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22.01.2020

Grundlegende Sanierung: Eichstätter Dom wird am 1. März geschlossen

Die Türme des Eichstätter Doms. pde-Foto: Maike Eikelmann

Pressekonferenz zur Domsanierung (von links): Dompfarrer Josef Blomenhofer, Sandra Werther (Staatliches Bauamt), Domkapitular Reinhard Kürzinger, Architekt Hermann Keim, Ralph Lutz vom Diözesanbauamt und Kunsthistorikerin Claudia Grund. pde-Foto: Maike Eikelmann.

Eichstätt. (pde) – Am ersten Fastensonntag, dem 1. März, wird der Eichstätter Dom für mindestens zwei Jahre geschlossen werden. Nach dem Festgottesdienst um 10.30 Uhr werden in einer Prozession das Allerheiligste und Reliquien des hl. Willibalds in die benachbarte Schutzengelkirche übertragen. Dort, in der Seminar-und Universitätskirche, werden für die Dauer der Sanierung des Langhauses und des Querschiffs des Domes alle Gottesdienste und Konzerte stattfinden. Das hat Domkapitular Reinhard Kürzinger, „Summus Custos“ des Doms, bei einer Pressekonferenz in Eichstätt bekannt gegeben. Für ihn geht damit der hl. Willibald als Gründer des Bistums Eichstätt erneut auf eine Pilgerschaft. „Während der Bauarbeiten ist der Willibaldsaltar eingehüllt. Das heißt aber nicht, dass wir mit unserem Glauben einpacken müssen.“ Auch für Dompfarrer Josef Blomenhofer bedeutet der „Auszug aus dem Dom“ keinen Zusammenbruch. Vielmehr könne man die Durststrecke auch als pastorale Chance sehen und wieder mehr darauf schauen, worauf es im Glauben ankomme.

Grund für die Schließung sind umfangreiche Renovierungsarbeiten. Laut Architekten Hermann Keim handelt es sich bei den Maßnahmen um einen „Kundendienst, um für die nächsten 50 oder 100 Jahre gerüstet zu sein.“ Zu den geplanten Maßnahmen zählen: Die denkmalgerechte statische Sanierung aller Dachstühle, der Wiedereinbau einer Wärmedämmung auf den Gewölben, die Fassadensanierung einschließlich der Fenster, die Restaurierung der steinernen Maßwerke und Gläser sowie Natursteinarbeiten an den Treppenstufen. Außerdem wird der Innenraum mit der Innenausstattung gereinigt. Auch das Beleuchtungskonzept und die Blitzschutzanlage werden erneuert.

Mit der Sanierung des Westchors, ist im Herbst vergangenen Jahres der erste von vier Bauabschnitten beendet worden. Für das Jahr 2022 ist dann die Restaurierung des Ostchors vorgesehen, den Projektabschluss bildet 2023 die Sanierung der Türme mit der Kapitelsakristei. Die Gesamtkosten werden zum jetzigen Zeitpunkt mit 15,4 Millionen Euro beziffert. Davon fallen 12,2 Millionen für den Freistaat an, das Bistum übernimmt 3,2 Millionen. Wie Ralph Lutz, Leiter der Abteilung „Bau und technische Dienste“ im Bischöflichen Ordinariat mitteilte, wird damit auch ein barrierefreier Zugang finanziert. Weitere Informationen unter www.eichstaetter-dom.de.

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