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28.04.2012

Berufen in die Hirtensorge Christi: Weihe von sechs Neupriestern

Die Anerkennung der Größe und Macht Jesu Christi als den guten Hirten bewahrt die Kirche gerade in der gegenwärtigen aufgewühlten kirchlichen Lage vor Missverständnissen und Fehlinterpretationen. Eine Teilhabe an der Hirtensorge Christi, zu der die Priester berufen sind, bedeutet deshalb ein Hirtendienst als Sendung in die Liebe an den Menschen.

Weihe durch Handauflegung und Gebet: Bischof Gregor Maria Hanke OSB weihte im Eichstätter Dom sechs Diakone zu Priestern.

Weihe durch Handauflegung und Gebet: Bischof Gregor Maria Hanke OSB weihte im Eichstätter Dom sechs Diakone zu Priestern.

Sechs neue Priester für das Bistum Eichstätt. Bischof Gregor Maria Hanke OSB weihte (von links): Clemens Mennicken, Christof Schaum, Adriano Sturchio, Sebastian Stanclik, Dominik Pillmayer, Wolfgang Hagner

Sechs neue Priester für das Bistum Eichstätt. Bischof Gregor Maria Hanke OSB weihte (von links): Clemens Mennicken, Christof Schaum, Adriano Sturchio, Sebastian Stanclik, Dominik Pillmayer, Wolfgang Hagner

Eichstätt. (pde) – Die Anerkennung der Größe und Macht Jesu Christi als den guten Hirten bewahrt die Kirche gerade in der gegenwärtigen aufgewühlten kirchlichen Lage vor Missverständnissen und Fehlinterpretationen. Eine Teilhabe an der Hirtensorge Christi, zu der die Priester berufen sind, bedeutet deshalb ein Hirtendienst als Sendung in die Liebe an den Menschen, so der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke OSB bei der Weihe von sechs Diakonen im Dom zu Eichstätt zu Priestern.

In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte der Bischof das Bild von Jesus Christus als den guten Hirten aus dem Johannesevangelium. Durch seinen Kreuzestod habe dieser jedoch die Hirtenregel umgekehrt. Der Hirte in der Natur pflege seine Herde um schließlich von ihr Gewinn für den eigenen Lebensunterhalt zu bekommen. Christus dreht dieses Prinzip um: Die Schafe sollen Gewinn nehmen vom Hirten. Maßstab für die Teilhabe des Priesters am Hirtendienst Christi ist deshalb dessen maßlose Liebe und Hingabe zum Menschen.

Das Bild vom guten Hirten und den Schafen aus dem Evangelium ist für Bischof Hanke auch eine geistliche Provokation. Es schaffe im modernen Menschen Befremden, denn zwischen dem Hirten und seinen Schafen besteht kein Verhältnis auf Augenhöhe. „Wer möchte heute im Zeitalter der Gleichheit und Gleichberechtigung Schaf sein?“ Allerdings betont der Bischof weiter: Wer die göttliche Fülle Christi nicht anerkenne, reduziere Christus auf einen geistlichen Meister oder besonders begnadeten außerordentlichen Menschen. Das Ergebnis wäre eine Nivellierung des Verhältnisses zwischen „dem Schaf und dem guten Hirten“. Ohne eine lebendige Beziehung zu Christus in Anerkennung der Größe und Macht Gottes wäre das Volk Gottes eine „seelenlose Masse“.

Zu Priestern für die Diözese Eichstätt wurden geweiht: Wolfgang Hagner (Heimatpfarrei: St. Willibald, Neumarkt-Woffenbach, Praktikumspfarrei: Erzengel Michael, Lauterhofen), Clemens Mennicken (Heimatpfarrei: Mariä Himmelfahrt, Neresheim, Praktikumspfarrei: Mariä Aufnahme in den Himmel, Roth), Dominik Pillmayer (Heimatpfarrei: St. Walburga, Beilngries, Praktikumspfarrei: St. Franziskus von Assisi, Neuendettelsau), Christof Schaum (Heimatpfarrei: St. Marien, Saarbrücken-Dudweiler, Praktikumspfarrei: Zu Unserer Lieben Frau, Neumarkt), Sebastian Stanclik (Heimatpfarrei: Mariä Himmelfahrt, Moormerland-Oldersum, Praktikumspfarrei: St. Vitus und St. Deocar, Herrieden), Adriano Sturchio (Heimatpfarrei: St. Jakobus d. Ä., Feldkirchen, Praktikumspfarrei: Herz Jesu, Ingolstadt)

Video der Predigt| Video: Vorstellung der Kandidaten | Bildergalerie |  Ausführliche Porträts der Neupriester in der Kirchenzeitung



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