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19.06.2003

Fronleichnam mit Bischof Mixa in Eichstätt: „Den Glauben an die Gegenwart Christi in Brot und Wein nicht aufgeben!“ - Der evangelischen Auffassung mit Respekt begegnen

Eichstätt. (pde) – Zur Besinnung auf den Glauben an die wahre Gegenwart Christi im verwandelten Brot und Wein hat Bischof Walter Mixa beim Fronleichnamsgottesdienst in Eichstätt aufgerufen. Die Feier des Fronleichnamsfestes sei nicht Überbleibsel eines alten Ritus, kein alter Zopf, der sich in der traditionsbewussten katholischen Kirche gerade noch so gehalten habe. Fronleichnam sei vielmehr das noch wie vor aktuelle Fest der Begegnung mit dem „großen Geschenk der unbegreiflichen Liebe Gottes“. Die Fronleichnamsprozession sei sichtbarer Ausdruck der Verehrung des einen und wahren Gottes, der nach katholischem Glauben in diesem verwandelten Brot und Wein immer gegenwärtig sei. Das dürfe nicht bedeuten, dass man über die Auffassungen anderer Religionen und Glaubensgemeinschaften richte. Gerade auch dem evangelischen Verständnis vom Abendmahl müsse man mit Respekt und Achtung begegnen. Deswegen könne man jedoch nicht das katholische Eucharistieverständnis aufgeben.

Die zentrale Feier des Fronleichnamsfestes in Eichstätt begann mit einem Pontifikalgottesdienst im Dom. Anschließend führte die Sakramentsprozession durch die Eichstätter Innenstadt.

Ebenso wie der Glaube an einen Gekreuzigten als den lebendigen Sohn Gottes sei der Glaube an die Gegenwart des Herrn im verwandelten Brot und Wein schon immer ein Skandal gewesen, sagte der Bischof in seiner Predigt. Doch es sei Kern des katholischen Glaubens, dass in der Feier der Eucharistie durch das Wort des Priesters, der Werkzeug Jesu Christi ist, Brot und Wein in Fleisch und Blut Christi verwandelt werden. Damit gehöre auch die Verehrung der Eucharistie außerhalb der Messe zum zentralen katholischen Glaubensgut.

Dass dieser Glaube Grundlage für christliches Wirken in der Welt, für soziales Engagement sei, dafür sei Mutter Teresa von Kalkutta ein Beispiel. Für ihre Arbeit war die tägliche Feier der heiligen Messe und die Anbetung vor dem Allerheiligsten unverzichtbar. Im Blick auf das Kreuz – so habe sie einmal ihren Glauben verdeutlicht – erkenne sie, was Gott für sie getan habe. Wenn sie bei der Feier des Opfers auf den Altar schaue oder bei der Anbetung auf das Allerheiligste in der Monstranz blicke, dann wisse sie: „Gott hat nicht nur das für mich getan, sondern er ist immer für mich in der Eucharistie gegenwärtig und schenkt sich mir in diesem allerheiligsten Sakrament“.

 



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