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04.08.2020

Caritas ruft zu Spenden für Flüchtlinge in der Coronakrise auf

Eichstätt - Für Flüchtlinge, die unter der Corona-Pandemie leiden, bittet der Caritasverband für die Diözese Eichstätt um Spenden. Für dieses Anliegen führen die Hilfswerke Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe in diesem Jahr ihre gemeinsame Sommeraktion „Die größte Katastrophe ist das Vergessen” durch.

Gerade Menschen auf der Flucht seien einem erhöhten Risiko ausgesetzt und bräuchten daher besonderen Schutz, sonst könnten sie zu tragischen Opfern der Pandemie werden, erklären die beiden kirchlichen Hilfswerke. 

„Die Staaten müssen im Kampf gegen das Virus auch Menschen auf der Flucht im Blick haben", erklärt der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Prälat Peter Neher. Doch gerade sie seien meist von Epidemie- und Katastrophenplanungen der Staaten ausgeschlossen. Ein Beispiel stellten Grenzschließungen dar, die Menschen daran hindern, internationalen Schutz vor Verfolgung und Gewalt in Nachbarländern zu finden. „Die Möglichkeit auf Einreise in den Nachbarstaat, um das Leben zu retten, darf nicht einfach Corona-Maßnahmen geopfert werden", kritisiert Neher. Ein großes Problem wird auch darin gesehen, dass Menschen auf der Flucht meist nur provisorisch untergebracht seien: oft in riesigen Camps, wo der Ausbruch der Seuche katastrophale Folgen hätte. „Gerade hier leben die Menschen dicht zusammengedrängt. Abstandsregeln sind in diesem Kontext vollkommen abwegig”, sagt Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe.Solche Camps wie beispielsweise das Rohingya-Camp Kutopalong in Bangladesch böten dem Virus für seine Verbreitung die besten Bedingungen. Daher seien Aufklärung der Menschen in diesen Lagern sowie die Verteilung von zumindest minimaler Schutzausrüstung immens wichtig.

Diakonie Katastrophenhilfe und das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbands erinnern mit ihrer Aktion „Die größte Katastrophe ist das Vergessen” jedes Jahr an Katastrophen, die drohen, aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verschwinden. In diesem Jahr steht das Schicksal der fast 80 Millionen Menschen auf der Flucht während der Corona-Pandemie im Mittelpunkt. Beide Hilfswerke haben ihre Projekte weltweit mit Corona-Maßnahmen erweitert oder zusätzliche Initiativen gegen die Pandemie ergriffen. 

Spenden können mit dem Stichwort Hilfe für vergessene Katastrophen überwiesen werden. Zum Ausstellen von Spendenbescheinigungen wird um Angabe des Namens und der vollständigen Anschrift auf dem Überweisungsträger gebeten.Konten des Caritasverbandes Eichstätt: Liga ( IBAN DE94 7509 0300 0107 6173 13 ), Sparkasse Ingolstadt Eichstätt ( IBAN DE54 7215 0000 0018 0100 33), Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG ( IBAN DE66 7216 0818 0009 6010 07). Es kann auch online unter www.caritas-eichstaett.de gespendet werden.

Quelle: Caritas



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