehmerliste mit den Namen.

Einlasskontrolle und Eingangspforte

An der festgelegten Eingangspforte sind zur Einhaltung des Abstands von mindestens 1,5 Meter beim Anstehen entsprechende Bodenmarkierungen der Abstände anzubringen. Durch geeignete Maßnahmen ist ein unkontrollierter Zugang an allen anderen Pforten, die aus Sicherheitsgründen nicht abgeschlossen werden dürfen, zu verhindern. Die Eingangspforte ist geöffnet, damit niemand beim Eintreten Türgriffe anfassen muss.

Die Kontrolle am Eingang stellt sicher, dass die ermittelte Aufnahmekapazität eingehalten wird und erfolgt durch eine oder mehrere geeignete Person(en) als Ordner/in (Ehrenamtliche aus der Pfarrei oder ältere Ministranten/innen), die keiner Risikogruppe angehören darf und Mund-Nasen-Bedeckung tragen muss.

Der/die Ordner kontrollieren unter Einhaltung der Abstandsregeln, dass die vorhandene Aufnahmekapazität nicht überschritten wird und die Gottesdienstbesucher/innen Mund-Nase-Bedeckung tragen.

In Kirchen mit Bankreihen ist darauf zu achten, dass die Plätze so eingenommen werden, dass niemand aufstehen muss, um einen anderen in die Bank zu lassen. 

Während des Gottesdienstes muss ein Ordner am Ein-/Ausgang kontrollieren, dass keine weiteren nicht angemeldeten Personen die Kirche betreten bzw. die Höchstzahl der Gottesdienstteilnehmer nicht überschritten wird.

Brauch ich einen Mund-Nase-Schutz (Maskenpflicht)?

Während des Gottesdienstes müssen die Besucherinnen und Besucher Mund-Nasen-Bedeckung tragen, bis sie Platz genommen haben. Die einschlägigen Bestimmungen zur Mund-Nasen-Bedeckungs-Pflicht können im Vollzug so gehandhabt werden, dass Kinder bis zum Beginn des siebten Lebensjahres (also bis zum 6. Geburtstag) nicht dieser Pflicht unterliegen.

Trotz der vorgeschriebenen 1,5 Meter Abstand wird die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Masken im Hinblick auf das Infektionsgeschehen bei einem Gottesdienst nicht grundsätzlich aufgehoben. Der Vergleich mit Gaststätten wird als nicht äquivalent gesehen: man hat die Maskenpflicht dort entfallen lassen müssen, weil die Gäste sonst nichts essen könnten; die Erkenntnisse über die Aerosole sind noch zu gering, um hier bereits eine Lockerung einzuführen.

Kirchenmusik und Gesang

  • Gemeindegesang ist allenfalls in sehr reduzierter Form vorzusehen, da Singen ein besonderes Risiko (Tröpfcheninfektion) birgt. Das Gotteslob ist selbst mitzubringen. 
  • Orgelspiel ist möglich.
  • Auf Chorgesang wird verzichtet. Große Vokal- und Instrumentalchöre kommen nicht zum Einsatz. In den Schutzkonzepten ist folglich zu gewährleisten, dass insbesondere in geschlossenen Räumen 
    a) tatsächlich nur kleine Ensembles eingesetzt werden: die maximale Zahl der Instrumental- und/oder Vokalmusiker/innen ist daran zu bemessen, dass zwischen den Musizierenden selbst ein Mindestabstand von 2 Metern, bei Bläsern von 3 Metern und zwischen den Musizierenden und dem Publikum ein Mindestabstand von 5 Metern eingehalten wird; und
    b) dass beim Einsatz von Blechbläsern dafür gesorgt wird, dass das entstehende Kondensat nicht ausgeblasen oder in die Luft ausgetropft wird.
  • Es empfiehlt sich eine Gottesdienstgestaltung mit reduziertem Gemeindegesang sowie mit Kantor und Orgel.
  • Durch Studien wurde teilweise geraten, ganz auf Gemeindegesang zu verzichten. Von vielen Seiten wird eingebracht, dass der Gemeindegesang aber sehr wichtig ist für die Lebendigkeit der Feier. Gesang ist möglich, je besser die Kirche gelüftet und je größer der Raum, desto mehr kann gesungen werden. Hier ist Vernunft gefragt, um nicht zu viel zu riskieren.

Weitere hygienische Vorgaben

  • Während der gesamten Zeit sind die allgemeinen Regeln, insbesondere der Abstand zwischen Personen einzuhalten.
  • Während eines Gottesdienstes soll ein Mikrofon möglichst von nur einer Person benutzt werden. Danach sollen die Mikrofone maßvoll gereinigt werden.
  • Soweit erhältlich ist am Eingang ein Handdesinfektionsmittelspender sichtbar aufzustellen.
  • Die allgemeinen Vorgaben für Kirchenräume gelten auch während des Gottesdienstes, insb. kein Weihwasser in den Weihwasserbecken, kein Auslegen von Büchern (Gotteslob o.a.).   

Liturgische Dienste

Zu jedem Zeitpunkt des Gottesdienstes sind die Abstandsregeln zwischen den Anwesenden, auch bei denjenigen, die einen liturgischen Dienst ausüben, einzuhalten (s.o.).

Es wird empfohlen, von der Konzelebration Abstand zu nehmen. Neben dem Priester kann ggf. ein Diakon seinen Dienst tun. Einzelne Ministranten/-innen sind zulässig, die zu jedem Zeitpunkt der Gottesdienstfeier (inkl. Einzug und Auszug) die Abstandsregeln einzuhalten haben, auch gegenüber dem Priester und anderen Mitwirkenden in der Liturgie. Gleiches gilt für Lektor/in und Kantor/in und ggf. Kommunionhelfer/in.

Liturgische Gegenstände

Liturgische Bücher (Messbuch, Lektionar) und Mappen (Fürbitten, Vermeldungen etc.) werden nur von der jeweils vortragenden Person in die Hand genommen und nicht an- bzw. weitergereicht. Der Buchkuss nach dem Evangelium entfällt.

Die Gefäße für die eucharistischen Gaben werden unter Beachtung aller hygienischen Vorgaben (Mundschutz, Handschuhe) für den Gottesdienst vorbereitet und befüllt, mit Palla oder in anderer angemessener Weise abgedeckt und an die entsprechende Stelle im Altarraum gebracht (idealerweise bereits auf dem Altar bereitgestellt).

Auch Kelchtuch und Lavabogarnitur sind vor Gottesdienstbeginn entsprechend durch den/die Mesner/in zum Gebrauch für den Priester bereitzulegen. Die Händewaschung vollzieht er alleine ohne Hilfe von Seiten des liturgischen Dienstes.

Ein Weihrauchfass wird nicht verwendet.

Alle gebrauchten Gegenstände werden nach der Feier in der Sakristei gründlich gereinigt.

Hygiene-Ausrüstung

Desinfektionsmittel, Mundschutz und Einwegschutzhandschuhe für den Priester und ggf. den Diakon sowie erforderlichenfalls den weiteren liturgischen Dienst sind unter Beachtung der Hygieneregeln vor Gottesdienstbeginn so bereitzulegen, dass die jeweilige Person gut darauf zugreifen kann und sie nicht von einer anderen Person berührt werden.

Hochgebet, Friedensgruß, Kommunion

Die Hostien bleiben während des gesamten Hochgebets zugedeckt in der Hostienschale. Nur die Priesterhostie kann auf der Patene/in der Schale abgedeckt werden, gleiches gilt für den Kelch. 

Es sollten nur so viele Hostien konsekriert werden, wie Kommunikanten und Kommunikantinnen zu erwarten sind.

Der Friedensgruß durch Handreichung oder Umarmung unterbleibt. Das ist bereits vor dem Gottesdienst anzusagen.

Die Kelchkommunion empfängt ausschließlich der Priester. Für die Gläubigen ist nur die Handkommunion möglich, Mundkommunion ist untersagt.

Kommunionausteilung:

Der Priester (Diakon/Kommunionhelfer) desinfiziert sich die Hände und legt Mund-Nase-Bedeckung an. Erst dann deckt er das Gefäß mit der Heiligen Kommunion für die Gemeinde ab und geht zum Ort der Kommunionspendung.

Er reicht den Gläubigen unter Wahrung des für eine würdige Form der Kommunionspendung größtmöglichen Abstands zur/zum Kommunikantin/-en und ohne direkten Kontakt die Heilige Kommunion, z.B. indem der Priester die Kommunion austeilt in der Weise, dass er den Leib Christi mit größtmöglichem Abstand in die ausgestreckte Hand des/der Kommunikanten/in legen kann.
Sollte es bei der Kommunionspendung zu einer direkten körperlichen Berührung der Hände von Priester und Kommunikant/in kommen, die es zu vermeiden gilt, muss er sich neu die Hände desinfizieren.

Am Ende der Kommunionausteilung bringt der Priester die übriggebliebenen konsekrierten Hostien in den Tabernakel.

Die Kommunionspendung in Handschuhen ist nicht notwendig, wenn die Hände vor der Gabenbereitung und vor der Spendung der Kommunion desinfiziert werden. Es kann auch ein Gesichtsschutz mit Plexiglas verwendet werden.

Gottesdienste ohne Kommunionausteilung (z.B. Wortgottesdienste, Andachten)

Es gelten die Ausführungen analog, soweit sie einschlägig sind.

Bei diesen Gottesdiensten kann in die Feier ein Element der Aussetzung des Allerheiligsten zur Eucharistischen Anbetung integriert sein. Bei der Aussetzung, der Anbetung, ggf. dem Eucharistischen Segen und der Reponierung des Allerheiligsten ist auch strikt auf den Abstand zwischen Vorsteher und weiterem liturgischen Dienst zu achten.

Kollekte

Für die Kollekte könnte am Kirchenausgang ein Körbchen aufgestellt werden.

Toiletten

Während eines öffentlichen Gottesdienstes sind die angrenzenden Toiletten (z. B. in der Sakristei) verschlossen zu halten.

Verlassen der Kirche

Nach dem Ende des Gottesdienstes verlassen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Kirche reihenweise geordnet unter Einhaltung der Abstandsregeln bei der vorher festgelegten Ausgangspforte, die während des Verlassens der Kirche geöffnet bleibt, damit niemand beim Verlassen der Kirche einen Türgriff anfassen muss.

Sie werden darauf hingewiesen, dass vor der Kirche keine Ansammlungen gebildet werden dürfen und die Abstandsregeln einzuhalten sind. Ordner achten darauf, „Versammlungen“ vor dem Portal zu verhindern.

Reinigung

Nach dem Gottesdienst sind die Bankreihen gründlich zu reinigen. 

Bitte nutzen Sie kein Desinfektionsmittel für Reinigungsmaßnahmen an Bänken und Sitzflächen. In solchen Mitteln sind immer Ethanol oder Isopropanol enthalten. Das sind Alkohole, die dazu führen können, dass der Oberflächenüberzug auf den Holzflächen angelöst wird. So entstehen unschöne Schleier und matte Stellen. Im schlimmsten Fall kommt es zu Fehlstellen im Lack und es entstehen hohe Restaurierungskosten. Zur hygienischen Reinigung reicht es, die Flächen mit lauwarmem Wasser mit einem Spritzer Neutralseife abzuwischen. Bitte nutzen Sie ein weichesTuch, das Sie gut auswringen (feuchtnebelfeucht). Wichtig ist auch, keine Feuchtigkeit auf den Flächen zu hinterlassen. Bitte trocknen Sie direkt mit einem Handtuch nach. Das Wasser sollte regelmäßig ausgetauscht werden. Zu ihrem eigenen Schutz tragen Sie bitte bei der Arbeit einen Mundschutz und Gummihandschuhe. Einmalhandschuhe reißen oft schnell. Sie können Haushaltshandschuhe nutzen, die Sie wie beim Händewaschen nach Gebrauch mit Seife waschen. Die Lappen und Handtücher müssen nach jedem Gebrauch entsorgt oder nach den allgemein gültigen Hygieneregeln gewaschen werden. Sitzkissen und andere Polsterauflagen sollten – soweit möglich – entfernt und gegebenenfalls gereinigt werden. Der Einsatz von Desinfektionsmitteln ist nur an Türklinken aus Metall angeraten. Für die Reinigung der Türblätter gelten dieselben Angaben wie für die Bänke.

Lüftung der Kirchen vor, während und nach der Nutzung

Das intensive Lüften in dieser Jahreszeit kann durch die erwärmte Außenluft zu einem starken Feuchteeintrag in den bisher nicht geheizten Kirchen führen. Die Feuchtigkeit kondensiert an den noch kalten Wänden und in kalten Orgelgehäusen und es kommt in Folge dessen zur Schimmelbildung. Um gesundheitliche Beeinträchtigungen und hohe Kosten zur Beseitigung von Schimmel zu vermeiden, schlagen wir folgendes Vorgehen vor: Führen Sie ein kurzes Stoßlüften vor und nach dem Gottesdienst durch.

Taufe

Die feierliche Spendung des Sakraments der Taufe ist möglich. Bei Taufen gelten die gleichen Regeln wie bei anderen öffentlichen Gottesdiensten (Hygienevorschriften, Abstandsregel, Mundschutzpflicht, Teilnehmerzahl, Gesang und Musizieren). Die Maskenpflicht für Kinder gilt ab dem vollendeten 6. Lebensjahr.

Das Kind (bei der Säuglingstaufe) bei der Taufspendung ist vorzugshalber von einem Elternteil zu tragen (sofern der Pate/die Patin nicht dem eigenen oder dem des weiteren Hausstandes angehören.). Die Salbung ist analog zur Firmung mittels eines getränkten Wattebausches zu vollziehen, der anschließden verbrannt wird. Die Taufe mehrerer Kinder ist unter den gegebenen Umständen bis auf Weiteres sehr erschwert.

Sonntagspflicht

Die Gläubigen sind weiterhin von der Sonntagspflicht entbunden; die entsprechende Dispens vom 18. März 2020 gilt bis auf Weiteres.

Erstkommunion

Die Feier der Erstkommunion kann durchgeführt werden. Bei Erstkommunionen, die auf einen Sonntag gelegt werden, soll darauf geachtet werden, dass die Gläubigen, die nicht zu den Angehörigen gehören, ebenfalls die Möglichkeit einer Sonntagsmesse haben.

Firmung

Der Firmplan (https://www.bistum-eichstaett.de/firmplan/) wird bis zum 31. Dezember 2020 außer Kraft gesetzt. Es kann ein Antrag auf Erteilung einer Firmbefugnis gestellt werden, über den der Bischof befinden wird.

Im Antrag müssen neben allgemeinen Angaben folgende Präzisierungen erwähnt bzw. erklärt werden:

  • Die Vorbereitung auf den Empfang des Sakramentes muss bereits abgeschlossen bzw. kurz vor Abschluss sein. Das Konzept der Firmvorbereitung muss im Antrag erläutert werden.
  • In den einzelnen Pfarreien bzw. Pastoralräumen dürfen nicht zu viele Firmungen beantragt werden.
  • Die Firmungen sollen nicht am Sonntag stattfinden.

Um die Spendung des Sakramentes in analoger Anwendung des Schutzkonzeptes der bayerischen (Erz-)Diözesen zu gestalten, wird Folgendes dringend empfohlen:

Für den Firmspender, der bei der Spendung des Sakramentes eine Mund-Nasen-Bedenkung trägt, ist für jeden einzelnen Firmanden ein eigens mit Chrisam getränktes Wattebäuschchen vorzubereiten. Nach der Handauflegung und Salbung (ggf. mit Schutzhandschuhen) sind die Hände nach jedem einzelnen Firmanden zu desinfizieren. Nach der Firmfeier sind die Wattbäuschchen inkl. Handschuhe durch Verbrennen zu vernichten.

Eheschließung / Trauungen

Die feierliche Spendung des Sakraments der Ehe ist möglich.

Requiem und Beerdigung

Die Feier eines Requiems ist möglich. Es wird dringend dazu geraten, ein geeignetes Anmeldeverfahren anzuwenden, um die Einhaltung der zulässigen Höchstzahl von Gottesdienstteilnehmern und -teilnehmerinnen in der Kirche zu gewährleisten. Auf dem Friedhof sind die Bestimmungen für Bestattungen zu befolgen. Diese werden wie Gottesdienste im Freien behandet.

Recht der Gläubigen auf Sakramente

Die Gläubigen haben das Recht, durch die Sakramente, besonders der Eucharistie, Hilfe von den geistlichen Hirten zu empfangen (vgl. can. 213, CIC/1983). Dementsprechend haben insbesondere die Pfarrer und ihnen Gleichgestellte zusammen mit den pastoralen Mitarbeitern die Pflicht, den Gläubigen die Ausübung ihrer Rechte zu ermöglichen, auch wenn widrige Umstände dies erschweren. Deshalb ist besonders die sonntägliche Eucharistiefeier zu halten. Selbstverständlich sind entsprechend den besonderen Hinweisen für die Diözese Eichstätt (Teil II des Schutzkonzeptes) Priester, die einer Hochrisikogruppe angehören, von dieser Pflicht entbunden. Sie sollen, falls ihnen die pastorale Sorge in einer Gemeinde anvertraut wurde, für Ersatz sorgen.

Gottesdienst im Freien

Die Feier eines Gottesdienstes im Freien ist möglich, wenn die Teilnehmerzahl auf höchstens 200 Personen bei einem Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Personen begrenzt bleibt. Eine entsprechende Einzelfallgenehmigung ist nicht erforderlich.

Zelebrant

Priester, die einer Hochrisikogruppe angehören, sollten öffentlichen Gottesdiensten zur Zeit nicht vorstehen.

Infektionsschutzkonzept

Das Infektionsschutzkonzept ist auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen; die zuständige Kreisverwaltungsbehörde kann ergänzende Anordnungen erlassen, soweit es aus infektionsschutzrechtlicher Sicht erforderlich ist.

3. Übersicht der Regelungen zu sonstigen Angeboten bzw. Veranstaltungen

Chorproben

Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung

Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung sind kirchenrechtlich verankerte Gremien, die das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen zum Ausdruck bringen und für die ordnungsgemäße Durchführung des pfarrlichen Lebens unverzichtbar sind. Die Arbeit dieser Gremien (insbesondere der Kirchenverwaltungen) hat die Dienstgeschäfte einer Pfarrgemeinde bzw. einer Kirchenstiftung, in die auch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter miteinbezogen sind, zum Inhalt. Es soll vor Ort überlegt werden, in welchen dringenden Fällen, die keinen Aufschub dulden, eine Zusammenkunft zu einer Sitzung dieser Gremien notwendig ist. Außerdem soll geprüft werden, inwieweit nicht Telefon- oder Videokonferenzen möglich sind bzw. Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst werden können. Bei den Sitzungen sollen die Hygiene- und Abstandsvorschriften eingehalten werden. Es ist auch darauf zu achten, dass die Einladenden die Anwesenheit der Ehrenamtlichen nicht einfordern und Rücksicht vor allem auf Angehörige von Risikogruppen nehmen. Die Gotteshäuser sind originäre Versammlungsorte der Kirche und können unter Einhaltung der entsprechenden Auflagen auch für Zusammenkünfte der Gremien genutzt werden.
Ergänzung vom 15. Juni 2020:  Die Lockerung der Kontaktbeschränkungen ab dem 30. Mai 2020 betreffen auch ehrenamtliche Tätigkeiten. Präsenzsitzungen von Pfarrgemeinderäten und Kirchenverwaltungen sind unter Beachtung aller Schutzmaßnahmen wieder möglich. Kommunion- und Firmgruppenarbeit ebenfalls.
Ergänzung vom 17. Juli 2020: Die Pfarr- und Jugendheime können unter der Voraussetzung, dass die Vorgaben des Schutz- und Hygienekonzepts eingehalten werden, wieder geöffnet werden. (siehe "Pfarr- und Jugendheime")
Die allgemeinen Infektionsschutzmaßnahmen (Abstandsregeln, Hygieneregeln, keine Teilnahme von Personen mit Krankheitssymptomen oder von Kontaktpersonen) sind zu beachten. Empfehlenswert sind möglichst große Räume (Richtwert 4m2 pro Teilnehmer/in). Bei Einhaltung eines Mindestabstandes von 2 Metern kann auf die Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden. Der Raum sollte regelmäßig gelüftet werden. Der Leiter/die Leiterin ist für die Einhaltung verantwortlich.

Pfarr- und Jugendheime

Die Pfarr- und Jugendheime der Diözese Eichstätt können unter der Voraussetzung, dass die Vorgaben des nachfolgend herunterladbaren Schutz- und Hygienekonzepts eingehalten werden, wieder geöffnet werden:

Veranstaltungen größerer Art

Für alle Veranstaltungen gelten die staatlichen Vorgaben wie etwa das Verbot größerer Veranstaltungen bis zum 31. Oktober 2020. Von Festivitäten und Aktionen, die auf Geselligkeit abzielen (z. B. Feste und Feiern, Empfänge o. ä.), ist abzuraten.

Erstkommunion und Firmvorbereitung

Die Präparation von Kindern auf Erstkommunion und Firmung als Teil kirchlicher Bildungsarbeit ist in kleinen Gruppen wieder möglich – wobei wie in allen Bereichen eine strikte Anwendungspflicht von Infektionsschutzmaßnahmen (Abstandsgebot, Desinfektion u. a.) zu beachten und umzusetzen ist.

Bildungsangebote

Seit 30. Mai 2020 sind Präsenzangebote der Erwachsenenbildung i. S d. Art. 1 BayEbFöG, der Sprach- und Integrationsförderung und vergleichbarer Bildungsangebote, u.a. der Bildungszentren ländlicher Raum oder privatwirtschaftlicher Bildungsanbieter, sowie der Familienbildungsstätten, der Jugendarbeit (zu Zwecken der Bildungsarbeit nach dem SGB VIII) und der außerschulischen Umweltbildung in Bayern geöffnet. Zwingende Voraussetzung ist die Beachtung des erarbeiteten Hygienekonzepts." Siehe auch: Rahmenkonzept für Hygiene- und Schutzmaßnahmen in der kirchlichen Jugendarbeit im Bistum Eichstätt in Zeiten der Coronapandemie (9. Juni 2020)

Jugendarbeit

Bildungsangebote in der Jugendarbeit, die nicht reine Freizeitveranstaltungen oder Jugendbegegnungen können seit 30. Mai wieder stattfinden. Jugendarbeit im Rahmen des SGB VIII ist nach dem Verständnis des Bayerischen Jugendrings Bildungsarbeit und umfasst daher die Jugendarbeit in ihrer ganzen Vielfalt (im kirchlichen Bereich z. B. inhaltliche Jugendarbeit mit Ministranten, der Pfarrjugend, den Verbänden etc.). Da es unterschiedliche Interpretationen verschiedener staatlicher und kommunaler Stellen zur Art der Veranstaltungen gibt, ist es sinnvoll und notwendig, die Auflagen der jeweiligen örtlichen Behörden (Ordnungsamt/Gesundheitsamt) einzuholen. Seit 7. Juli ist kirchliche Jugendarbeit nun nicht mehr nur auf "inhaltliche Bildungsarbeit" eingeschränkt, sondern in ihrer Vielfalt (d. h. auch Freizeitangebote) wieder erlaubt.  Um die Aktivitäten der kirchlichen Jugendarbeit (z.B. Gruppenstunden, Jugendbildungs- bzw. Freizeitmaßnahmen) sicher zu gestalten, bedarf es jeweils Hygiene- und Schutzkonzepte auf der Grundlage der staatlichen Verordnungen.  Das Bischöfliche Jugendamt bietet hierfür als Hilfestellung ein auf den Empfehlungen des Bayerischen Jugendrings (BJR) basierendes Rahmenkonzept an: Rahmenkonzept für Hygiene- und Schutzmaßnahmen in der kirchlichen Jugendarbeit im Bistum Eichstätt in Zeiten der Coronapandemie. Die Verantwortung für die konkrete Umsetzung der Hygiene- und Schutzkonzepte liegt beim jeweiligen Träger der Einrichtung und beim Veranstalter.
Auch die Öffnung von Jugendheimen und Pfarrheimen ist für diesen Zweck wieder möglich, wenn ein entsprechendes Hygiene- und Schutzkonzept vorliegt. Bei Fragen stehen Ihnen gerne die Jugendstellen in den Dekanaten bzw. das Bischöfliche Jugendamt zur Verfügung.

Veranstaltungen im Kunst- und Kulturbereich

Veranstaltungen im Kunst- und Kulturbereich mit bis zu 100 Gästen in Innenräumen und mit bis zu 200 Gästen im Freien mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen möglich. Die Pflicht zum Tragen einer Maske gilt unverändert.

Weiteres gemeindliches Leben

Der vielfältige Bereich des sonstigen gemeindlichen Lebens in Gruppen und Kreisen (z.B. Seniorenkreis, Frauen- und Familienkreise, andere zielgruppenbezogene Treffpunkte und Geselligkeiten) jenseits des im Kabinettsbeschluss benannten engeren Bildungsbereichs unterliegt weiterhin den geltenden Einschränkungen durch die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, muss also vorläufig ausgesetzt bleiben.