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Hilfe für Menschen, die aus ihre Heimat geflohen sind

Auf Initiative von Bischof Gregor Maria Hanke hat das Bistum Eichstätt Anfang Oktober 2014 die ehemalige Maria-Ward-Realschule in Eichstätt mietfrei als Erstaufnahmeeinrichtung zur Verfügung gestellt. Allein für den Bezug dieser Unterkunft hat das Bistum 100.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Die Erstaufnahmeeinrichtung wurde im Juli 2017 geschlossen, da die Zahlen der neu ankommenden Geflüchteten so weit zurückgingen, dass sie in anderen Unterkünften untergebracht werden konnten.

Seit Juli 2016 ist das Referat Flüchtlingshilfe mit einer Diözesanreferentin besetzt, deren Stelle beim Malteser Hilfsdienst e.V. angesiedelt ist. Die Referentin ist für den Aufbau, die Entwicklung und Stabilisierung der Integrationsdienste in der Diözese verantwortlich. Die Organisation und Durchführung von Schulungsmaßnahmen und Informationsveranstaltungen gehört genauso zu ihren Aufgaben wie die Vernetzung mit Helferkreisen, staatlichen und kirchlichen Stellen und Verbänden und der Kontakt zu Verantwortlichen im Bereich der Flüchtlingshilfe auf Bistums-, Bayern- und Bundesebene. 

Ebenfalls im Bereich der diözesanen Flüchtlingshilfe tätig ist ein Flüchtlingsseelsorger. Zu seinen Aufgaben zählen die geistliche Begleitung der haupt- und ehrenamtlich Engagierten im Bereich der Flüchtlingshilfe sowie die Erarbeitung praktischer Modelle, die die Flüchtlingsseelsorge in den Pfarreien unterstützen. Auch die inhaltliche und persönliche Begleitung für Personen, die geflüchtete Menschen auf ihre Taufe vorbereiten, gehört zu seinem Aufgabenbereich. Des Weiteren arbeitet er mit der Flüchtlingshilfe der Malteser zusammen.

Ein Pastoralreferent des Bistums ist als Seelsorger in der Einrichtung für Abschiebehaft in Eichstätt tätig. Damit wird signalisiert, dass für die Gemeinschaft der Kirche niemand „abgeschoben“ ist, und dass Wertschätzung und individuelle Begleitung allen Menschen zugedacht ist. Die Begleitung durch Gespräche und spirituelle Angebote richtet sich sowohl an Geflüchtete als auch an Beschäftigte in der Einrichtung. Es handelt sich um ein rein pastorales Angebot. Die Seelsorge in der Einrichtung für Abschiebehaft beinhaltet keine Rechtsberatung und ist nicht in Verwaltungsfragen eingebunden. Diesbezügliche Aufgaben werden je nach Möglichkeit vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst Deutschland wahrgenommen.

Eine weitere Anlaufstelle für Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind, ist die Caritas im Bistum Eichstätt. Sie berät über das Asylverfahren und hilft bei vielfältigen Problemen. Ihre Fachkräfte beraten über das Verfahren, erläutern Briefe und Bescheide und helfen bei der Vorbereitung auf die Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Darüber hinaus bietet die Asylberatung u.a. Hilfestellung bei psychosozialen Problemen und sozialrechtlichen Fragen, für Familien und Alleinerziehende, zur Vermittlung von Sprachkursen. Sie tut dies in den Gemeinschaftsunterkünften Beilngries und Denkendorf sowie in zahlreichen dezentralen Unterkünften an verschiedenen Orten.

Weitere Verbände wie das Kolping-Bildungswerk, der Sozialdienst katholischer Frauen oder In Via sind im Bereich der Berufsintegration, der Gesundheitsvorsorge oder der Förderung geflüchteter Mädchen und Frauen im Bistum Eichstätt tätig. Auch die Pfarreien unterstützen Asylsuchende unter anderem mit ehrenamtlichen Helfergruppen und der Bereitstellung von Wohnungsraum.

An der Katholischen Universität Eichstätt- Ingolstadt wurde 2017 das Zentrum Flucht und Migration eingerichtet, mit dem die Flüchtlingshilfe des Bistums zusammenarbeitet. Das Zentrum Flucht und Migration Eichstätt-Ingolstadt beschäftigt sich mit Ursachen und Auswirkungen von Flucht und Migration, vermittelt Studierenden der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt berufsbezogene und interkulturelle Kompetenzen, unterstützt Geflohene durch konkrete Bildungsangebote, bietet Lehrenden eine Plattform und fördert den Dialog zwischen Wissenschaft, Lehre und Praxis. Es verfolgt seinen Auftrag durch drei hauptsächliche Handlungsfelder: Forschung, Bildung & Coaching, Dialog & Transfer.

Nicht zuletzt ist es dem Bistum Eichstätt ein Anliegen, Fluchtursachen in den Herkunftsländern zu bekämpfen. Hier sind beispielhaft die jahrzehntelangen Partnerschaften zu den Diözesen im afrikanischen Burundi sowie zur Diözese Poona in Indien sowie die Unterstützung für Bildungsprojekte in Syrien zu nennen.

Referent für Flüchtlingsseelsorge

Matthäus Kamuf
Residenzplatz 16
85072 Eichstätt
Tel. (08421) 50-656
E-Mail: fluechtlingsseelsorge@bistum-eichstaett.de

Referentin Flüchtlingshilfe

Cordula Klenk

Malteser Hilfsdienst e.V.
Diözesangeschäftsstelle Eichstätt
Pater-Philipp-Jeningen-Platz 1
85072 Eichstätt

Tel.: (08421) 980788
Fax: (08421) 980727
cordula.klenk(at)malteser(dot)org