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28.02.2004

Bischofsweihe in Leitmeritz - Eichstätter Delegation im Partnerbistum

Eichstätt/Leitmeritz. (pde) – An den Feierlichkeiten zur Bischofsweihe von Pavel Posad (50) zum Bischof der Eichstätter Partnerdiözese Leitmeritz (Litomerice) in Nordböhmen (Tschechische Republik) am Samstag, den 28. Februar nahm auch eine Delegation des Bistums Eichstätt teil. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung nahmen der Prager Erzbischof, Kardinal Miloslav Vlk und der Amtsvorgänger von Posad, Bischof Josef Koukl die Weihe vor. Koukl gab die Leitung der Diözese nach 15 Jahren ab und trat in den Ruhestand.

Das Bistum Eichstätt unterhält mit dem Bistum Leitmeritz seit mehreren Jahrzehnten partnerschaftliche Kontakte. Der Eichstätter Generalvikar Dompropst Johann Limbacher äußerte die Hoffnung, dass diese Partnerschaft besonders nach dem EU-Beitritt der Tschechischen Republik der europäischen Einigung neue Impulse verleihen wird. Limbacher überbrachte die Grüße des Bischofs und lud den neugeweihten Bischof zu einem Besuch im Bistum Eichstätt ein.

Gerhard Rott vom Referat Weltkirche und Hans Heppner, Vorsitzender des Sachausschusses christliche Ostarbeit im Diözesanrat der Katholiken luden die Jugendlichen des Bistums Leitmeritz ein, 2005 die Tage vor dem Weltjugendtag in Eichstätt zu verbringen und anschließend gemeinsam mit den Jugendlichen aus dem Bistum Eichstätt zum Weltjugendtag nach Köln zu fahren.

Der Vorsitzende des Eichstätter Diözesanrates, Dieter Salomon, und der Geschäftsführer des Diözesanrates, Richard Ulrich überbrachten die Glückwünsche der Eichstätter Laien. In seiner nächsten Vollversammlung wird sich der Eichstätter Diözesanrat mit der Thematik des Zusammenwachsens zwischen Ost und West intensiv beschäftigen.

Die Ackermann-Gemeinde des Bistums Eichstätt pflegte seit Jahrzehnten die Kontakte mit dem Priesterseminar Leitmeritz. Zu Zeiten der kommunistischen Herrschaft erforderten diese Begegnungen zuweilen einige Kreativität. So wurde der Schmuggel eines Messgewandes in den 70er Jahren des letzten Jahrhundert durchaus einmal als "Königsmantel für ein Theaterstück" deklariert.

Die Diözese Leitmeritz war bis 1945 überwiegend von Deutschen bewohnt. Nach der Vertreibung der Sudetendeutschen erlebte das Gebiet am Rand des böhmischen Mittelgebirges einen gravierenden Strukturwandel, der bis heute noch nicht abgeschlossen ist. Nach dem Ende des Kommunismus kamen neue, noch nicht gelöste Probleme auf die Kirche von Leitmeritz zu. Nach den Worten des Prager Erzbischofs Kardinal Miloslav Vlk steht der neue Bischof vor vielen schwierigen Aufgaben. So existieren vor allem auf den Dörfern kaum noch kirchliche Strukturen. Auch leidet die Region immer noch unter den Folgen des Elbehochwassers vom August 2002.

An der Weihefeierlichkeiten nahmen außer der Eichstätter Delegation noch weitere Vertreter der deutschen Bistümer teil. Neben den Nachbarbistümern Dresden-Meißen und Görlitz konnten noch Gesandte aus den Diözesen Magdeburg, Erfurt, Hildesheim und Limburg begrüßt werden.

Zahlreiche Fotos von der Bischofsweihe in Leitmeritz sind über die Presseecke auf unseren Internetseiten herunterladbar: www.bistum-eichstaett.de/presse.

 



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