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30.07.2012

Dem „Unding der Seele“ nachspüren - Sonderausstellung im Eichstätter Diözesanmuseum

Unter dem Titel „Unding der Seele“ präsentiert das Domschatz- und Diözesanmuseum Eichstätt von 1. August bis 4. November in einer Sonderausstellung Werke von Norbert Nolte.

Eröffnung Sonderausstellung

Eichstätt. (pde) – Mit Hilfe der Kunst dem Unfassbaren auf die Spur kommen: Unter dem Titel „Unding der Seele“ präsentiert das Domschatz- und Diözesanmuseum Eichstätt von 1. August bis 4. November in einer Sonderausstellung Werke von Norbert Nolte. Die gezeigten Collagen und Lackarbeiten greifen Themen auf, die existenzielle Fragen des Menschseins berühren.

Eine Reihe der Arbeiten ist als „Seelenschau von Bild zu Bild“ angelegt, so der Künstler bei der Ausstellungseröffnung am 29. Juli: Gleiche Motive in serieller Arbeit variieren und lassen die Aussagen des Bildes in immer neuen Aspekten aufleuchten. „Wenn das Werk etwas mit den Betrachter macht, ihn bewegt“ dann sei es gelungen, so Nolte. Ebenso aber sei die Intention seines künstlerischen Schaffens erfüllt, „wenn die Arbeit beim Betrachter für einen Moment zu einer Form inneren Friedens beiträgt“.

Für die Ausstellung wurden rund 90 Werke, darunter auch mehrteilige Arbeiten aus den vergangenen 20 Jahren ausgewählt. Eine bekannte Werkreihe sind die anima-Bilder, bei denen sich Nolte eines Holzschnittes aus dem 16. Jahrhundert bedient. Gezeigt werden ferner eine Reihe neuer Arbeiten, darunter auch Installationen. Norbert Nolte, geboren 1952, studierte an der Gesamthochschule (GHK) Kassel und ist in Nürnberg und Pforzheim tätig.

Der Titel der Ausstellung „Unding der Seele“ bezieht sich auf ein Exponat, das einen in der Kunstgeschichte immer wieder gewagten Versuch verkörpert, mit künstlerischen Mitteln bildlich das Unsichtbare darzustellen, das den Menschen als etwas Einmaliges, als göttliches Geschöpf ausmacht. Seit jeher bemühen sich Künstler, die menschliche Seele anschaulich zu machen, wenn sie transzendentale Themen bearbeiten, so Museumsleiter Dr. Emanuel Braun. „Ein weiterer solcher Versuch ist ‚Unding der Seele’. Norbert Nolte kann mit seiner Kunst sich und den Betrachter dazu bringen, das Exponat atmosphärisch und losgelöst von Zeit zu rezipieren“.

Für seine Schau beschäftigte sich der Künstler intensiv mit den faszinierenden, von Karljosef Schattner gestalteten Ausstellungsräumen des Museums am Dom und entwickelte ein Konzept, das seine Werke in einen Dialog zu den historischen Exponaten und zu räumlichen Situationen treten lässt.

Am Sonntag, 5. August, lädt das Diözesanmuseum zu einem Gespräch mit dem Künstler zur aktuellen Ausstellung ein. Beginn ist um 14.30 Uhr an der Museumskasse. Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog, der verschiedene Essays enthält.

Geöffnet ist das Domschatz- und Diözesanmuseum in den Sommermonaten jeweils von Mittwoch bis Freitag von 10.30 bis 17.00 Uhr, am Samstag sowie an Sonn- und Feiertagen von 10.00 bis 17.00 Uhr. Weitere Informationen unter „www.dioezesanmuseum-eichstaett.de“.

 



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