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26.08.2013

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Priester der Diözese

In der vergangenen Woche hat die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth das Generalvikariat in Eichstätt informiert, dass gegen einen Eichstätter Diözesanpriester ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen. Die Ermittlungszuständigkeit in dieser Sache liegt zunächst ausschließlich bei der Staatsanwaltschaft. Vertreter der Diözese sind mit den Gemeinden, in denen ermittelt wird, im Gespräch und haben in den Sonntagsgottesdiensten vor Ort informiert.

Dabei wurden die Gläubigen gebeten, geschwisterlich zusammenzustehen und mit Geduld die Ergebnisse der Ermittlungen abzuwarten. Unter Bezug auf die 2010 von den deutschen Bischöfen festgelegten Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger wurde betont: "Opfer sexuellen Missbrauchs bedürfen besonderer Achtsamkeit. Sie müssen vor weiterer sexueller Gewalt geschützt werden. Ihnen und ihren Angehörigen müssen bei der Aufarbeitung von Missbrauchserfahrungen Unterstützung und Begleitung angeboten werden. Sexueller Missbrauch vor allem an Kindern und Jugendlichen ist eine verabscheuungswürdige Tat. Dies gilt besonders, wenn Kleriker oder Ordensangehörige sie begehen. Die Täter fügen der Glaubwürdigkeit der Kirche und ihrer Sendung schweren Schaden zu. Es ist ihre Pflicht, sich ihrer Verantwortung zu stellen.“ Zugleich wurde unter Bezug auf die Leitlinien festgestellt: "Auch der beschuldigten Person gegenüber besteht die Pflicht zur Fürsorge. Sie steht  bis zum Erweis des Gegenteils unter Unschuldsvermutung.“

Radio K1-Beitrag:



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