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27.09.2012

Der Eichstätter Komponist Günter Thim: Konzert zum 90. Geburtstag

Geboren ist er in Eichstätt zwar nicht, aber seit 1962 lebt er hier und wirkt als freischaffender Komponist in der Bischofsstadt: Günter Thim, der heuer seinen neunzigsten Geburtstag feiern konnte.

Geboren ist er in Eichstätt zwar nicht, aber seit 1962 lebt er hier und wirkt als freischaffender Komponist in der Bischofsstadt: Günter Thim, der heuer seinen neunzigsten Geburtstag feiern konnte. Er war und ist ein produktiver Künstler; sein Werkverzeichnis umfasst mehr als 100 umfangreichere Werke aus dem Bereich symphonischer und konzertanter Musik, dem vokalen chorischen und solistischem Chambre, der Instrumental- und Kammermusik und zahlreichen Arbeiten für das Laien- und Jugendmusizieren.

Günter Thim studierte Pädagogik, Musikwissenschaft und Kunstgeschichte sowie Klavier und Komposition in Marburg, Stuttgart und Berlin. Einen prägenden Einfluss auf seine Kompositionsweise übte vor allem sein direkter Lehrer Hans Wünsch aus, dessen Technik kontrapunktischer Schreibweise mit Vorliebe für kanonische Entwicklung und eine klare, beinahe asketische Strukturgebung sich bei ihm wiederfinden lassen. Auch Thims Tonsprache ist herb, häufig bitonal angelegt, aber immer organisiert rund klingend, in sich klar abgestuft.

Das Konzert, das zu seinen Ehren am Sonntag, 30. September, im Rahmen der „Eichstätter Seminarkonzerte“ um 17.00 Uhr in der Schutzengelkirche stattfindet, gestalten das Vokalensemble „OPUS VOCALE“ unter der Leitung des Berliner Chordirigenten und Kantors Volker Hedtfeld und Rudolf Pscherer, der Organist und musikalische Hausherr der Schutzengelkirche, überwiegend mit Werken des Jubilars.

Mit dem 1991 entstandenen Psalm „Preiset den Herrn“ steht das neueste der drei Chorstücke am Anfang des Programms. Den Gegenpart bildet die 1956 entstandene „Messe in A“. Zwischen diesen beiden Vokalwerken steht – quasi als Vergleichsobjekt – die Motette „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ aus der „Geistlichen Chormusik“ von Hugo Distler (1908-1942).

Den äußeren Rahmen des Konzertes bilden Orgelwerke von Günter Thim. Am Beginn steht die Sammlung  „Fünf kurze Orgelstücke“ aus dem Jahre 1980. Den Abschluss bildet die umfangreichere „Fantasie (in E)“, die als prämiertes Stück für das „Regensburger Orgelbuch“ zum 100-jährigen Bestehen des Musikverlages Feuchtinger & Gleichauf 1991 entstanden ist.

In der Mitte des Programmes können die Hörer eine Uraufführung miterleben. Neben der Choralbearbeitung „Erschienen ist der herrlich Tag“ des Berliner Komponisten Ernst Pepping (1901-1981) erklingt zum ersten Mal Günter Thims 1998 entstandenes, meditatives „Nachtstück für Orgel“, das bisher öffentlich noch nie erklungen ist.



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