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Tag der Pflegenden

Mitmachen - trotz Corona!

Immer mehr Menschen in unseren Gemeinden sind im Alter auf die Pflege durch ambulante Kräfte der in einer stationären Einrichtung angewiesen. Die letzten und entscheidenden Schritte in unserem Leben gehen wir zunehmend im Kontext von Pflegebedürftigkeit.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Altenpflege leisten hier einen wichtigen und anspruchsvollen Dienst, erfahren in der Gesellschaft dabei aber leider nur wenig positive Aufmerksamkeit und Wertschätzung, auch wenn sich das derzeit im Zeichen der Corona-Krise zu ändern scheint.

Trotz - oder gerade wegen - der Corona-Krise wollen wir von Seiten der Seelsorge aus den 12. Mai als Internationalen Tag der Pflege wie in den letzten 9 Jahren wieder zum Anlass nehmen, um auf die Leistungen aller aufmerksam zu machen, die sich beruflich in der Pflege engagieren und um diese zu würdigen. Diese Wertschätzung erfahren Pflegende in der Gesellschaft leider oft zu wenig, auch die finanzielle Anerkennung steht häufig nicht in einem angemessenen Verhältnis zur Verantwortung und zur erbrachten Leistung. 

Es ist zwar nur ein kleines Zeichen, trotzdem möchten wir auch in diesem Jahr in ganz Bayern von Seiten der Seelsorge ein herzliches Dankeschön und „Vergelt's Gott“ all denen zukommen lassen, die sich für pflegebedürftige Menschen einsetzen. Dabei sind alle Mitarbeitenden im Blick, die an "Pflege" mitwirken: in Pflege, Hauswirtschaft, Betreuung ..., in stationären und ambulanten Einrichtungen.

Dazu haben wir - lange vor der Corona-Krise - wie auch in den vergangenen Jahren wieder eine bayernweite ökumenische Dankkarte zum Tag der Pflege gestaltet, die eigentlich imZeitraum um den 12. Mai herum durch Pfarrer, pastorale Mitarbeiter/innen oder Besuchsdienste den Pflegenden übergeben werden sollte.

Die Dankkarten-Aktion in Zeiten der Corona-Krise

Wie es derzeit aussieht, dürfte eine direkte Übergabe durch diesen Personenkreis, also „Außenstehende“, wohl nicht möglich sein; allenfalls könnten das Personen übernehmen, die sowieso in den Einrichtungen tätig sind, für die das derzeitige Besuchsverbot also nicht gilt.

Momentan sehen wir 3 Möglichkeiten, damit umzugehen:

  1. Die Aktion abblasen, weil es vielleicht derzeit wichtigeres für beide Seiten geben mag … .
  2. Die Aktion auf später verschieben, wenn ein Zugang wieder möglich ist
  3. Die Aktion vorziehen, weil man derzeit auch sagen könnte:

Jetzt ist jeder Tag ein „Tag der Pflege“! Heißt: Gerade jetzt haben Pflegende Ermunterung, Zuspruch, Anerkennung und Unterstützung nötig.

Wir können Sie nur aufrufen, dabei Ihre Phantasie, Kreativität und Ihre Beziehungen einzusetzen, um Wege zu finden, wie das unter diesen schwierigen Umständen verwirklicht werden kann - sei es:

  • dass Sie jemand ausfindig machen, der derzeit Zugang in eine Einrichtung hat und das in Ihrem Namen macht,
  • dass Sie die Karten / Plakate - nach Rücksprache - im Briefkasten der Einrichtung abliefern - vielleicht ja mit einem netten kleinen Geschenk (Osterkerze, Osterhasen o. ä.),
  • ass Sie Ihren Dank von außen sichtbar (und evtl. auch hörbar) werden lassen: Mit einem Transparent, Plakat, evtl. in Verbindung mit einem Lied oder Instrumentalstück.
  • oder was Ihnen sonst noch an Möglichkeiten einfällt.

Wo immer und soweit möglich sollte das in ökumenischer Zusammenarbeit geschehen!

2020 steht die Aktion unter dem Motto „Vergissmeinnicht“

Die Klappkarte bezieht sich auf ein Psalmwort: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir“ (Ps 139,5)

Der Text auf der Innenseite der Karte:

Liebe Mitarbeitende,

wahrscheinlich kennen auch Sie aus Ihrem Berufsalltag Menschen, die sich von allen vergessen fühlen: von Freunden und Familie, manche sogar von Gott. Wie gut, dass es in der Pflege Menschen wie Sie gibt, die Ihr Gegenüber spüren lassen: Hier ist jemand, der mich nicht vergisst! Einfühlsam und engagiert sind Sie da für diese Menschen, am Tag und in der Nacht.

Doch auch Sie, die Mitarbeitenden in Pflege und anderen Tätigkeitsfeldern der Einrichtung, fühlen sich vielleicht selbst oft vergessen und zu wenig wertgeschätzt von Politik und Gesellschaft.

Wir von der Seelsorge möchten Ihnen sagen: Wir vergessen Sie nicht. Wir schätzen hoch, was Sie Tag für Tag leisten. Gerne sind wir für Sie da, wenn Sie uns brauchen.

Gut, dass es Sie gibt!

Vielleicht können Sie ja - trotz der erschwerten Bedingungen - diese Gelegenheit nutzen, um Pflegenden eine Freude zu machen und ein Zeichen der Verbundenheit  zu setzen zwischen Pfarrgemeinde und Einrichtungen der Altenpflege: Denn für uns als Kirche sind gerade diese „schwächer scheinenden Glieder … unentbehrlich“ (1 Kor 12,22).