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23.03.2017

„Vom Konflikt zur Gemeinschaft“: Ökumenischer Gottesdienst zum Reformationsgedenken am 1. April in Auhausen

Die ehemaligen Benediktiner-Klosterkirche (heute evangelische Pfarrkirche St. Maria) in Auhausen. pde-Foto: Leo Hintermayr

Die ehemaligen Benediktiner-Klosterkirche (heute evangelische Pfarrkirche St. Maria) in Auhausen. pde-Foto: Leo Hintermayr

Eichstätt/Auhausen. (pde) – Einen ökumenischen Gottesdienst zum gemeinsamen Reformationsgedenken feiern katholische und evangelische Christen am Samstag, 1. April, um 16 Uhr in der ehemaligen Benediktiner-Klosterkirche (heute evangelische Pfarrkirche St. Maria) in Auhausen. Zelebranten sind der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke und der evangelisch-lutherische Regionalbischof von Augsburg, Michael Grabow.

Christen beider Konfessionen erinnern in diesem Gottesdienst an ihre leidvolle Trennungsgeschichte. Sie bitten Gott um Vergebung, auch für die Selbstgenügsamkeit, die die Spaltung unterstützt hat. Gleichzeitig danken sie für die Gaben, die Christen durch die Impulse der Reformation erhalten und wiederentdeckt haben.

Die Predigt im Gottesdienst hält Bischof Gregor Maria Hanke. In der Liturgie wirken von evangelischer Seite Dekan Armin Diener (Oettingen), Dekan Hermann Rummel (Wassertrüdigen) und Pfarrer Wolfgang Layh (Auhausen). Außerdem beteiligen sich von katholischer Seite der zweite Vorsitzende der Ökumene-Kommission des Bistums Eichstätt, Dekan Wolfgang Hörl (Neuendettelsau), und Pfarrer Tomasz Swat (Hainsfarth).  Auch Gemeindemitglieder beider Konfessionen bringen sich im Gottesdienst ein. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernehmen Kantor Reinhold Müller und der Posaunenchor Auhausen unter der Leitung von Tobias Bederke.

Seit mehr als 50 Jahren befinden sich die Katholische und die Lutherische Kirche auf dem Weg vom Konflikt zur Gemeinschaft. Diesen Weg wollen sie im Jahr des Reformationsjubiläums 2017 bewusst weitergehen. Aus diesem Grund verpflichten sich die beiden Konfessionen im Gottesdienst ihr Möglichstes zu tun, dass die ökumenische Gemeinschaft wachsen kann. Die fünf Verpflichtungen entstammen dem Bericht der Lutherisch/Römisch-katholischen Kommission für die Einheit. Symbolisch entzünden die am Gottesdienst Beteiligten für jede Verpflichtung eine Kerze am Licht der Osterkerze. Dies bringt zum Ausdruck, dass für beide Kirchen Jesus Christus das Licht der Welt ist und dass sie ohne ihn nichts vollbringen können.

Das Benediktinerkloster Auhausen wurde im 12. Jahrhundert vom Ortsadel gegründet. Unter dem letzten Abt Georg Truchseß von Wetzhausen (1499-1530) erlebte die Abtei eine Blütezeit, ehe sie in den Stürmen des Bauernkrieges und der Reformation untergehen sollte. 1534 säkularisierte der Markgraf von Brandenburg-Ansbach das Kloster. Von der Anlage ist nur die Kirche St. Maria erhalten geblieben. Auhausen liegt im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Augsburg und auf dem Gebiet der Diözese Eichstätt.

Der ökumenische Gottesdienst in Auhausen ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen im Bistum Eichstätt zum Gedenken an den Beginn der Reformation vor 500 Jahren. Weitere Termine unter www.reformationsjahr.bistum-eichstaett.de.



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