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27.04.2006

KAB: "WESTPARK-Ladenschlussvorhaben zur Fußball-WM ist familienfeindlich"

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in der Diözese Eichstätt fordert vom Management des Ingolstädter WESTPARK, auf die geplante erweiterte Ladenöffnung bis 22:00 Uhr während der Fußballweltmeisterschaft zu verzichten.

Eine Verlängerung der Öffnungszeiten belaste insbesondere die im Einzelhandel vorwiegend beschäftigten Frauen. Darunter leiden dann nicht nur die Frauen, sondern vor allem auch deren Familien. Eine Verlängerung der Öffnungszeiten betrachtet die KAB daher als einen Akt der Familienfeindlichkeit.

„Die Ausweitung von Ladenöffnungszeiten im Einzelhandel führt zu einer zunehmenden Unvereinbarkeit von Familie und Beruf für die dort beschäftigten Mitarbeiter, vor allem für die Frauen“, erklärt Jutta Spille, KAB-Diözesanvorsitzende, und ergänzt: „Die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel sind schwer genug, immer weniger Personal soll immer längere Öffnungszeiten abdecken. Dabei ist dann die Entlohnung auch kaum mehr als gerecht zu bezeichnen. Wir fordern daher das WESTPARK-Management auf, sich von erweiterten Ladenschlusszeiten während der Fußballweltmeisterschaft klar und deutlich zu distanzieren und sich besser als familienfreundlicher Arbeitgeber zu profilieren“.

Die KAB als größter katholischer Erwachsenenverband in der Diözese Eichstätt werde nötigenfalls zusammen mit Bündnispartnern in der evangelisch-lutherischen Kirche und den Gewerkschaften alle ihre Mitglieder und alle verantwortungsbereiten Menschen aufrufen, verlängerte Öffnungszeiten während der Fußballweltmeisterschaft zu boykottieren.

Wenn die Fußballweltmeisterschaft vorwiegend im Zeichen des möglichen Konsums am Rande des Sportereignisses gesehen wird, dann hat dies nach Überzeugung der KAB nichts mehr mit den Idealen des Sports und des offiziellen Mottos „Die Welt zu Gast bei Freunden“ zu tun.

Die KAB weist außerdem erneut nachdrücklich darauf hin, dass viele Studien belegt haben, dass erweiterte Ladenöffnungszeiten – sei es werktags oder am Wochenende – eine zusätzliche Belastung für Fachhändler und kleinere Einzelhandelsunternehmen darstellen. Eine Erweiterung nütze nur den großen Discountern, was letzten Endes wiederum zu einem Verlust von Arbeitsplätzen im Einzelhandel führt.

 



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