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09.12.2002

Weihnachtspost vom Bischof geht in alle Welt - Im Päckchen an die Missionare steckt auch eine CD mit Glockengeläut des Eichstätter Doms

Eichstätt. (pde) - Sie arbeiten in allen Ecken der Welt, helfen in Krankenhäusern, auf der Straße und versuchen, die Armut zu lindern: Die über 100 Missionarinnen und Missionare, Priester, Ordensleute und Entwicklungshelfer aus der Diözese Eichstätt, die in Afrika, Asien, Südamerika und den USA tätig sind. Pünktlich zu Weihnachten bekommen sie Post aus der Heimat. In dem Weihnachtspäckchen stecken neben dem Brief des Bischofs die kürzlich erschienene CD mit dem neu arrangierten Glockengeläut des Eichstätter Doms und zwei Schreiben aus dem Referat Weltkirche des Bischöflichen Ordinariats.

Flutkatastrophe und die aktuelle Situation in Afghanistan - diese beiden Ereignisse würdigt Bischof Walter Mixa in seinem Weihnachtsbrief besonders. Über die Flutkatastrophe in Sachsen und Sachsen-Anhalt schreibt er an die Missionare: „Die Hilfsbereitschaft gerade junger Menschen unseres Landes, aber auch aus allen Teilen der Welt, war rührend und ein großartiges Hoffnungszeichen.“ Auch über Afghanistan kann der Militärbischof trotz der schwierigen politischen Lage etwas Positives berichten: „In den Menschen keimt ein Aufbauwille, der uns erstaunen lässt. Diese Kraft zum Guten im Menschen lässt sich gottlob kaum besiegen.“ Mixa erzählt von seinem Aufenthalt in Afghanistan: „Die Eindrücke dort haben mich aus zweifacher Hinsicht tief bewegt. Menschen unterschiedlicher Volksgruppen, verschiedener Völker und Nationen, leider auch immer wieder verschiedene religiöse Gruppierungen verbreiten Hass, Ungerechtigkeit und Feindschaft. Oftmals stehen wir machtlos vis a vis und können nur durch Androhung von Gewalt einen einigermaßen friedlichen Status herbeiführen. Gleichzeitig verursachen diese Kriege eine unvorstellbare Armut.“ In dem einst blühenden und kulturell hoch entwickelten Land sei so gut wie alles am Boden zerstört. Mixa dankt den Missionaren „mit hoher Achtung“ für ihre Arbeit, die mit „riesigen Herausforderungen“ verbunden sei.

Prof. Dr. Bernhard Mayer, Bischöflicher Beauftragter für die Angelegenheiten der Weltkirche, befasst sich in seinem Brief mit der Entwicklung der Kirche in Osteuropa ein. „Durch meine langjährigen, intensiven wissenschaftlichen Aufenthalte bin ich mit der Lage in unterschiedlichen Gegenden Russlands sehr gut vertraut und warne deshalb vor allzu ungenauer Pauschalierung“, schreibt Mayer an die Missionare. „Wir werden in unserer Zusammenarbeit mit den gemäßigten Kräften der Orthodoxie fortfahren und natürlich in besonderem Maße die katholische Kirche in Osteuropa in ihrer Arbeit unterstützen.“ Die Begegnung mit Missionaren auf Heimaturlaub bezeichnet Mayer als „herausragendes Erlebnis“. Durch die vielen interessanten Berichte bekomme man einen sehr guten Einblick in ihr Wirken.

Auch Gerhard Rott, der Referent für Weltkirche, geht in seinem Brief auf die gegenwärtige globale Lage ein. „Trotz extremer militärischer Bemühungen scheint es nicht gelungen zu sein, den Terrorismus zu besiegen. Im Gegenteil, immer neue Anschläge auf die unterschiedlichsten Ziele lassen die Verunsicherung in der Bevölkerung wachsen.“ So sei sogar vor Anschlägen auf bayerischen Weihnachtsmärkten gewarnt worden. „Schneller und in einer nicht erwarteten Art und Weise haben uns die Folgen der extremen Gegensätze dieser Welt auch in der Heimat erreicht.“ Er hoffe, dass die Angst der Menschen nicht die Offenheit für die Probleme der Welt und der Weltkirche zurückgehen lasse. Rott berichtete von seinem Aufenthalt im indischen Poona, wo er mit Bischof Valerian D’Souza das 25-jährige Jubiläum der Bischofsweihe feierte. D’Souza hat unter anderem in Eichstätt studiert. Die institutionelle Präsenz der katholischen Kirche in Poona habe ihn tief beeindruckt, so Rott. „Neben vielen Schulen und Pfarrzentren wird jetzt auch ein Aids-Krankenhaus gebaut, ein Witwenheim sowie ein Behindertenheim sind schon errichtet und gut belegt.“

 



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