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18.08.2004

Hilfe für andere als Geschenk für sich selbst - Caritas bietet zahlreiche Hilfsmöglichkeiten

Eichstätt. (pde) – „Geschenke für Sie selbst, Hilfe für andere...“ Dieses Angebot von „Caritas international“, der Auslandsabteilung des Deutschen Caritasverbandes, nutzen inzwischen etliche hilfsbereite Bürgerinnen und Bürger: zum Wohl armer und benachteiligter Menschen weltweit und damit auch zur eigenen Freude.

Wer aus Anlass eines Geburtstages oder Jubiläums auf persönliche Geschenke verzichten möchte, kann seinen Gratulanten bei der Caritas ein „Geburtstagskonto“ - bei anderen Anlässen zum Beispiel ein „Hochzeitskonto“, „Jubiläumskonto“ oder im Todesfall ein „Konto im Gedenken an“ - einrichten lassen. Gäste, Schenkende oder Trauernde spenden dann auf dieses Konto, das ihnen vor dem Ereignis bekannt gegeben wird. Von Caritas international erhält der dazu Einladende anschließend eine Namensliste der Spender mit dem Gesamtbetrag der Spenden für das ausgewählte Projekt.

Bei der Wahl der Projektes ist die Caritas-Auslandshilfe gerne behilflich. Es gibt viele Nöte, die nicht häufig im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen und deshalb keine „prominente Not“ sind. Sie sind aber häufig nicht weniger bedeutsam als die bekannten Katastrophenfälle. Wer weiß schon, dass es beispielsweise im Amazonas-Tiefland Boliviens eine weiße Pest, die „Leishmaniose“, gibt: eine durch bestimmte Parasiten ausgelöste Infektionserkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Diese Krankheit könnte ausgerottet werden, wenn sich die Lebensbedingungen, insbesondere die hygienischen Verhältnisse, für die gefährdete Bevölkerung verbessern. Die bolivianische Caritas führt deshalb eine breite Aufklärungskampagne für alle Bevölkerungsgruppen durch und setzt sich für den kostengünstigen Aufbau einer angemessenen Infrastruktur und Wasserversorgung ein. Sie möchte Gesundheitshelfer ausbilden, die neben der Erkennung der Krankheit auch gegen Ansteckungsherde vorgehen. Die zunehmenden erkrankten Menschen selbst werden mit dem Wirkstoff Glucantime behandelt. Ohne diese Behandlung führt die Krankheit zu Verstümmelungen oder Tod. Die Glucantime-Präparate sind allerdings für die Menschen vor Ort recht teuer. Die Behandlung kostet pro Patient etwa 45 Euro im Jahr.

Ein anderes Projekt: Wem ist schon bekannt, dass in Russland schätzungsweise ein Viertel der Bevölkerung unter dem Existenzminimum lebt, wie Caritas international berichtet. Weniger verwunderlich und deshalb für ein Hilfsprojekt aber um so förderungswürdiger ist, dass davon vor allem kinderreiche und unvollständige Familien mit behinderten Kindern, alleinstehende und einkommensschwache Rentner, psychisch Kranke und Familien mit bettlägerigen pflegebedürftigen Kranken betroffen sind. Um sie kümmert sich das Sozialzentrum St. Petersburg: zum Teil mit direkter materieller Hilfe in Form von Lebensmitteln, Medikamenten, Kleidung und Hygieneartikeln, zum Teil durch die Stärkung der Selbsthilfekräfte der Betroffenen durch Beratung, Training und Arbeitsvermittlung. Außerdem versucht das Sozialzentrum Behörden auf die Mängel im System hinzuweisen. Die Kosten für ein Jahr Arbeit des Sozialzentrums betragen rund 18.700 Euro. Die getätigten Ausgaben reichen von gut 350 Euro für Büromaterial bis zu knapp 5.000 Euro für Lebensmittel.

Wer über diese oder andere Projekte mehr wissen möchte oder über das Angebot „Geschenke für sie selbst, Hilfe für andere...“, kann dies bei der Caritas International in Freiburg tun (Telefon 0761 / 200-288). Gerne nimmt auch die Eichstätter Caritas Anfragen entgegen und vermittelt sie weiter: Caritasverband Eichstätt, Residenzplatz 14, 85072 Eichstätt, Telefon: 08421 / 50918, E-Mail: hildegard.sammiller@caritas-eichstaett.de.

 



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