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25.02.2006

„Im Auf und Ab des Lebens die Grundlinie halten“ - Zahlreiche Gläubige beim Walburgifest in Eichstätt

Eichstätt, 25.02.06. (pde) - „Ein Leben in klaren Akzenten und in deutlichen Schwerpunkten“ - das ist nach den Worten des Eichstätter Diözesanadministrators Johann Limbacher das Geheimnis der großen Anziehungskraft, die seit mehr als 1200 Jahren auch heute noch die heilige Walburga ausstrahlt. Die Eichstätter Diözesanpatronin sei nicht nur eine Gestalt der Geschichte und von historischer Bedeutung. Sie sei vielmehr eine Gestalt des Glaubens, die bis heute weiterwirkt, sagte Dompropst Limbacher beim Festgottesdienst am Walburgitag in Eichstätt. Gerade in der Hektik der Gegenwart sei ein Leben, das Ruhe ausstrahlt und Wert auf das Wesentliche legt, beeindruckend.

Man brauche nicht zu meinen, dass damals, vor so langer Zeit, die Entscheidung für die Nachfolge Jesu leichter war als heute. „Es ist eine Entscheidung, die einmal getroffen, ein ganzes Leben lang eingelöst werden muss, Tag für Tag.“ Das Fest der heiligen Walburga solle ein Impuls sein, der persönlichen Berufung zu folgen, „an dem Platz, an den uns das Leben gestellt hat“. Die Treue der Heiligen zu ihrer Berufung sei Vorbild, so der Eichstätter Diözesanadministrator: Auch die Menschen der Gegenwart seien wie Walburga eingeladen, „bei allem Auf und Ab unseres Lebens die Grundlinie zu halten, auf Gott hin das Leben auszurichten und im Dienst aneinander zu sein“.

Hunderte von Frauen aus der ganzen Diözese kamen auch in diesem Jahr am Walburgitag in Eichstätt zum Grab der Bistumsheiligen. Nach dem Festgottesdienst strömten die Wallfahrerinnen in das Pfarrheim, wo Kaffee und Kuchen serviert und meditative Bilder von Elisabeth Werner vom Frauenbund Weißenburg gezeigt wurden. Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und das Referat Frauenseelsorge der Diözese wollen durch den Festtag die Verehrung der Bistumsheiligen verstärkt ins Bewusststein rücken. Das ist den Organisatorinnen gelungen: Auch in diesem Jahr war die Pfarr- und Abteikirche St. Walburg so dicht gefüllt, dass es für viele Pilger nur noch Stehplätze gab.

Unzählige Hilfesuchende haben - so betonte auch Dompropst Limbacher in seiner Predigt - über Jahrhunderte hinweg die Erfahrung gemacht, dass man zum Grab der heiligen Walburga all die Sorgen und Nöte tragen darf, die einen bedrücken. So entwickelte sich im Mittelalter lange nach ihrem Tod eine Wallfahrtsbewegung in ganz Europa. Das „Walburgisöl“ und die Berichte über Heilungen an Leib und Seele unterstützten diese Bewegung. Die Menschen spürten: „Das Leben dieser Frau ist gelungen, wertvoll in den Augen Gottes und in den Augen der Menschen“. Und deshalb kämen auch heute noch so viele Menschen zu ihr, tragen ihre Gebete und Anliegen vor Gott: „Sie schöpfen Mut, den Weg ihres Lebens zu gehen, so wie auf ihre Weise die heilige Walburga den Weg ihres Lebens gegangen ist“.

 



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