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27.11.2008

Hilfe für christliche Palästinenser in Bethlehem - Ausstellung mit handgeschnitzten Olivenholzfiguren im bischöflichen Seminar

Eichstätt. (pde) - Handgeschnitzte Olivenholzfiguren aus Bethlehem zeigt eine Ausstellung im Bischöflichen Seminar Eichstätt vom 1. bis 4. Dezember. Im dortigen Jesuitenrefektorium können die Figuren und Krippen in der Zeit von 8 bis 17 Uhr nicht nur besichtigt, sondern auch gekauft werden.

Mindestens 70 Menschen sichert der Verkauf das Auskommen. Deshalb nimmt Ibrahim Al Atrash, Tourismusagent aus Bethlehem, traditionelle Olivenholzschnitzereien aus seiner palästinensischen Heimat mit nach Europa. An den beiden nächsten Wochenenden wird er seine Krippen auch auf dem Eichstätter Adventsmarkt präsentieren.

Wenn mancher Käufer auch Lust auf eine Reise ins Heilige Land bekommt, wäre es Al Atrash nur recht. "Ohne Tourismus ist Bethlehem tot, die Stadt lebt vom Tourismus", beteuert er. Die Folgen: "Seit im September 2000 die zweite Intifada losgegangen ist, zogen mindestens 150 Familien aus Bethlehem weg". Christen wie er leben dabei zwischen allen Fronten, sie haben nicht unbedingt Rückhalt im palästinensischen Volk, wo sich radikaler Islamismus ausbreitet, und die Israelis behandeln sie trotzdem wie Feinde. Dabei ist laut Al Atrash im Volk die Sehnsucht nach Frieden sehr groß.

Bethlehem ist das Zentrum der Holzschnitzerei. Nur hier verwenden die Meister dieses kunstvollen Handwerks den Olivenbaum als Rohstoff. Die Bäume können nur geschlagen werden, wenn eine Genehmigung des örtlichen Bürgermeisters vorliegt. Aus Nazareth und anderen Orten kommen die Stämme, die alle in die heilige Stadt transportiert werden. Dort müssen sie dann bis zu fünf Jahre lagern, damit sie austrocknen und ihre charakteristische Härte erreichen. Die dunkle Färbung weist auf das hohe Alter der Bäume hin.

Der Rohstoff setzt zur Bearbeitung ein hohes Maß an handwerklichem Können voraus. Mehrere Tage kann die Gestaltung einer einzigen Figur in Anspruch nehmen, denn Ibrahim Al Atrash und sein Mitarbeiter Sami Abu Aita, die etwa 60 Angestellte beschäftigen, legen großen Wert auf Qualität. Als Vorbilder für ihre Modelle dienen religiöse Gemälde.



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