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02.06.2020

Diözesanmuseum: Erste Führungen nach Wiedereröffnung

Eichstätt. (pde) – Nachdem die Einschränkungen durch die Coronapandemie mittlerweile soweit gelockert wurden, dass Bildungsveranstaltungen wieder möglich sind, veranstaltet das Eichstätter Domschatz- und Diözesanmuseum am Mittwoch, 10. Juni ,und Sonntag, 21. Juni, zwei kleine Führungen.

Regale des Depots im Domschatz- und Diözesanmuseum

„Ist das Kunst oder kann das weg?“ Einen Blick in die Regale des Depots ermöglicht eine Sonderführung im Eichstätter Domschatz- und Diözesanmuseum. pde-Foto: Katharina Hupp

Mit ausgewählten Objekten und einem Streifzug durch das Depot des Museum wird Kunsthistorikerin Katharina Hupp den Charakter der Museumssammlung und zugleich die Aufgaben eines Diözesanmuseums verdeutlichen. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Ist das Kunst oder kann das weg?“

Den Grundstock des Domschatz- und Diözesanmuseums bildet die sogenannte Sammlung Mutzl. Sebastian Mutzl (1866-1917), Pfarrer in Enkering, hatte zahlreiche, hauptsächlich mittelalterliche Skulpturen, zusammengetragen. 1901 wurde mit Erlass des Bischofs Franz Leopold von Leonrod das Diözesanmuseum errichtet und die Kunstwerke in einem Saal der Eichstätter Sommerresidenz aufgestellt. In den 1970er Jahren wurde unter dem Konservator und Prälat Andreas Bauch (1908-1985) mit der Planung der neuen Räumlichkeiten des Museums im „Kipfenberger Stadl“ südöstlich des Domes begonnen, 1982 konnte dort das Domschatz- und Diözesanmuseum eröffnet werden.

In dem fast 120-jährigen Bestehen des Diözesanmuseums wurde die Sammlung stetig erweitert. Fast alle Kunstwerke stammen aus Kirchen und Pfarrhäusern sowie Nachlässen und Schenkungen von Pfarrern, Geistlichen, aber auch gläubigen Privatpersonen. Über die Jahre hat sich so eine umfangreiche Sammlung entwickelt, die nicht nur Skulpturen, Gemälde und Goldschmiedearbeiten sondern auch Klosterarbeiten, Reliquiare, Grabungsfunde, Bücher und Vieles mehr enthält.

Dabei stellt sich häufig die Frage der Erhaltungswürdigkeit, eben genau jene Frage: Ist das Kunst oder kann das weg?

Die vielfältigen Objekte, die nicht immer nur künstlerischen Wert, sondern vielmehr religions- und kulturhistorischen Wert besitzen und die Frömmigkeit der Diözese Eichstätt verdeutlichen, geben dem Domschatzmuseum eine weitreichende Funktion: es dient sozusagen als Gedächtnis der Diözese Eichstätt.

Aufgrund der gegenwärtigen Umstände und der vorgegebenen Hygienemaßnahmen werden zwei Termine für die Führung „Ein kleines Sammlungsporträt“ angeboten: Bedingt durch die räumlich Enge werden die Führungen auf je sechs Teilnehmer beschränkt, eine Voranmeldung ist zwingend erforderlich. Die Führungen finden statt, am Mittwoch, 10. Juni, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 21. Juni, um 15.00 Uhr. Voranmeldung und nähere Information unter 08421 (50-266) oder 50-740. Treffpunkt ist jeweils an der Museumskasse.



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