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11.09.2003

Professor Alois Heller wird 90 - Einer der Väter des „Grünen Katechismus“

Eichstätt/Greding. (pde) – Sein 90. Lebensjahr vollendet am 18. September Geistlicher Rat Dr. Alois Heller, von 1951 bis 1979 Hochschulprofessor für Katechetik in Eichstätt. Als Seelsorger und in der Ausbildung vieler Generationen von Priestern und Lehrern für den schulischen Religionsunterricht erwarb sich Alois Heller besondere Verdienste. Unzählige Christen haben in ihrer Schulzeit mit einem Werk Bekanntschaft gemacht, das in vielerlei Hinsicht seine Handschrift trägt: dem „Grünen Katechismus“. Heller gehörte der Gruppe von Professoren an, die diesen 1955 erschienenen „Katholischen Katechismus der Bistümer Deutschlands“ vorbereitete. Heller war auch maßgeblich an der Entstehung des ersten einheitlichen Religionsbuches für die Berufsschulen in Bayern, dem dreibändigen „Junger Mensch, Wohin?“ (1964), beteiligt.

Alois Heller wurde 1913 in Kraftsbuch bei Greding geboren. Der Jubilar studierte Philosophie und Theologie in Eichstätt und Rom. Dort wurde er auch 1940 zum Priester geweiht. Anschließend wirkte Alois Heller in der Pfarrseelsorge: als Kooperator und Pfarrprovisor in Ingolstadt/St. Anton und als Expositus in Wendelstein. 1951 wurde er zum außerordentlichen, 1956 zum ordentlichen Hochschulprofessor für Katechetik an der damaligen Bischöflichen Philosophisch-Theologischen Hochschule Eichstätt ernannt.

In seinem Wirken als Hochschullehrer zog sich Professor Heller nie auf die bloße Theorie des Religionsunterrichts zurück, sondern legte besonderen Wert darauf, im unmittelbaren Unterricht seinen Hörern die Praxis zu zeigen. Auf Diözesanebene engagierte sich Heller bei der Fortbildung von Priestern und Religionslehrern. Außerhalb des Bistums wirkte der Eichstätter Hochschulprofessor an der Entwicklung neuer Konzepte für den Unterricht mit. 1979 trat Professor Heller in den Ruhestand, den er in Eichstätt verbringt. Als Dank für seinen großen Einsatz um seinen Geburtsort, den Gredinger Ortsteil Kraftsbuch, verlieh ihm seine Heimatstadt 1990 die Goldene Stadtmedaille.