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16.04.2010

Solidarität mit dem Heiligen Vater: Gottesdienst in Eichstätt zum Geburtstag von Benedikt XVI. - Kritik an offener Aggression gegen Papst und Kirche

Eichstätt, 16.4.2010. (pde) – Das Thema sexuellen Missbrauchs wird nach Auffassung des Eichstätter Bischofs Gregor Maria Hanke mehr und mehr zur offenen Aggression gegen Papst und Kirche benutzt. Er frage sich inzwischen, ob eine solche Haltung nicht einer „Kulturkampf-Mentalität vergangener Zeiten“ nahe kommt, sagte der Bischof bei einem Festgottesdienst in Eichstätt anlässlich des 83. Geburtstags und fünften Jahrestages der Wahl von Papst Benedikt XVI. Zugleich rief Bischof Hanke dazu auf, sich gerade in der aktuellen Situation um den Heiligen Vater sammeln, „um durch den Petrus-Dienst des Papstes die Stärkung unseres österlichen Glaubens zu erfahren“. Den Gottesdienst in der Eichstätter Schutzengelkirche feierte der Bischof im Rahmen einer Festveranstaltung, zu der mehrere Studentenverbindungen im Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) nach Eichstätt eingeladen hatten. Mit der Festveranstaltung gedachten die Studentenverbindungen des fünften Jahrestages ihres Ehrenmitglieds Papst Benedikt.

„Wir haben in den letzten Wochen mitverfolgt, wie die Debatte um sexuellen Missbrauch in der Kirche zielgenau in die Nähe des Papstes gelenkt wurde“, so Bischof Hanke in seiner Predigt: „also keineswegs nur mediale Aufklärung des Missbrauchs, sondern Angriff auf den Papst“. Jeder Katholik müsse sich wünschen, dass sexueller Missbrauch durch Priester und Ordensleute ans Licht kommt, „handelt es sich doch um ein schweres Unrecht gegen heranwachsende Menschen und um eine Sünde gegen die priesterliche Berufung und die Ordensprofess“. Papst Benedikt habe in unmissverständlicher Klarheit diesen Sachverhalt in seinem Brief an die irischen Katholiken dargelegt und von der notwendigen Haltung der Busse gesprochen, derer die Kirche angesichts dieser Vergehen bedarf. Doch in gewissen Medien- und Kirchenkreisen wolle man diesen klaren Standpunkt des Papstes und früheren Präfekten der Glaubenskongregation nicht wahrhaben.

Die Gläubigen bat der Bischof, sich nicht von Stellungnahmen „gewisser Meinungspäpste“ beirren zu lassen, die zum Ungehorsam gegen den Papst auffordern, ihre eigenen Meinungen und Analysen aber offensichtlich für unfehlbar hielten. Gerade in der gegenwärtigen schwierigen Lage der Kirche sei missionarische Haltung gefragt und die Bereitschaft, vom Glauben furchtlos Zeugnis abzulegen. Die Botschaft vom neuen Leben in Christus habe bleibende Gültigkeit, „aber sie erschließt ihre Anziehung und Schönheit für andere Menschen erst durch unser überzeugend gelebtes Beispiel“, so der Bischof. Der Glaube brauche die Gemeinschaft der Kirche, die sich um den Papst sammelt. Unter dem spontanen Beifall der Gläubigen rief Bischof Hanke zur Solidarität mit dem Heiligen Vater auf: „Wir danken ihm von ganzem Herzen für seinen Dienst und danken vor allem Gott mit frohem Herzen für Papst Benedikt XVI.“.

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