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19.12.2003

Katholische Jugend protestiert gegen Sparmaßnahmen im Jugendbereich - Fahrt zur Großdemonstration nach München

Eichstätt. (pde) – Die von der bayerischen Staatsregierung geplanten Kürzungen im Bereich der Jugendarbeit zerstören nach Ansicht der katholischen Jugend die Basis der Gesellschaft. Der Eichstätter Diözesanverband des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) wendet sich in einem Schreiben an die bayerischen Landtagsabgeordneten mit der Bitte, die geplanten Kürzungen im Bereich der Jugendarbeit zu überprüfen. Gleichzeitig ruft der BDKJ zu einer vom Bayerischen Jugendring am 10. Januar in München organisierten Großdemonstration gegen die Sparmaßnahmen auf.

Konkret kritisiert der BDKJ die geplante Streichung von Zuschüssen für Schulungen ehrenamtlicher Gruppenleiter. Die Teilnehmergebühren würden sich nach Wegfall der Förderung auf etwa 100 Euro verdreifachen: „Wer soll, wird und kann das bezahlen?“ So der BDKJ in seinem Schreiben an die Abgeordneten.

Der BDKJ erinnert daran, dass Kinder und Jugendliche die Zukunft für den Staat und die Kirche darstellen. Wer bei Mitarbeiterbildungsmaßnahmen spare, der würde das ehrenamtliche Engagement zerstören, von dem die Gesellschaft lebe. Im Bereich der Diözese Eichstätt gibt es nach Angaben des BDKJ derzeit 2792 ehrenamtliche Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter, die in regelmäßigen Gruppenstunden derzeit 21884 Kinder und Jugendliche betreuen. Hinzu käme projektbezogene Arbeit mit einer nicht messbaren Anzahl von Teilnehmern.

In Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring Eichstätt organisiert der BDKJ eine Fahrt zur Großdemonstration des Bayerischen Jugendringes am Samstag, den 10. Januar auf dem Münchner Odeonsplatz. Mehrere Busse werden gegen 8.30 Uhr in Eichstätt starten. Haltepunkte sind in Pollenfeld, Gaimersheim und Hepberg geplant. Der BDKJ bittet darum, sich für die Busfahrt unter der E-Mail-Adresse info@kreisjugendring-ei.de anzumelden. Ab 7. Januar ist auch das Büro unter Tel. (08421) 4303 wieder erreichbar.