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28.11.2009

Dienstältester Caritasbeschäftigter verabschiedet - Helmut Stephan von Hedwig Kenkel in Altenhilfeleitung abgelöst

Verabschiedung Helmut Stephan

Caritasdirektor Rainer Brummer verabschiedete Helmut Stephan (rechts) und führte Hedwig Kenkel in die Leitung der Caritas-Abteilung ambulante und stationäre Altenpflege ein. Foto: Ferstl/Caritas

Ein „Caritas-Urgestein“ hört auf. Helmut Stephan (63) arbeitet seit 1. Januar 1970 beim Caritasverband für die Diözese Eichstätt. Er ist dort der dienstälteste Beschäftigte. Heute wurde der Leiter der Abteilung ambulante und stationäre Altenpflege des Verbandes im Caritas-Wohnheim St. Alfons vor knapp 100 Gästen aus Caritas, Kirche, Politik sowie eigener Familie in die Freizeitphase der Altersteilzeit verabschiedet. Gleichzeitig führte Caritasdirektor Rainer Brummer Stephans Nachfolgerin Hedwig Kenkel (46) in der Leitung des Bereichs Altenhilfe ein.

Helmut Stephan wurde zunächst in der mittleren Führungsebene eingestellt und war für alle Verwaltungsaufgaben zuständig. Anschließend übernahm er die besondere Verantwortung für die derzeit 19 Caritas-Altenheime im Bistum, die er bis heute innehat. In dieser Zeit wurden nicht nur zahlreiche Altenheime in moderne  Pflegeheime umgestaltet. Es wurde auch ein Qualitätsmanagement eingeführt, mit dem Palliativpflege, Hospizarbeit, seelsorgliche Begleitung und Aktivierung demenzkranker Menschen in den Einrichtungen verbessert worden sind. Zwischenzeitlich war Stephan auch eine Zeit lang in der Mitarbeitervertretung des Verbandes tätig, zeitweise als deren Vorsitzender. 1995 erhielt er die goldene Ehrennadel des Deutschen Caritasverbandes.

Der frühere Direktor des Caritasverbandes für die Diözese Eichstätt, Domkapitular i.R. Johannes Schmidt, erklärte in seiner Laudatio auf Stephan: „Vier Bischöfe und vier Direktoren säumen seinen Weg und dieser ist markiert von vielen Stationen seines Wirkens.“ Von Anfang an habe Stephan dem Caritasverband als „Triebwerk“ den nötigen Aufschwung gebracht. 17 der 19 Caritas-Altenheime im Bistum seien in dessen Dienstzeit entstanden. „Herr Stephan war immer in seinem Denken und Planen eine Nasenlänge voraus“, würdigte Schmidt. Besonders hob er das 2002 unter Stephans Mitwirkung entwickelte Umweltmanagement hervor. Der Ex-Caritasdirektor nannte als Beispiele Einsparungen beim Verbrauch von Wasser, Strom und Heizenergie sowie die auf vielen Dächern aufgestellten Photovoltaikanlagen. Der „gute Ruf unserer Häuser“ sei wesentlich auch Stephans Verdienst. Schmidt selbst habe sich davon vor allem anhand des Altenheims und der Sozialstation der Caritas in Greding überzeugt, wo er heute wohnt.

„Kompetenter Ansprechpartner“ sowie „schnell, unbürokratisch und freundlich“

Eichstätts Landrat Anton Knapp sagte, Stephan war stets ein „kompetenter Ansprechpartner, der das schwierige Feld der stationären Altenpflege voll überschaut hat“. Doch auch die Verzahnung von stationärer und ambulanter Pflege habe er gefördert. Als Beispiel führte Knapp das Altenheim, die Sozialstation und Tagespflege der Caritas in Gaimersheim an, wo der heutige Landrat früher Bürgermeister war. Wilfried Mück, Verwaltungsdirektor des Landescaritasverbandes Bayern, bezeichnet Helmut Stephan als „kompetent, schnell, unbürokratisch und freundlich“. Er habe stets mit Rat und Tat zur Seite gestanden. „Wir haben diesen Schatz gerne genutzt.“ Veronika Eiberger, Caritas-Altenheimleiterin in Stein, und Andreas Rabl, der die Caritas-Altenheime in Gaimersheim und Gerolfing führt, dankten Stephan im Namen aller 19 Altenheimleiter der Caritas im Bistum. Rabl hob Stephans „Fleiß und Führungsbereitschaft“ hervor. Veronika Eiberger sagte, sie habe Stephan weniger als „Chef“, sondern mehr als “Partner“ erlebt. Anne Helmer, Referentin des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD), dankte Stephan, dass er die Altenhilfe in Deutschland „aktiv begleitet und unterstützt“ habe. Sie habe ihn als einen Mann erlebt, der den Ausgleich gesucht hat.

Anne Helmer sagte, sie sei froh, dass Stephans Nachfolgerin Hedwig Kenkel keine Unbekannte sei. Kenkel ist Mitglied im Bundesvorstand des VKAD. Im Caritasverband Eichstätt ist sie bereits seit Anfang September tätig. Hedwig Kenkel ist ausgebildete Krankenschwester und hat Wirtschaftswissenschaften sowie Gesundheitsökonomie studiert. Zuletzt war sie Leiterin des Caritas-Altenpflegezentrums in Hildburghausen (Südthüringen). Zu den bisherigen Arbeitsschwerpunkten von Hedwig Kenkel gehörten Palliativpflege, Hospizarbeit und die Förderung demenzkranker Menschen durch wegweisende Betreuungskonzepte. Ferner setzte sie sich dafür ein, dass sich junge Menschen für eine Tätigkeit in der Altenpflege interessieren und begeistern. Dies tat sie sowohl durch eigene Besuche in Schulen als auch, indem sie dieses Anliegen im VKAD thematisierte. Kenkel sagte, sie habe in Eichstätt eine gute Grundlage vorgefunden, auf der sie aufbauen wolle: motivierte Mitarbeiter, Altenheime in baulich guten Zuständen und ein „hervorragendes Umweltmanagement“. Sie machte aber ebenso deutlich, dass alte und pflegebedürftige Menschen in Zukunft auch „neue Wohn- und Lebensformen“ bräuchten. Caritasdirektor Brummer hob den „reichhaltigen Erfahrungsschatz“ Kenkels hervor, den sie in ihrer kurzen Zeit beim Verband bereits „in souveräner Weise“ gezeigt habe.

Helmut Stephan dankte allen Menschen, die ihn auf seinem vier jahrzehntelangen Caritas-Dienstweg begleitet haben. Seiner Nachfolgerin Hedwig Kenkel empfahl er, „die Bedürfnisse der alten Menschen aufzuspüren und auf Bewährtem aufzubauen“. Hinsichtlich der Entwicklung im sozialen Bereich grundsätzlich warnte Stephan: „Wenn wir die Ökonomie und nicht mehr den Menschen in den Mittelpunkt stellen, dann gehen wir in die falsche Richtung.“ (Peter Esser)



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