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25.11.2016

4.000 faire Nikoläuse fürs ganze Bistum

Die Katholische junge Gemeinde ist Anlaufstelle für Pfarreien, Kindergärten und andere Kunden. Unter dem Motto „Nikolaus statt Santa Claus“ nimmt die KjG Bestellungen aus dem ganzen Bistum Eichstätt entgegen und beteiligt sich damit an einer 2008 gestarteten Kampagne der KjG-Landesstiftung.

KJG auf der Consumenta

Auf der Consumenta in Nürnberg warb die KjG der Diözese Eichstätt kürzlich für „Nikolaus statt Santa Claus“. Nikolaus Michael Sußbauer wurde unterstützt von Elisabeth Mertl (M.) und Ann-Kathrin Scherbl. Foto: vb

Es gibt ein paar Tage im Jahr, da ist Elisabeth Mertl in ihrem Büro „umringt von tausenden von Männern“, wie sie scherzhaft versichert. Doch die Verwaltungsangestellte im Büro des Diözesanverbands der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) in Nürnberg hat es dabei mit Zimmergenossen aus Bio-Vollmilchschokolade zu tun.

Für die Jugendarbeit

Jährlich werden dabei knapp 10.000 Schokoladennikoläuse über den St. Benno-Verlag in Leipzig bezogen und an Kindergärten, Pfarreien und andere Abnehmer verkauft. Ein kleiner Teil des Verkaufspreises von 1,50 Euro pro Stück fließt in die Jugend- und Bildungsarbeit der KjG. Nebenbei wird der Faire Handel unterstützt und das Gedenken an den echten heiligen Nikolaus bewahrt, der in den Supermärkten zusehends durch mehr oder weniger geschmacklose Weihnachtsmänner verdrängt wird.

Lang bevor die ersten Glühweinbuden öffnen, verschickt Mertl jedes Jahr im Spätsommer bistumsweit die Einladung zur Nikolaus-Aktion des Jugendverbands. Anmeldeschluss für Bestellungen ist Ende September. Mal werden nur kleine Posten geordert, mal gleich 300 Stück. „Letztes Jahr haben wir in der Diözese Eichstätt bayernweit die meisten Nikoläuse verkauft: 4.060 Stück“, betont Mertl stolz. Eine große Lieferung ging zum Beispiel an die gemeinnützige GmbH katholischer Kindertagesstätten in Ingolstadt. Die Wallfahrt Wemding gehörte ebenso zu den Kunden wie viele Pfarrämter, die die Schokonikoläuse als kleines Dankeschön für ihre Ministranten und andere Ehrenamtliche orderten. „In letzter Zeit bestellen auch viele Altenheime“, erzählt Mertl und nennt als Beispiel das Neumarkter Johanneszentrum. Das Jugendhaus Pfünz ist ebenso vertreten wie die Maria Ward-Realschule in Eichstätt oder die Bistumsverwaltung. So mancher Chef stellt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jedes Jahr einen fairen Nikolaus auf den Schreibtisch, weiß Mertl. Sogar nach Barcelona hat sie kürzlich ein Paket verschickt: 120 schokoladige Überraschungen für die deutschsprachige Gemeinde von Pfarrer Ottmar Breitenhuber.
Süßes im Kofferraum

Wenn der Benno-Verlag die KjG-Nikoläuse Mitte November per Spedition im Diözesanbüro in Nürnberg anliefert, werden die Abholer verständigt. Wer nicht extra in die Noris fahren will, kann seine Bestellung auch im Bischöflichen Jugendamt in Eichstätt oder an eigens vereinbarten Orten entgegennehmen. Mertls Kolleginnen und Kollegen packen bei Dienstfahrten in der Diözese gerne Nikoläuse in den Kofferraum. Gegen eine Verpackungs- und Versandpauschale werden die Schokofiguren aber auf Wunsch auch verschickt.

Grundsätzlich hält das KjG-Team  über die bestellten Nikoläuse hinaus noch einen kleinen Vorrat  bereit, der beispielsweise am Weihnachtsmarkt in Nürnberg-Langwasser angeboten wird. Auch auf der Verbrauchermesse Consumenta hieß es „Zeichen setzen! Nikolaus statt Santa Claus.“
Elisabeth Mertl verschenkt nur noch echte Nikoläuse an ihre drei erwachsenen Kinder und andere Bekannte. „Ich find’ die Schokolade wirklich gut“, urteilt sie und hält mit ihrer Meinung über Santa Claus im Supermarktregal nicht hinterm Berg: Den schwarzberockten Typen mit Sonnenbrille findet sie „entsetzlich“ und ergänzt energisch: „Menschenskinder, wir haben doch einen Nikolaus. In jedem Kindergarten lernen doch die Kinder seine Geschichte kennen.“

Gabi Gess, Kirchenzeitung Nr. 48 vom 27. November 2016

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Für alle, die durch die Aktion der KjG noch kurzfristig auf den Geschmack gekommen sind: Nikoläuse aus fair gehandelter Schokolade gibt es auch bei den Eine Welt-Läden in der Diözese oder bei der Dom- und Universitätsbuchhandlung St. Willibald in Eichstätt.