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01.03.2020

Abschied vom Dom: Eichstätter Kathedrale bleibt für zwei Jahre geschlossen

Auszug aus dem Dom

Domkapitular Reinhard Kürzinger (mit Bauhelm) trägt eine Reliquie des hl. Willibalds bei der Prozession. pde-Foto: Bernhard Löhlein.

Eichstätt. (pde) – Mit einem festlichen Gottesdienst haben das Bistum und die Gemeinde der Dompfarrei vorübergehend Abschied vom Eichstätter Dom genommen. Wegen der grundlegenden Sanierung bleibt die Kathedrale für mindestens zwei Jahre geschlossen. Zu Beginn des Gottesdienstes am 1. Fastensonntag verglich Bischof Gregor Maria Hanke den Auszug aus dem Dom mit dem Bild einer pilgernden Kirche. Bei der Domsanierung gehe es nicht nur um einen technokratischen oder künstlerischen Akt, sondern auch um das Aufbrechen, das Unterwegs sein auf das Ziel einer Erneuerung im Glauben hin. Domkapitular Reinhard Kürzinger, der „Summus Custos“ (oberster Wächter) des Doms, zeigte in seiner Predigt auf, dass auch das Leben eine einzige Baustelle sei. „Unser Dasein ist unfertig, unsicher, unvollkommen. Die Baustellen des Lebens aufzuzählen und die nötigen Reparaturarbeiten zu beginnen – das wäre ein umfassendes Sanierungskonzept in der Fastenzeit.“

Nach dem Gottesdienst wurden in einer Prozession das Allerheiligste und eine Kopfreliquie des Diözesanpatrons, des hl. Willibalds, in die naheliegende Schutzengelkirche übertragen. Für die Dauer der Sanierung des Langhauses und des Querschiffs des Doms werden dort die meisten Gottesdienste und Konzerte stattfinden.

45 Jahre nach der letzten großen Sanierung, bei der der Eichstätter Dom geschlossen werden musste, werden erneut umfassende Renovierungsarbeiten vorgenommen. Als problematisch erweist sich derzeit die geplante Aufstellung zweier Kräne auf dem Domplatz. Aus Gründen der Denkmalpflege können diese nicht im Boden verankert werden, da sich unter dem Domplatz Gräber eines ehemaligen Friedhofs und die die Ruine einer alten Kapelle befinden. Die Renovierung wird im Jahr 2023 abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten werden zum jetzigen Zeitpunkt mit 15,4 Millionen Euro beziffert. Davon fallen 12,2 Millionen für den Freistaat an, das Bistum übernimmt 3,2 Millionen.

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