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31.10.2012

Für eine Kultur der Achtsamkeit: Präventionskonzept für die Diözese Eichstätt vorgestellt

Schützende Strukturen für Kinder und Jugendliche gewährleisten: Mit diesem Ziel hat die Diözese Eichstätt eine Vorlage zur Prävention von Gewalt und Grenzverletzung gegenüber Kindern und Jugendlichen vorgestellt.

Sie stellten das Präventionskonzept für die Diözese Eichstätt vor: Diakon Dr. Peter Nothaft (Präventionsbeauftragter des Bistums Eichstätt), Gabriele Siegert, Generalvikar Isidor Vollnhals, Prof. Dr. Mechthild Wolff  (Hochschule Landshut und Vorsitz

Sie stellten das Präventionskonzept für die Diözese Eichstätt vor: Diakon Dr. Peter Nothaft (Präventionsbeauftragter des Bistums Eichstätt), Gabriele Siegert, Generalvikar Isidor Vollnhals, Prof. Dr. Mechthild Wolff (Hochschule Landshut und Vorsitzende des Fachzbeirates des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs bei der Bundesregierung), Bischof Gregor Maria Hanke OSB, Prof. Dr. Hans-Ludwig Schmidt (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt). Pde-Foto: Norbert Staudt

Eichstätt. (pde) – Schützende Strukturen für Kinder und Jugendliche gewährleisten: Mit diesem Ziel hat die Diözese Eichstätt eine Vorlage zur Prävention von Gewalt und Grenzverletzung gegenüber Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Anhand einer Reihe von Bausteinen sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre Pfarreien und Verbände ein auf ihre Einrichtungen zugeschnittenes Schutzkonzept entwickeln.

Viele kirchliche Einrichtungen und Verbände leisteten seit Jahren bereits gute Präventionsarbeit, stellt Bischof Gregor Maria Hanke im Vorwort der Broschüre fest. Nun soll dies auf eine noch breitere Basis gestellt werden. Alle, die im Bereich der Kirche mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt treten, hätten den Auftrag, „für eine Kultur der Achtsamkeit, des Hinhörens und der Wertschätzung einzustehen“, so der Bischof von Eichstätt.

Die Vorlage trägt den Titel „Auf dem Weg zu einer Kultur der Achtsamkeit – Weil Du es uns wert bist“. Sie wurde von einer Koordinierungsgruppe erarbeitet, die Bischof Hanke einberufen hat. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Mechthild Wolff von der Hochschule Landshut. Sie ist auch Vorsitzende des Fachbeirates des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs bei der Bundesregierung.

„Kinder und Jugendliche müssen die Gewissheit haben, dass sie offen sprechen und bei Problemen Hilfe erwarten können“, so in der Handreichung. Darum sei es notwendig, vor Ort Strukturen zu definieren, die Transparenz schaffen und Fehlverhalten verhindern helfen. Dieses Schutzkonzept wird gemeinsam von der Leitung der jeweiligen Einrichtung mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen vor Ort erarbeitet. Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern werden frühzeitig in den Prozess einbezogen und eingehend informiert. Neben konkreten Verhaltensregeln soll auch für jede Einrichtung ein Beschwerdeweg für Kinder und Jugendliche installiert werden. Darüber hinaus sind in der Broschüre konkrete Hilfen zum Umgang mit Fehlverhalten und Anweisungen für ein Vorgehen im Verdachtsfall zusammengestellt.

Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözese Eichstätt wurde eine Hotline geschaltet, die bei der Klärung von Fragen und Hinweisen helfen soll. Sie wird vorrangig von Dr. Peter Nothaft, dem Präventionsbeauftragten des Bistums, und Gabriele Siegert, Referentin Bereich „Prävention sexualisierte Gewalt“, betreut.



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