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26.05.2006

Gegen Trinken bis zum Umfallen - Frauenbund fordert Politik zu wirkungsvollen Maßnahmen gegen Rauschtrinken bei Jugendlichen auf

Eichstätt. (pde) - Zu einem konsequenten Vorgehen gegen exzessives Rauschtrinken bei Jugendlichen fordert der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) der Diözese Eichstätt die Bayerische Staatsregierung auf. Die Einhaltung der Jugendschutzgesetze müsse strenger kontrolliert, Vorstöße müssten konsequent geahndet werden, fordert der KDFB in einem Schreiben an den für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz zuständigen Staatsminister Dr. Werner Schnappauf. Gaststätten und Diskotheken, die damit werben, für einen geringen Betrag „All you can drink Partys“ zu veranstalten, sollten mit Bußgeldern gelegt werden, „deren Höhe dem verantwortlichen Wirt wirklich weh tut“.

Die Sondersteuer auf Alkopops sei „ein Schritt in die richtige Richtung“ gewesen: „Nun muss der nächste Schritt folgen, das Verbot von ‚Binge drinking Partys’ bei Veranstaltungen, in Gaststätten und Diskotheken.“ Warnungen allein genügen nach Auffassung des Frauenbunde nicht mehr, notwendig seien vielmehr nachhaltige Maßnahmen der Politik.

In der Stellungnahme des KDFB-Diözesanverbandes wird auf eine aktuelle Gesundheitsstudie verwiesen, wonach jeder zehnte Jugendliche mindestens fünfmal im Monat exzessiv trinkt. Beängstigend sei, dass bei der Personengruppe der 12-25-Jährigen der Verbrauch hochprozentigen Alkohols dramatisch anstieg. Allein in den Jahres 2001 bis 2004 hatte sich der Anteil der Jugendlichen, die Alkopops zu sich nehmen, verdoppelt. Die Altersgruppe der 16-19-jährigen ist beim „binge drinking“ (exzessives Rauschtrinken) am stärksten vertreten.

 



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