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11.07.2006

Glockenweihe im Eichstätter Dom - Neue Benediktglocke gestiftet

Eichstätt. (pde) - Eine neue, dem heiligen Benedikt geweihte Glocke erweitert das „kleine Geläute“ im Nordturm des Eichstätter Doms. Diözesanadministrator Dompropst Johann Limbacher weihte die f’’-Glocke am Montagabend. Gestiftet wurde sie von Professor Wolfram Menschick, dem früheren Eichstätter Domkapellmeister und Glockensachverständigen.

Die neue Glocke mit 56 Zentimetern Durchmesser und 105 kg Gewicht wurde von Rudolf Perner in Passau gegossen. Wolfram Menschick entdeckte die ursprünglich für eine andere Kirche gegossene Glocke. Gleich auf den ersten Blick hatte er den Eindruck, sie könne „wunderbar zu den drei Glocken in der unteren Glockenstube des Nordturms passen“ und die vierte Glocke, die wegen eines Haarrisses abgenommen worden war und im Diözesanmuseum steht, ersetzen. Noch dazu stammt die Form der neuen Glocke von Matthias Perner (1743), der als Vorfahre der heutigen Passauer Glockengießerei in Eichstätt wirkte. Mit Hilfe einer mp3-Aufnahme konnte am PC der Zusammenklang mit den drei anderen Glocken überprüft werden. Der erste Eindruck des Glockensachverständigen bestätigte sich: die Passauer Glocke war die geeignete Ergänzung für das bestehenden Geläute. Als sich Menschick dann auch bereit erklärte, diese ihn vom Klang her so beeindruckende Glocke für das Domgeläute zu stiften, stand der Anschaffung nichts mehr im Wege.

Vor wenigen Tagen wurde die Glocke über ein Fenster in den Nordturm gehoben. Nach der Weihe und Salbung wird sie nun „Gottes Lob künden, die Gemeinde zum Gottesdienst rufen, die Säumigen mahnen, die Mutlosen aufrichten, die Trauernden trösten, die Glücklichen erfreuen“, wie es im Segensgebet zur Glockenweihe heißt. Die neue Glocke trägt neben dem Hinweis auf den heiligen Benedikt die Inschriften „ora et labora“ und „AD 2006 Cathedrali Eystettensi“.

Der Eichstätter Dom hat nunmehr insgesamt 18 Glocken. 10 Glocken bilden das Hauptgeläute, zusätzlich ist in der großen Glockenstube des Nordturms die Totenglocke. Aus der kleineren Glockenstube darunter erklingt das nunmehr ergänzte Geläute von vier Glocken. Es ruft in der Regel die Gläubigen zu Werktagsgottesdiensten im Willibaldschor des Doms zusammen. Die drei alten Glocken im Südturm, dem ursprünglichen Pfarrturm, läuten, wenn zum Requiem, Rosenkranz oder Vespergottesdienst am Mittwoch eingeladen wird, sowie am Freitag um 11 Uhr.

 



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