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24.09.2013

„Mit Jesus in einem Boot“: Diözesane Jugendwallfahrt zum Brombachsee

Jugendgottesdienst auf der MS Brombachsee: pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Jugendgottesdienst mit Bischof Hanke auf der MS Brombachsee: pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Eichstätt/Ramsberg. (pde) – Gemeinschaftserlebnis und gegenseitige Bestärkung im Glauben standen im Mittelpunkt der ersten Jugendwallfahrt der Diözese Eichstätt am Samstag, 21. September, zum Brombachsee. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Bischöflichen Jugendamt und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). „Es ist großartig, dass so viele Jugendliche gekommen sind“, freute sich Bischof Gregor Maria Hanke. Er ermutigte die jungen Pilger, in Beziehung zu Jesus zu treten.

Unter dem Motto „Wir gehen unseren Weg“, das vom ersten Jugendseelsorger der Diözese Eichstätt Bischof Alois Brems stammt, machten sich rund 350 Jugendliche am Samstagnachmittag aus allen Ecken der Diözese zum Brombachsee auf. Eine Gruppe aus dem Dekanat Herrieden legte 46 Kilometer mit dem Fahrrad zurück, andere kamen mit dem Bus, der Bahn oder in Fahrgemeinschaften. Die letzte Etappe gingen viele zu Fuß.

Auch Bischof Gregor Maria Hanke und Diözesanjugendseelsorger Christoph Witczak wanderten mit einer Gruppe aus dem Dekanat Weißenburg-Wemding von der Jakobuskapelle bei Ramsberg nach Absberg. Geistige Stärkung für unterwegs lieferte ein Pilgerheft mit Impulsen, Gebeten und Liedern. Spätestens an den Schiffsanlegestellen kam auch Festivalstimmung auf. Dafür sorgten das Folk-Pop-Duo „Oceanblue“ am Seeufer in Allmannsdorf, Dekanatsjugendseelsorger Martin Seefried mit Gitarre in Absberg und die Rockband „Funfair“ in Ramsberg – später auch auf der MS Brombachsee.

Dass der Brombachsee im Herzen des fränkischen Seelands nicht nur für „Freizeitspaß pur“ steht, sondern sich auch mit Bibelbildern verbinden lässt, wurde bei den Andachten an den Anlegestellen und vor allem beim Jugendgottesdienst auf dem Schiff deutlich. Das Evangelium der Eucharistiefeier handelte vom Gang Jesu und des Apostels Petrus auf dem stürmischen Wasser des Sees von Genezareth. Zwar blieb der See an diesem Abend ruhig, aber ein Anspiel von zwei Jugendlichen zeigte, dass bei jungen Menschen heute – wie bei den Jüngern damals – immer wieder Zweifel aufkommen und der Glaube an Jesus oft schwerfällt.

„Das Wasser ist ein gutes Bild für unseren Lebensweg“, sagte Bischof Gregor Maria Hanke in seiner Predigt. Auch in unserem Leben gebe es immer wieder stürmische Zeiten, doch das Bild des Evangeliums zeige: „Wenn Jesus im Boot ist, dann beruhigt sich das Wasser, dann geht das Schiff des Lebens voran. Dort wo wir in Beziehung mit ihm treten, steigen wir in ein Boot ein und sind nicht einfach Freischwimmer, die den Sturmwellen des Lebens überlassen sind“. Den Jugendlichen wünschte Bischof Hanke, „dass sie über viele kleine Schritte die Beziehung zu Jesus aufbauen“. Der Weg des Glaubens sei manchmal mühsam, deshalb bedürfe es der gegenseitigen Bestärkung. „Das ist auch der tiefere Sinn dieser Wallfahrt: Uns gegenseitig zu tragen und zu bestärken“, so Hanke.

Passend zur Schiffswahlfahrt formulierten die Jugendlichen ihre Anliegen in den Fürbitten. Symbole wie der Rettungsring, „der vor dem Untergehen bei Schiffsbruch und Seenot bewahrt“, der „Anker als Sinnbild für Halt“ und das „Seil als Symbol für Verbindung“ flossen in die Gebete ein. Am Ende des Gottesdienstes führte Bischof Hanke den neuen Diözesanjugendseelsorger Christoph Witczak offiziell in sein Amt als „Kapitän der Jugendarbeit“ ein. Zudem segnete der Bischof zusammen mit Pfarrer i.R. Willibald Brems, dem Neffen des verstorbenen ehemaligen Bischofs von Eichstätt Alois Brems (1906-1987), ein Banner mit dem neuen BDKJ-Logo und dem Motto „Wir gehen unseren Weg“.

Zum Abschluss der Wallfahrt feierten und tanzten die Jugendlichen zu rockigen Klängen der „KULT-Band“ aus Nürnberg, die zuvor den Gottesdienst musikalisch gestaltet hatte. „Das Wichtigste bei der Wallfahrt war die Begegnung unterwegs und auf dem Schiff. Das zeigt, was katholische Jugend ausmacht: Wir können wirklich Gemeinschaft ermöglichen“, so das Fazit von BDKJ-Vorstand Ulrike Bergmeir.

Bei den Teilnehmenden kam das neue Angebot gut an. So lobte Sabrina aus der Oberpfalz das Wallfahrtsprogramm: „Es war eine gute Mischung: nicht zu kirchlich und nicht zu weltlich“. Rebecca aus Wassertrüdingen freute sich, „so viele gleichgesinnte Jugendliche zu treffen“. Von der guten Stimmung unter den Pilgern war Michael aus Neumarkt angetan: „Wir sind eine starke Gemeinschaft, das stand im Mittelpunkt“. „Eine Wallfahrt wie diese stärkt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern die Jugendarbeit insgesamt“, meinte Benedikt aus Schwabach.

Auch Diözesanjugendseelsorger Christoph Witczak zeigte sich „überwältigt von der Jugendwallfahrt“ und dankte allen Mitarbeitern, Helfern und Jugendlichen, „die zu der wunderbaren Feier beigetragen haben“. Er hofft, dass die Jugendlichen die Freude der Wallfahrt mit in ihre Gruppen und Verbände nehmen.

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