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23.03.2016

„Verrate die Flüchtigen nicht!“: Erklärung der Katholischen Stadtkirche Nürnberg

In einem Schreiben an alle katholischen Nürnberger Pfarreien und alle hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ruft der Nürnberger Stadtdekan zu einer uneingeschränkten Solidarität mit Menschen auf der Flucht auf.

Im Wortlaut:
Als Christen in Nürnberg stellen wir uns hinter Menschen in Not! Wer derzeit als Hilfe Suchender und Flüchtender unsere Unterstützung benötigt, wird sie erhalten. Als engagierte Katholikinnen und Katholiken stellen wir uns entschieden gegen jede Form der Verfolgung, Unterdrückung, Ausgrenzung und Hetze! Uneingeschränkt treten wir für die Einhaltung der Menschenrechte ein! Wir wollen unseren Beitrag zu einem friedvollen, gleichberechtigten und verständnisvollen Miteinander in unserem direkten Umfeld und in der Nürnberger Stadtgesellschaft leisten.

Gründe zur Flucht, Vertreibung und Migration können jeden von uns jederzeit treffen. Das war leider schon immer so, allein die Bibel – unsere Heilige Schrift – berichtet im Alten und Neuen Testament von unzähligen Fällen von Flucht und Asyl. „Verrate die Flüchtigen nicht!“ (Jesaja Kapitel 16, Vers 3) weist uns eindringlich darauf hin, dass Nächstenliebe und Barmherzigkeit keine Worthülsen sind, sondern zum aktiven Tun auffordern!

„Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan, das habt ihr mir getan!“ Das Zitat aus dem Matthäusevangelium (Kapitel 25) soll uns Wegweiser und Lichtstrahl sein. Die Menschenwürde verpflichtet uns. Weil wir Christen sind!

Für die Katholische Stadtkirche Nürnberg,
Stadtdekan Hubertus Förster



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