Wer Religionslehrerin oder Religionslehrer werden möchte, vermittelt nicht nur Wissen, sondern öffnet Kindern und Jugendlichen Wege zum Glauben. Der konfessionelle Religionsunterricht lebt davon, dass der Glaube persönlich bedeutsam ist und authentisch weitergegeben wird.
Das Geistliche Mentorat der Diözese Eichstätt begleitet Lehramtsstudierende auf diesem Weg. Es bietet Raum für geistliche Stärkung, Austausch und Klärung persönlicher Fragen rund um Glaube, Berufung und Kirche – im geschützten Rahmen des forum internum.
Hier kannst du andere Studierende treffen, deinen Platz in der Kirche entdecken und Unterstützung für deinen Studien- und Lebensweg erhalten.
Als Religionslehrkraft erhältst du später sowohl die staatliche Lehrbefähigung als auch die kirchliche Beauftragung, die Missio canonica. Das Mentorat und der Studienbegleitbrief begleiten dich auf diesem Weg.
Immer montags um 19 Uhr beginnt der Mentoratsabend mit einer Messfeier oder Wort-Gottes-Feier in der Katharinenkapelle oder an anderen Orten in Eichstätt. Die Gottesdienste werden von Studierenden vorbereitet und musikalisch gestaltet. Im Anschluss gibt es beim gemeinsamen Essen Gelegenheit zur Begegnung – oft mit Gästen und thematischem Austausch.
Im Geistlichen Mentorat stehen persönliche Gespräche im geschützten Rahmen des forum internum im Mittelpunkt – streng vertraulich und ohne Einfluss auf Noten oder spätere Anstellungen.
Gespräche können rechtzeitig mit den Mentoren vereinbart werden. (siehe Kontaktdaten unten)
Im Beruf zählen vor allem Persönlichkeit und der Umgang mit Menschen – sowohl in der Gesellschaft als auch im kirchlichen Kontext. Das Mentorat unterstützt dies durch Workshops zu unterschiedlichen Themen, in denen Fähigkeiten erlernt, geübt und gestärkt werden.
Für Studierende des Magisterstudiengangs Theologie können die im Mentorat erworbenen ECTS-Punkte in den Modulen 15.2 und 23.2 angerechnet werden.
Als zukünftige Mitarbeitende in der Kirche erkunden Studierende tragfähige Übungsformen im Gebet, die zu ihrem Leben passen. Wesentlich dabei sind die persönliche Freiheit in der Auswahl und die Verbindlichkeit der Angebote, um die eigene Spiritualität zu entwickeln, Erfahrungen zu sammeln und ein Verständnis für unterschiedliche spirituelle Wege zu gewinnen.
In Gruppen von fünf bis acht Teilnehmenden wählen Studierende im Laufe des Studiums ein passendes Angebot und gehen unter Begleitung der Mentoren einen Übungsweg von fünf Treffen.
Exerzitien oder Besinnungswochenenden bieten ein begleitetes Übungsfeld, um Gottes Gegenwart im eigenen Leben wahrzunehmen. Es gibt verschiedene Formen, z. B. ignatianische (biblische) oder kontemplative Exerzitien, Film- oder Wanderexerzitien.
Ein erstes Kennenlernen oder eine stille Zeit kann wertvolle Impulse für Studium und späteren Beruf geben. In einem Vorgespräch mit den Mentoren wird das passende Angebot ausgewählt.
Studierende für das Lehramt mit dem Fach Religion und Magister Theologie können im Planungskreis mitwirken. Dort übernehmen sie Verantwortung für verschiedene Bereiche des Mentorats, z. B. Gottesdienste, Vernetzung mit der KHG oder thematische Veranstaltungen.
Die Mitarbeit bietet die Gelegenheit, eigenständig, vernetzt und im Team zu arbeiten – eine nachhaltige Erfahrung, die auch als Schlüsselqualifikation im Studienbegleitbrief vermerkt werden kann. Regelmäßige Treffen ermöglichen Austausch, Planung und Evaluation der Angebote.
Wer Interesse hat, kann sich direkt bei den Mentoren oder per E-Mail an mentorat@bistum-eichstaett.de melden.
Prävention von Gewalt, insbesondere sexualisierter Gewalt, ist eine zentrale Verpflichtung aller in der Kirche – beruflich wie ehrenamtlich. Ziel ist es, dass Pfarrgemeinden, Einrichtungen, Verbände und Schulen sichere Orte sind, an denen alle Menschen in ihrer Würde und Einzigartigkeit geachtet werden.
Religionslehrkräfte sind dabei oft Vertrauenspersonen für Schülerinnen und Schüler und können von Betroffenen auf Grenzverletzungen oder Übergriffe angesprochen werden.
Die Präventionsschulung ist verpflichtend für den Erhalt der Missio Canonica.
Das Angebot „Kirchliche Praxis“ zeigt, wie Kirche ihren Dienst am Menschen gestaltet. Es stellt Einrichtungen und Personen vor, die in besonderen Feldern der Seelsorge tätig sind, und möchte motivieren, auch für sich selbst ein eigenes Engagementfeld zu entdecken.
Für den Bereich „Kirchliche Praxis“ im Studienbegleitbrief gibt es zwei Möglichkeiten:
„Tage der Orientierung“ für Schulklassen (TdOs)
Projekt Krankenhaus – Adventmeditation im Advent
MFM - my fertility matters - Werteorientierte Sexualpädagogik
Die Missio canonica ist der Vertrauensbeweis der katholischen Kirche in die Kompetenzen des Religionslehrers oder der Religionslehrerin. Wir sprechen über persönliche Motivationsvoraussetzungen, Chancen und Risiken.
Infos zur Beantragung der vorläufigen kirchlichen Bevollmächtigung im Referendariat
Ordnung der katholischen Bistümer in Bayern zur Erteilung der Missio canonica bzw. vorläufigen kirchlichen Bevollmächtigung für Lehrkräfte im katholischen Religionsunterricht - veröffentlicht von Bischof em. Gregor Maria Hanke für das Bistum Eichstätt
Workshop und Infoveranstaltung zur Kirchlichen Beauftragung „Missio canonica“
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