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28.10.2005

Erwachsenenbildung ist wesentlicher Auftrag der Kirche - Mitgliederversammlung der diözesanen Erwachsenenbildung

Eichstätt. (pde) – Erwachsenenbildung innerhalb der Kirche ist ein Laienauftrag. Dies verdeutlichte Dr. Bertram Blum, der Bischöfliche Beauftragte für Erwachsenenbildung im Bistum Eichstätt im Blick auf die Neuwahlen der Pfarrgemeinderäte im März 2006. Blum sprach im Rahmen der Herbstmitgliederversammlung der Diözesanarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung im Bistum Eichstätt (KEB-DiAG). Weitere Themen waren Finanzierungsprobleme angesichts rückläufiger Zuschüsse sowie ein neues Signet für die katholische Erwachsenenbildung in Bayern und die damit verbundene Umbenennung der katholischen Stadt- und Kreisbildungswerke.

Die Kirche muss nach zahlreichen Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils „wesensmäßig in die Welt hineinwirken“, und zur Erfüllung dieses öffentlichen Auftrages braucht sie die Erwachsenenbildung. Diese gehöre damit ebenso zum „Eigentlichen“ kirchlicher Betätigung wie Liturgie, Katechese und Diakonie. Die strukturelle Anbindung der Erwachsenenbindung an den Pfarrgemeinderat als Planungs- und Organisationsgremium für die örtliche Bildungsarbeit sei nach den Worten Blums dabei unerlässlich.

In der Diskussion bemängelten die Teilnehmer, dass dieser Weltauftrag der Kirche kaum mehr gesehen werde und das Laienengagement der Pfarrgemeinderäte eher innerkirchlich ausgerichtet sei. In der Vorbereitungsphase der Neuwahlen soll daher, so der Vorschlag der Versammlung, verstärkt über den ursprünglichen Auftrag des Laiengremiums nachgedacht und diskutiert werden. Dies soll auf Workshops in den Dekanaten und bei Veranstaltungen und Mitarbeitertreffen der Bildungswerke geschehen.

Vier Stunden lang diskutierten und berieten die Vertreter der katholischen Bildungswerke der Diözese Eichstätt und Fachreferenten des Seelsorgeamtes unter der Leitung des Vorsitzenden Dr. Johannes Novotny um die Zukunft der kirchlichen Erwachsenenbildung.

Blum stellte im weiteren Verlauf der Sitzung ein neues Erkennungszeichen für die kirchliche Erwachsenenbildung vor. Es wurde von der Landesarbeitsgemeinschaft der katholischen Erwachsenenbildung beschlossen und inzwischen bundesweit eingeführt. Die drei Buchstaben „KEB“ als Abkürzung für „Katholische Erwachsenenbildung“ sind mit einem schwungvollen Bogen unterlegt. Das neue Logo soll künftig die Bildungsprogramme schmücken. Außerdem ist geplant, dass die Bildungswerke sich entsprechend umbenennen und künftig „KEB - Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis N.N.“ heißen.

Bei der Versammlung wurde ferner mitgeteilt, dass die Staatszuschüsse in fast allen Bildungswerken der KEB-Diözesanarbeitsgemeinschaft Eichstätt durch eine Umstellung des Bezuschussungsmodus auf Landesebene zurückgehen, und dass auch die kirchliche Finanzierung Probleme bereite. Die Vertreter der Bildungswerke betonten, dass diese „Zangenbewegung“ die Existenz ihrer Einrichtungen in ihrer flächendeckenden Prägung stark gefährde und für den derzeitigen Qualitätssicherungs- und Entwicklungsprozess der Bildungswerke keine Perspektive biete. Es habe zwar, wie der Vorsitzende schilderte, entsprechend einem Beschluss der letzten Mitgliederversammlung einen Schriftwechsel mit der Diözese gegeben, aber zu dem angezielten Gespräch über noch offene finanzielle Fragen und insbesondere über Strukturänderungen sei es noch nicht gekommen. Man hoffe, dass nunmehr eine von der Diözesanleitung eingesetzte Arbeitsgruppe der Erwachsenenbildung die erforderliche Planungssicherheit verschaffe. Für einen kirchlichen Dienstleistungsbereich, der wie im letzten Jahr in über 4.000 Veranstaltungen 115.000 Menschen erreicht, dürfe man das gerade im Hinblick auf die Motivation von Hunderten ehrenamtlicher Mitarbeiter erwarten.

 



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