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24.05.2006

Hilfe für Kinder in den Slums - Benefizkonzert für das Projekt Huellas der Jesuiten in Venezuela

Eichstätt. (pde) - Zugunsten eines Straßenkinderprojektes in ihrer Heimat Venezuela spielte am vergangenen Freitag auf Einladung des Referats Weltkirche Susana Quiñones im Holzersaal der Katholischen Universität Eichstätt. In seiner Begrüßung hob Domkapitular Prof. Dr. Bernhard Mayer die Notwendigkeit dieses Projektes für die Zukunft der Straßenkinder hervor. Von der Missionsprokur der Jesuiten in Nürnberg war Dr. Siegfried Grillmeyer angereist, um den Zuhörern kurz über das Projekt zu berichten. Zudem konnte er ein Grußwort aus Venezuela an die Konzertzuhörer verlesen, in dem der deutsche Jesuitenpater Klaus Väthröder für die Unterstützung dankt. Die Künstlerin wurde vom Spiritual des Priesterseminars Dr. Lorenz Gadient, der auch die Idee für das Konzert hatte, vorgestellt.

Mit den beiden Teilen des wohldurchdachten Konzertprogramms gelang Susana Quiñones ein musikalischer Brückenschlag von Europa nach Lateinamerika. Sie begann mit Schuberts A-Dur-Sonate (D. 664). Der Mittelsatz (das bekannte Andante) entfaltete sich im barocken „Holzer-Saal“. Von Tschaikowsky, dem sich die Pianistin besonders verbunden fühlt – hatte sie doch in Kiew an dem nach ihm benannten Konservatorium das Konzertdiplom mit Auszeichnung erworben – , wählte sie drei Werke aus, bei denen eine melancholische Grundstimmung vorherrscht: die Romanze op. 5, ein Notturno (Nr. 5) aus op. 19 und aus op. 51 die „Valse sentimentale“. In den drei von Claude Debussy „Estampes“ (wörtlich „Kupferstiche“) genannten Stücken „Pagodes“ (turmartige Tempelbauten in Java), „La Soirée dans Granada“ und „Jardins sous la pluie“ (in Paris) bewies die Interpretin eine nuancenreiche Anschlagskultur. Nach der Pause eröffnete sie mit den „Kinderliedern“ von Antonio Estévez eine Folge von kurzen, aber charaktervollen und rhythmisch prägnanten Werken ausschließlich südamerikanischer Komponisten.

Im Rahmenprogramm des Empfangs vor dem Konzert wurden den Gästen Weine, Säfte und Knabbereien aus dem Eichstätter Eine-Welt-Laden, der Welt-Brücke, angeboten. Obwohl sich nur wenige Zuhörer zu dem Konzert eingefunden hatten, erbrachte der Abend dennoch die stolze Summe von 315 Euro.

Mit dem Benefiz-Konzert, dessen Erlös der Missionsprokur der Jesuiten in Nürnberg zukommt, soll die Jugendbewegung Huellas (auf Deutsch „Spuren“) unterstützt werden. Über 5.000 Jugendliche zwischen 11 und 25 Jahren sind mittlerweile in ganz Venezuela in dieser von den Jesuiten gegründeten Bewegung aktiv. In den regelmäßigen Gruppen finden die Jugendlichen durch Gespräche, durch Spiele, durch Feste, durch soziales Engagement so etwas wie Halt, Begleitung und Orientierung. Dank der Hilfe der Jesuiten werden Jungen und Mädchen aus den Slums befähigt, selbst ihr Leben in die Hand zu nehmen.

 



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