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07.02.2006

Neue Strukturen in der kirchlichen Jugendarbeit - Präsenz in der Fläche mit acht Jugendstellen und mit regionalen Zentren

Eichstätt. (pde) - Neue Strukturen sollen in der Diözese Eichstätt auch in Zeiten knapper Kassen kirchliche Jugendarbeit auf diözesaner und regionaler Ebene gewährleisten. In Absprache zwischen Bistumsleitung und Bischöflichem Jugendamt wurde ein Strukturplan erarbeitet, der zum September 2006 umgesetzt werden soll. Demnach wird für den Bereich der Jugendarbeit die Diözese in vier Regionen aufgeteilt: Nürnberg, Neumarkt, Ingolstadt und Weißenburg. Das Bischöfliche Jugendamt ist als Zentrale weiterhin in Eichstätt angesiedelt und fungiert als Vernetzungsstelle und Unterstützungssystem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort. Das neue Konzept wurde notwendig, weil die Diözese Eichstätt wegen Mindereinnahmen zu Sparmaßnahmen gezwungen ist.

Die Neustrukturierung sei für alle Beteiligten keine leichte Entscheidung gewesen, so die Jugendamtsleitung mit Simone Hoffmann und Diözesanjugendpfarrer Martin Geistbeck. Sie biete aber auch Chancen, durch Zusammenarbeit und Vernetzung Synergieeffekte zwischen Verbands- und Dekanatsarbeit zu erzielen. Dabei setze die Diözese auch auf die Seelsorgeeinheiten als Anknüpfungspunkte lebendiger Jugendarbeit vor Ort. Die regionale Aufgliederung sei zudem nicht starr, sondern lasse alle Möglichkeiten der Kooperation zwischen Regionen, Verbänden und Gemeinden. Die neue Struktur ist nach den Worten von Jugendpfarrer Geistbeck kein „Notprogramm“, sondern ein aus der Realität entstandenes „Konzept mit Zukunftsperspektiven“.

Dezentrale Anlaufstellen in den Regionen

Der neuen Struktur liegt die Entscheidung zugrunde, auch in Zukunft „in der Fläche präsent zu bleiben“. Deshalb wird es in der Diözese weiterhin dezentrale Anlaufstellen für die Jugendarbeit geben – als „wichtige Servicestellen für die Gewinnung, Qualifizierung, Beratung und Begleitung der ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen“. In jeder Region sind zwei „Jugendstellen“ – bisher „Jugendsekretariate“ - vorgesehen: Nürnberg und Schwabach, Neumarkt und die Schneemühle bei Berching, Ingolstadt und Schelldorf, Herrieden und Weißenburg. Das Jugendsekretariat Lauterhofen wird aufgelöst und das Jugendsekretariat Velburg durch die Jugendstelle Schneemühle ersetzt.

In jeder Region arbeiten jeweils zwei Jugendreferenten oder Jugendreferentinnen im Team mit einem Jugendseelsorger. Je nach Größe ihres Arbeitsgebietes sind die Jugendreferenten zugleich Ansprechpartner für einen Jugendverband oder haben einen Schwerpunkt ihrer Arbeit in einem regionalen Jugendheim. Für jede Jugendstelle und zusätzlich die Verbandsarbeit sind zudem Verwaltungskräfte mit unterschiedlicher Stundenzahl vorgesehen. In der Zentrale des Bischöflichen Jugendamtes Eichstätt arbeiten nach der Neuregelung der Diözesanjugendseelsorger, ein pädagogischer Referent für die Bereiche Bildung und BDKJ, ein theologischer Referent für die Bereiche Spiritualität und Ministranten, eine Fachkraft für geschäftsführende Aufgaben und zwei Verwaltungsangestellte. Die Umsetzung des Konzepts erfordert keine Kündigungen, nachdem bereits in den letzten Jahren eine Reihe von Stellen im Jugendbereich nicht mehr besetzt oder gestrichen worden waren und Transfermöglichkeiten gegeben sind.

Ansprechpartner für die Verbände

Für jeden Jugendverband ist einer der Jugendreferenten besonders beauftragt. Diese Ansprechpartner haben nach der Neuregelung nicht mehr zentral in Eichstätt ihren Sitz, sondern vor Ort in einer der Jugendstellen. So ist in Zukunft für die KJG der Jugendreferent in Nürnberg in besonderer Weise zuständig, für die CAJ der Jugendreferent in Neumarkt, für die DPSG der Jugendreferent in Ingolstadt. Ansprechpartner für die KSJ wird der Jugendreferent in Schelldorf, für die Kolping-Jugend der Jugendreferent in Herrieden und für die KLJB der Jugendreferent in Weißenburg.

Regionale Zentren der Jugendarbeit

In jeder Region befinden sich bereits Jugendhäuser oder Regionaljugendheime mit spezifischer Ausrichtung. Diese Zentren sollen als Kristallisationspunkte weiterhin genutzt und mit jeweils spezifischen Schwerpunkten weiterentwickelt werden. So gehört zur Region Nürnberg das Regionaljugendheim Thalmässing, in der Region Neumarkt sind das Jugendhaus Schneemühle und das Jugendhaus Habsberg die Zentren. Die Region Ingolstadt verfügt über das Regionaljugendheim Schelldorf und das Jugendhaus Schloss Pfünz. Zur Region Weißenburg gehört als Zentrum das Haus der KLJB in Fiegenstall.

 



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