Open-Air-Kino

Eichstätt

Filme und Gespräche in historischem Garten

Die Diözese Eichstätt lädt zum sommerlichen Open-Air-Kino an ihrem Verwaltungssitz ein. Der Bereich Medien des Diözesanbildungswerks und das Eichstätter Filmstudio zeigen zusammen mit weiteren Kooperationspartnern nachdenkliche und heitere Filme, die zugleich unterhalten, aktuelle Themen aufgreifen und zum Gespräch anregen.

Sechs Filme werden in zwei Staffeln von donnerstags bis samstags, 23. bis 25. Juli und 30. Juli bis 1. August im Garten der ehemaligen Dompropstei (Luitpoldstraße 2) in Eichstätt gezeigt.

Programmänderungen vorbehalten.

Die progressiven Nostalgiker

Donnerstag, 23. Juli 
Frankreich/Belgien 2025 | Regie: Vinciane Millereau | 103 Minuten | FSK 6

Ein Familien-Idyll im Frankreich der 1950er Jahre: Michel (Didier Bourdon), ist Bankangestellter und Ernährer, seine bessere Hälfte Hélène (Elsa Zylberstein), mit Dauerwelle, aber aufsässig, kümmert sich um Haushalt und Kinder. Das patriarchale Paradies scheint perfekt, bis ein Kurzschluss der gerade eingezogenen Waschmaschine die beiden ins Jahr 2025 katapultiert. Plötzlich sind die Rollen neu verteilt. Während sich Hélène aller Ahnungslosigkeit zum Trotz erstaunlich gut als karriere-intensive Powerfrau schlägt, muss sich Michel als Hausmann im Smart-Home abmühen. Statt Unterwerfungsrhetorik braucht Michel nun Empowerment, Hélène genießt die Freiheit der Emanzipation. Doch die schöne neue Welt hat so ihre Tücken: Der virtuelle Sprachassistent ist ein sturer Bock, die Möbel muss man sich selbst zusammenschrauben und die eigene Tochter möchte ihre Freundin heiraten. Jetzt reicht es dem entmachteten Familienoberhaupt. Es geht zurück in die gute alte Zeit und zwar sofort! Wenn er nur wüsste, wie man die smarte Waschmaschine auf Zeitrückreise programmiert.

In „Die progressiven Nostalgiker“ ist die Freiheit immer nur einen Flügelschlag von der guten alten Zeit entfernt. Regisseurin Vinciane Millereau beweist ein großartiges Gespür für die Absurditäten unserer Zeit. Mit rotzfrechem Humor, präzisem Sarkasmus und herrlicher Situationskomik nimmt der Film die Heilsversprechen unserer Gegenwart aufs Korn und erzählt von der wunderbaren Relativität der Geschichte.

The Piano Tuner

Freitag, 24. Juli 
Kanada/USA 2026 | Regie: Daniel Roher | 108 Minuten | FSK 12

The Piano Tuner“ erzählt die Geschichte von Niki White (Leo Woodall), einem hochbegabten Klavierstimmer mit absolutem Gehör. Nachdem seine einst vielversprechende Musikkarriere ein abruptes Ende gefunden hat, zieht er gemeinsam mit seinem eigenwilligen, aber charmanten Mentor Harry (Dustin Hoffman) von Auftrag zu Auftrag durch die ehrwürdigen Konzertsäle, luxuriösen Apartments und wohlhabenden Viertel New Yorks. Dabei begegnet beiden eine Vielzahl exzentrischer Kund*innen – aber auch Ruthie (Havana Rose Liu), eine ambitionierte Kompositionsstudentin, die sowohl Nikis musikalisches als auch moralisches Selbstverständnis zunehmend herausfordert. 

Als der Sicherheitsprofi Uri (Lior Raz) erkennt, dass sich Nikis sensible Hörfähigkeit nicht nur zum Stimmen von Instrumenten, sondern auch zum Knacken von Tresoren eignet, macht er ihm ein verlockendes Angebot. Von der Aussicht auf schnelles Geld getrieben, hofft Niki, damit Harry und dessen Frau Marla (Tovah Feldshuh) in ihrer finanziellen Not zu helfen und die Kosten für Harrys medizinische Behandlung zu decken. Doch je tiefer er in Uris gefährliche Unterwelt hineingezogen wird, desto mehr gerät auch seine Beziehung zu Ruthie unter Druck. In einem Dilemma zwischen Loyalität, Schuld und Verlangen muss Niki sich bald entscheiden, wer er sein will.

Auf zwei Rädern

Samstag, 25. Juli 
Frankreich 2024 | Mathias Mlekuz | 89 Minuten | FSK 6

Manchmal weist der Blick zurück den Weg nach vorn: Gemeinsam mit seinem besten Freund Philippe und Hund Lucky steigt Filmemacher Mathias aufs Fahrrad und begibt sich auf einen ebenso ungewöhnlichen wie persönlichen Trip quer durch Europa. Das chaotische Trio folgt der Route, die Mathias‘ verstorbener Sohn Youri einige Jahre zuvor selbst unternommen hat – von der französischen Atlantikküste bis zum Schwarzen Meer. Was als leise Spurensuche beginnt, wird zu einem überraschend heiteren Abenteuer voller unerwarteter Begegnungen. Mit jeder Etappe nähern sich die beiden Freunde mal auf berührende, mal auf humorvolle Weise dem Verlust – und feiern doch das Leben.

Auf zwei Rädern“ ist ein zutiefst berührendes und zugleich lebensbejahendes Roadmovie voller Wärme, Witz und Menschlichkeit, das mühelos zwischen feiner Situationskomik und Ernst, Melancholie und tröstlicher Freude balanciert. In Frankreich avancierte der Film zum Publikumsliebling und wurde auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet.

Hallo Betty

Donnerstag, 30. Juli 
Schweiz 2025 | Regie: Pierre Monnard | 100 Minuten | FSK 6

Zu diesem Filmabend lädt besonders der Diözesanverband des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) ein.

1956 erfindet die schüchterne Werbetexterin Emmi Creola (Sarah Spale) im Rahmen einer Kampagne für Speiseöl die Kunstfigur Betty Bossi – und trifft damit den Nerv der Zeit. Aus einer Marketingidee wird die „Köchin und Hausfrau der Nation“, aus Emmi eine unfreiwillige öffentliche Figur. Denn die Schweiz liebt Betty – und verlangt bald ein echtes Gesicht. Emmi schlüpft widerwillig in die Rolle ihrer eigenen Erfindung und wird selbst zur gefeierten Koch-Ikone. Doch der Erfolg fordert seinen Preis: In einer von Männern dominierten Branche muss sie sich behaupten, während sie zugleich versucht, den Erwartungen als Ehefrau und Mutter gerecht zu werden.

Hallo Betty“ erzählt mit viel Feingefühl, Humor und Retro-Charme die wahre Geschichte einer Frau, die ihrer Zeit voraus war. Eine echte Erfolgsstory.

Dirty Dancing

Freitag, 31. Juli 
USA 1987 | Regie: Emile Ardolino | 97 Minuten | FSK 12

Zu diesem Filmabend laden besonders Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Inklusiven Seelsorge ein.

Es ist Sommer 1963: Die Ermordung John F. Kennedys hat noch nicht stattgefunden, die Jugendkultur steckt noch nicht einmal in den Kinderschuhen. Die USA befinden sich im Zustand der Unschuld. Die 17 jährige Frances Houseman, von allen nur ‘Baby’ genannt, plant Ökonomie zu studieren und Friedensaktivistin zu werden. Für den Moment ist sie allerdings mit ihrer Familie in einem Wellness Resort gefangen, in dem sie gelangweilt ihren Urlaub absitzt. Ihre Lage gewinnt jedoch an Reiz, als sie sich in den Tanzlehrer und Schwerenöter Johnnie Castle verguckt.

Als Johnnies Partnerin am Tanzen gehindert wird, erhält Baby ihre große Chance. Denn: Johnnie tanzt auf der Abschlussfeier stets den letzten Tanz der Saison und benötigt eine Partnerin. Babys zweifelhafte Tanzkünste bedürfen allerdings der Verbesserung. Beim intensiven Training wächst nicht nur Babys Können, auch Johnnies Gefühle können sich ihrem naiv-trotzigen Charme immer weniger entziehen.

Doch sowohl ihre aufkeimende Liebe als auch die geplante Performance stehen unter keinem guten Stern. Erstere wird von Babys Vater gar nicht gerne gesehen. Was die geplante Performance angeht, besteht sie für den Vorgesetztem von Johnnie aus eindeutig zu viel Dirty Dancing, um am gepflegtem Abschiedsabend bestehen zu können. Werden die beiden es schaffen, gegen alle Widerstände zu tanzen? Wird Baby bei den ersten Berührungen von Johnnie kichern oder wie so oft den finalen Sprung vermasseln?

So klingt das Leben

Samstag, 1. August 
Spanien 2025 | Regie: Daniel Sánchez Arévalo | 112 Minuten | FSK 12

Zwei Jahre nach einem tragischen Schiffsunglück, versucht das kleine Fischerdorf A Guarda an der galicischen Küste, wieder Halt zu finden. Als die Dorfgemeinschaft beschließt, ihr traditionelles Musikensemble wieder aufleben zu lassen, übernimmt die 18-jährige Andrea die Leitung – in Erinnerung an ihren Vater, der bei der Katastrophe ums Leben kam. Mit Mut und Entschlossenheit bringt sie frischen Wind in die Proben für den regionalen Wettbewerb, verbindet vertraute Instrumente mit zeitgenössischen Hits und weckt so nach und nach die Lebensfreude und Zuversicht der Menschen. Doch der Weg zurück ist kein leichter: Die Lücken, die das Unglück hinterlassen hat, sind auch im Ensemble spürbar, und zwischen Hoffnung, Zweifel und Trauer gerät die Harmonie der Gemeinschaft immer wieder ins Wanken.

Vor der rauen, eindrucksvollen Landschaft Galiciens erzählt die Feelgood-Komödie „So klingt das Leben“ mit lakonischem Humor und einer charmanten Besetzung von Verlust und Versöhnung, von Schuld, Liebe und dem Mut zum Neuanfang. Untermalt von einem mitreißenden Soundtrack, gelingt Regisseur und Drehbuchautor Daniel Sánchez Arévalo ein warmherziger, vielstimmiger Film über die heilende Kraft von Musik und Gemeinschaft. Seine Weltpremiere feierte der spanische Publikumsliebling auf dem Internationalen Filmfestival von San Sebastián im September 2025.

Informationen im Überblick

Ort

Garten des Bischöflichen Ordinariats (ehemalige Dompropstei)
Luitpoldstraße 2, Eichstätt

Termine:

Donnerstag, 23. Juli 2026
Freitag, 24. Juli 2026
Samstag, 25. Juli 2026
Donnerstag, 30. Juli 2026
Freitag, 31. Juli 2026
Samstag, 1. August 2026

Zeit:

Filmstart jeweils mit Einbruch der Dunkelheit (nach 21.30 Uhr)
Einlass ab 20.45 Uhr

Eintritt:

12 Euro / ermäßigt 10,50 Euro 
Karten sind an der Abendkasse am jeweiligen Tag am Spielort ab 20.45 Uhr erhältlich.
Eine Vorreservierung ist nicht möglich, da es keine nummerierten Plätze gibt.

Veranstalter

Filmstudio im Alten Stadttheater Eichstätt
Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Eichstätt - Diözesanbildungswerk e.V. - Bereich Medien

Kooperationspartner

Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Eichstätt – Offene Behindertenarbeit
Caritas Sozialstation Eichstätt e.V. – Offene Behindertenarbeit
Caritas Zentrum St. Vinzenz – Offene Behindertenarbeit
Dommusik Eichstätt
Erwachsenenpastoral Bistum Eichstätt
Inklusive Pastoral Diözese Eichstätt („Seelsorge mit und für Menschen mit Behinderung“)
Katholische Kindertageseinrichtungen Ingolstadt gemeinnützige GmbH
Katholische Universität Eichstätt - Ingolstadt
KDFB – Katholischer Deutscher Frauenbund – Diözesanverband Eichstätt

Wetter-Infos

Bei leichtem Regen wird gespielt. Bei Unwetter entfällt die Vorführung. 
Aktuelle Informationen sowie Wetterhinweise (am Spieltag ab 17 Uhr) unter www.kino-eichstaett.de

Kontakt

Tel. (08421) 50-651, E-Mail: medienzentralespam prevention@bistum-eichstaett.de