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29.05.2006

„Ein Zeichen der Solidarität setzen“ - Kollekte für Renovabis am Pfingstsonntag – Hilfe für Menschen in Osteuropa

Eichstätt. (pde) – Zur Unterstützung der Nachbarn im Osten Europas ruft Renovabis, die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, auf. Am Pfingstsonntag, 4. Juni, wird in den Gottesdiensten für dieses Anliegen gesammelt. Das Leitwort der Aktion 2006 lautet: „Vergessen ... im Osten Europas“.

„Durch die Unterstützung von pastoralen und sozialen Diensten, von Bildung und Arbeitsplätzen kann die Solidaritätsaktion Ermutigung und Zuversicht schenken“, betont der Eichstätter Diözesanadministrator Dompropst Johann Limbacher in einem gemeinsam mit allen deutschen Bischöfen unterzeichneten Aufruf. Seit der Wende der Jahre 1989/90 haben sich die Länder des früheren Ostblocks stark verändert. Demokratie und Marktwirtschaft wurden eingeführt. Der Aufbruch zur Freiheit habe vieles zum Besseren gewendet. „Weniger bekannt ist die Kehrseite dieser stürmischen Entwicklung.“ In dem Aufruf bitten die deutschen Bischöfe, ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Vielerorts habe sich die Armut verschärft. „Es leiden Kinder, deren Eltern keine Arbeit haben. Es leiden alte Menschen, Behinderte und Kranke, die keine oder nur wenig Unterstützung erhalten. Es leiden Jugendliche, die weder die Chance auf eine Lehrstelle haben noch die Möglichkeit, höhere Bildung zu erwerben.“

Im vergangenen Jahr unterstützte das katholische Osteuropa-Hilfswerk insgesamt 987 Projekte in 24 Ländern. Geografisch haben sich die Förderschwerpunkte weiter nach Osten verschoben. Die Zahl von Projekten in der Ukraine, Rumänien und in Russland nahm zu. Nach dem Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ flossen die Mittel über Partner vor Ort vor allem in die Förderung von kirchlich-pastoralen und sozial-caritativen Initiativen sowie von Bildungs- und Medienprojekten. Der Anteil von Ausgaben für Maßnahmen im Bildungsbereich liegt konstant zwischen 15 und 20 Prozent. An junge Frauen und Männer wurden 127 Studienstipendien vergeben. Auch am Aktionsbündnis gegen Frauenhandel ist Renovabis beteiligt. Im Kampf gegen die Ausbreitung von Aids in Osteuropa bewilligte das Hilfswerk 2005 mehr als 350.000 Euro. Im Bistum Eichstätt wurden im vergangenen Jahr für Renovabis 169.272 Euro gespendet.

 



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