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10.12.2007

Erfolgreiches Modell der Ausbildung zum Kirchenführer - Fortbildungstagung in Schloss Hirschberg

Eichstätt/Beilngries. (pde) – Reges Interesse gibt es im Bistum Eichstätt an der Ausbildung und Schulung von Kirchenführern. Nach neun Ausbildungskursen des Diözesanbildungswerkes, in deren Folge 168 Kirchenführer für über 100 Kirchen in der Diözese zur Verfügung stehen, lag der Akzent in diesem Jahr auf der Fortbildung. So kamen bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr die Kirchenführer zur Weiterbildung in Schloss Hirschberg zusammen. Die erste Tagung im Februar war sofort ausgebucht, so dass ein zusätzlicher Kurs angeboten wurde. Dr. Bertram Blum, der Direktor des Diözesanbildungswerkes, konnte dazu 35 Teilnehmende begrüßen. Die Fortbildungsbereitschaft der Kirchenführer spreche für die Qualität des Projektes, so Blum. Das habe sich inzwischen auch bundesweit herumgesprochen, wie die neueste Veröffentlichung der „Bensberger Protokolle“ der Thomas-Morus-Akademie dokumentiere, in der das Eichstätter Kirchenführerprojekt vorgestellt wurde.

Im ersten Teil der Fortbildung gab Rudi Schmidt, Referent für Allgemeine Öffentlichkeitsarbeit im Bischöflichen Ordinariat, den Teilnehmern rhetorische Tipps unter dem Thema „Ihr Auftritt bitte!“. Dabei ging es um Blickkontakt, Körperhaltung, Gestik oder Sprechtechnik, also um Hilfsmittel, welche die Inhalte der Kirchenführung jeweils leichter vermitteln helfen.

Zentrales Thema der Tagung war dann das „Christusbild in der Kunstgeschichte“, das Dr. Claudia Grund, die Diözesanreferentin für Kunst und Kirche, zunächst in einem Gang durch die Kunstgeschichte in seiner Entwicklung als prozesshaft aufzeigte. Aus dem Bilderverbot des Alten Testamentes kommend gebrauchte das junge Christentum anfangs Symbole wie Fisch, Christus-Monogramm oder Guten Hirten. Erst dann kam es zu Darstellungen biblischer Szenen, bevor nach der konstantinischen Wende Christus als göttlicher Weltenherrscher abgebildet wurde. Dr. Grund ging auf die große Zeit der Ikonen ab dem 8. Jahrhundert ein, denen es um überzeitliche Wirklichkeit geht, bis dann ab Beginn der Neuzeit Christus zum realistisch dargestellten Idealmenschen z.B. bei Michelangelo, Raffael und Dürer wird. Das Kreuz als Kurzformel des christlichen Glaubens, das Bild des Gekreuzigten und Passionsdarstellungen im Gang durch die verschiedenen Epochen der Kunstgeschichte waren weitere Elemente der Fortbildung, die von der Referentin mit reichem Bildmaterial präsentiert wurden.

Abschließend gab Claudia Grund Anregungen zur Erschließung von Christusbildern für die Praxis der Kirchenführung. Da geht es z.B. zunächst um das genaue Hinschauen und die Konzentration auf das Bild in seinen Einzelheiten, um die Analyse der Formensprache sowie um Gefühle und persönliche Bedeutung, die ein Bild beim Betrachter auslöst.

Zum Schluss wies Dr. Bertram Blum darauf hin, dass wegen der großen Nachfrage im Frühjahr 2009 ein zehnter Ausbildungskurs für Kirchenführer geplant sei, für den sich Interessenten schon jetzt beim Diözesanbildungswerk vormerken lassen können.

 



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