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18.12.2007

Aussendung der Sternsinger am 30. Dezember in Wemding - Hilfe für Kinder in Not

Eichstätt/Wemding. (pde) - Bischof Gregor Maria Hanke wird die Sternsinger des Bistums Eichstätt am 30. Dezember in die Familien und Pfarreien des Bistums aussenden. Die Gruppen aus allen Teilen der Diözese treffen sich gegen 14 Uhr an der Stadthalle in Wemding. Dort besteht Gelegenheit zum Umkleiden. Ab 14.30 Uhr stellen sich die anwesenden Sternsingergruppen vor. Außerdem gibt es Informationen und einen Film zur Sternsingeraktion. Die Kinder und Jugendlichen ziehen anschließend ab 15.15 Uhr von der Stadthalle über das Amerbacher Tor und die Wallfahrtsstraße zum Marktplatz, wo sie zunächst vom Bürgermeister begrüßt werden. Der Zug endet in der Stadtpfarrkirche, wo Bischof Hanke ab etwa 15.45 Uhr mit den Sternsingern den Aussendungsgottesdienst feiern wird. Nach dem Gottesdienst ziehen die Gruppen wieder zurück zur Stadthalle. Dort sind noch eine Begegnung und ein Fototermin mit dem Bischof vorgesehen.

Bundesweit feiern die Sternsinger in diesem Jahr das 50. Dreikönigssingen. 1959 wurde die Aktion erstmals gestartet und wurde inzwischen zur weltweit größten Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Rund 436 Millionen Euro wurden seither gesammelt, gut 36.800 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 49. Aktion zum Jahresbeginn 2007 sammelten die Mädchen und Jungen aus 12.223 Pfarrgemeinden bundesweit 38,8 Millionen Euro. Im Bistum Eichstätt erbrachte die letzte Sternsingeraktion 907.570,11 Euro.

Bereits seit 1955 sind im Bistum Eichstätt die Sternsinger im Einsatz. Damals waren die Kinder und Jugendlichen ausschließlich für Projekte im Eichstätter Partnerbistum Poona (Indien) unterwegs. Heute wird der Erlös geteilt. Mit der Hälfte des ersungenen Geldes werden die Projekte des päpstlichen Missionswerkes der Kinder unterstützt. Die andere Hälfte geht weiterhin in die Partnerdiözese Poona. Bischof Valerian D´Souza aus Poona plant verschiedene Projekte, etwa die Betreuung von körperlich und geistig Behinderten in Poona oder die „Schule auf der Straße“ mit Kindern aus den Slums. Im Blickpunkt des Kindermissionswerkes sind Straßenkinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten sowie Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können. Aber auch Kinder, denen Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten, in Flüchtlingslagern oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen, werden jedes Jahr aus den Mitteln der Aktion versorgt.

Die Sternsingergruppen der Diözese Eichstätt führen ein pfarramtliches Empfehlungsschreiben mit sich. In der Regel werden auch die Termine bekannt gegeben, zu denen die Sternsinger in den jeweiligen Pfarreien unterwegs sind. Das Zeichen C+M+B („Christus mansionem benedicat“), das die „drei Könige“ über die Haustüren schreiben, drückt aus: Christus soll dieses Haus das ganze Jahr über behüten.