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03.02.2006

Haushalt des Bistums Eichstätt gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent niedriger - „Sparmaßnahmen greifen“ – Strukturelle Änderungen nicht im „Hau-Ruck-Verfahren“

Eichstätt. (pde) - 82,2 Millionen Euro umfasst der Haushalt 2006 des Bistums Eichstätt, und damit knapp eine Million weniger als im Vorjahr. Der Ansatz zeige, dass die Diözese mit ihren Sparmaßnahmen auf einem guten Weg ist, stellte Finanzdirektor Domkapitular Leodegar Karg bei der Verabschiedung des Etats durch den Diözesansteuerausschuss fest. Die Haushaltslage begünstige die Bestrebungen der Bistumsleitung, „notwendige strukturelle Änderungen und Sparmaßnahmen nicht im Hau-Ruck-Verfahren durchzuführen, sondern auf partnerschaftlich-kooperativem Weg“, so Diözesanadministrator Dompropst Johann Limbacher.

Wie Finanzdirektor Karg erläuterte, gehen 2006 erstmals gegenüber dem Vorjahr die Personalkosten leicht zurück. Die Sachkosten wurden bereits in den Jahren zuvor drastisch reduziert und auch der Investitionshaushalt sei im laufenden Etat nochmals zurückgefahren worden. Der eingeschlagene Weg gebe zu Optimismus Anlass: „Die Sparmaßnahmen greifen“, so Domkapitular Karg, und es zeichne sich ab, dass die Diözese zur Deckung ihres Etats in absehbarer Zeit nicht mehr auf Rücklagen zugreifen müsse. Um den Haushalt 2006 ausgeglichen zu gestalten, entnimmt die Diözese nochmals 2,5 Millionen Euro aus Rücklagen.

41,3 Prozent der Ausgaben sind für allgemeine und besondere Seelsorge bestimmt, 15,7 Prozent für Schule und Bildung, 13,3 Prozent für soziale Dienste. Die Einnahmen resultieren zu 74 Prozent aus der Kirchensteuer, wobei von einem leichten Rückgang um knapp ein Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgegangen wird.

Unterstützung für Aufgaben der Seelsorge

Wie in den letzten Jahren liegt der Schwerpunkt der Ausgaben bei der Seelsorge: Rund 25 Millionen Euro gehen unmittelbar in die Pfarrseelsorge, knapp 8 Millionen Euro bewilligte der Diözesansteuerausschuss für Aufgaben der Jugend- und Erwachsenenseelsorge. Dazu gehören Erwachsenenbildung und berufsbezogene Seelsorge, die Arbeit der Verbände und Jugendsekretariate sowie der diözesanen Jugendhäuser und des Bistumshauses Schloss Hirschberg. Auch Bereiche wie Krankenseelsorge, Altenseelsorge und Notfallseelsorge sowie Exerzitienarbeit, Telefonseelsorge und das Netzwerk Leben erhalten finanzielle Förderung.

11 Millionen Euro sind für den Einzeletat Soziale Dienste bestimmt, aus dem caritative Einrichtungen und die Arbeit der Fachverbände - vor allem des Caritasverbandes, aber auch des Malteser Hilfsdienstes und des Sozialdienstes Katholischer Frauen - unterstützt werden. Zu den geförderten Angeboten gehören Beratungsdienste und Caritas-Kreisstellen, Hilfen für Kranke und Sterbende, Altenheime und Behinderteneinrichtungen. Rund 3,1 Millionen Euro an Zuschüssen gehen an die 192 Kindergärten und –horte im Bistum zur Unterstützung der laufenden Ausgaben sowie bei Bau- und Renovierungsmaßnahmen. 445.000 Euro stellt die Diözese für den „Solidaritätsfonds Arbeitslose“ zur Verfügung sowie weitere 440.000 Euro für Projekte in Afrika, Lateinamerika und Osteuropa.

Aus dem Einzelplan Schule und Bildung (12,9 Millionen Euro) werden unter anderem Aufwendungen für die fünf Schulen und die Fachakademie für Sozialpädagogik abgedeckt, die in Trägerschaft der Diözese Eichstätt sind. Neben Ausgaben für Schulpastoral und Fortbildung umfasst der Etat auch den Bereich Wissenschaft und Kunst.

Mit den knapp 14,3 Millionen Euro des Einzelplanes Diözesanleitung werden unter anderem die Priesterausbildung, die Dienstleistungen der Finanzabteilung und des Bauamtes, Öffentlichkeitsarbeit und die Arbeit der Laienräte sowie die gemeinsam mit dem Erzbistum Bamberg getragenen Einrichtungen der Stadtkirche Nürnberg finanziert.

Weiter reduziert wurde der Investitionshaushalt des Bistums und umfasst nunmehr knapp 11 Millionen Euro. 798.000 Euro stehen als Zuschüsse für Baumaßnahmen an pfarrlichen Gebäuden zur Verfügung. Mit insgesamt 4,7 Millionen werden Renovierungsmaßnahmen in den Gemeinden gefördert. Mit 606.000 Euro unterstützt die Diözese den Anbau und die Sanierung des Caritas-Altenheims in Weißenburg (Gesamtkosten 4,4 Millionen). Für den Kauf und die Renovierung des Franziskanerklosters Ingolstadt ist im Haushalt eine Million Euro vorgesehen.

Dem Diözesansteuerausschuss, der gemäß Satzung über den Haushalt der Diözese beschließt, gehören der Diözesanadministrator, der Finanzdirektor, drei gewählte geistliche und neun gewählte weltliche Vertreter sowie zwei weitere vom Bischof ernannte Mitglieder an.

 



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