Walburga und Vitus Stufler engagieren sich seit vielen Jahren mit großer Hingabe für die Pflege des Kapuzinerfriedhofs an der Heilig-Kreuz-Kirche im Osten Eichstätts – ein stiller, aber bedeutender Dienst, der tief mit der Geschichte des Klosters verwoben ist. Mit beeindruckender Zuverlässigkeit und spürbarer innerer Verbundenheit kümmern sich die beiden Hochbetagten um die 18 Gräber, darunter das des weit über Eichstätt hinaus verehrten Paters Ingbert Naab. Was viele übersehen, geschieht bei Wind und Wetter, früh am Morgen, mit Liebe zum Detail – ein ehrenamtlicher Einsatz, der höchsten Respekt und Dankbarkeit verdient.
Für seinen über drei Jahrzehnte währenden, außergewöhnlichen Einsatz als Kirchenpfleger der Wallfahrt Habsberg wurde Karl Weber mit der Bistumsmedaille in Silber geehrt. Als unermüdlicher Motor und Organisator prägt er das kirchliche Leben vom Sternsingen bis zum Frauentragen im Advent und trägt maßgeblich zur lebendigen Wallfahrtstradition bei. Mit großem Verantwortungsbewusstsein leitete er Bau- und Renovierungsmaßnahmen an Kirche, Gnadenkapelle, Wallfahrtsgaststätte und Diözesanjugendhaus. In seinem Wirken vereint er in beeindruckender Weise das Engagement eines ganzen Pfarrgemeindeteams – ein Vorbild an ehrenamtlicher Hingabe.
Manfred Welser erhielt die Bistumsmedaille in Gold für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement, unter anderem als Kirchenpfleger in Eitensheim und als langjähriger Revisor im Diözesansteuerausschuss. Darüber hinaus brachte er seine Expertise in verschiedenen Gremien ein, darunter der Seminarverwaltungsrat des Bischöflichen Seminars und Arbeitsgruppen zur Pfarreienfinanzierung.
Franz Schauer war 42 Jahre Mitglied der Kirchenverwaltung in Töging, davon zwölf Jahre als Kirchenpfleger mit Verantwortung für zahlreiche Sanierungen. Seit 2008 engagierte er sich auch im Diözesansteuerausschuss.
Heinz-Peter Bieberle engagiert sich seit 2001 in der Kirchenverwaltung Roth, seit 2007 als Kirchenpfleger, und setzt sich darüber hinaus in mehreren sozialen Verbänden für das Gemeinwohl ein. Auch im Diözesansteuerausschuss ist er seit 2008 aktiv.
Gottfried Hänsel bringt sich seit über 30 Jahren in der Kirchenverwaltung von St. Emmeram in Wemding ein und leitet seit 2001 als Kirchenpfleger insbesondere die Finanzangelegenheiten. Für sein vielfältiges kirchliches, soziales und politisches Engagement – auch im Diözesansteuerausschuss und mehreren Fördervereinen – wurde er bereits 2014 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Dr. Werner Richler aus Ingolstadt wurde mit der Bistumsmedaille in Silber für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im Bistum Eichstätt ausgezeichnet. Seit über 50 Jahren ist er in vielfältigen Funktionen aktiv – von seinen Anfängen als Ministrant in St. Anton über zahlreiche Aufgaben in der Pfarr- und Dekanatsarbeit bis hin zu führenden Gremien auf Diözesanebene. So war er unter anderem Dekanatsratsvorsitzender, Mitglied im Diözesanrat, Vertreter im Zentralkomitee der deutschen Katholiken sowie Mitglied im Diözesansteuerausschuss. Seit 2011 ist er Mitglied in den Vermögensverwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls, zudem leitet der promovierte Jurist seit 25 Jahren den Aufsichtsrat des St. Gundekar-Werks.
Für sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement in der Laienarbeit über fünf Jahrzehnte hinweg wurde Albert Rösch aus Roth mit der Bistumsmedaille in Silber ausgezeichnet. Der pensionierte stellvertretende Gymnasialdirektor war seit 1968 Mitglied im Pfarrgemeinderat seiner Heimatstadt sowie im Dekanatsrat Schwabach, dessen Vorsitz er 49 Jahre lang innehatte – ein beeindruckendes Zeichen kontinuierlicher Verantwortung und gelebten Glaubens.
Günter Einsiedel wurde als langjähriger Ideengeber und erster Vorsitzender des 2002 gegründeten Sachausschusses Behindertenpastoral im Diözesanrat für sein herausragendes Engagement gewürdigt. Er hat maßgeblich zur Weiterentwicklung der Behindertenpastoral im Bistum Eichstätt beigetragen – mit Projekten zur Barrierefreiheit, inklusiven Gottesdiensten und der Gestaltung der Schiffswallfahrt am Brombachsee. Besonders hervorzuheben ist sein entscheidender Beitrag zur Einrichtung eines hauptamtlichen Diözesanbehindertenseelsorgers mit vier Regionalstellen – ein bedeutender Schritt hin zu mehr Teilhabe in der Kirche.
Willi Russer wurde im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Spiegelsaalrede“ für seine langjährigen Verdienste um die Kolpingsfamilie Eichstätt geehrt. Er war 21 Jahre lang Vorsitzender der Kolpingsfamilie und ist seit 1995 deren Ehrenvorsitzender; zudem wirkt er bis heute als Geschäftsführer der Kolping-Bildungs- und Begegnungsstätte Eichstätt.
Waltraud und Hans Heppner haben sich über Jahrzehnte hinweg in außergewöhnlicher Weise für die deutsch-tschechische Versöhnung und die kirchliche Partnerschaftsarbeit engagiert. Als langjährige Vorsitzende der Ackermann-Gemeinde und des Sachausschusses Christliche Ostarbeit im Bistum Eichstätt prägten sie den Aufbau und die Pflege der Diözesanpartnerschaft mit dem Bistum Leitmeritz/Litoměřice maßgeblich. Besonders beeindruckend ist ihr persönliches Engagement: Seit 1995 laden sie Theologiestudierende aus Tschechien und der Slowakei jährlich zu sich nach Wemding ein und schaffen damit bleibende Verbindungen über Grenzen hinweg. Mit der jährlich im September organisierten Wallfahrt für Versöhnung und Frieden nach Maria Brünnlein setzen sie gemeinsam ein kraftvolles Zeichen für gelebte Erinnerungskultur und christliche Versöhnung.
Otto und Stilla Schüller wurden mit der Bistumsmedaille in Gold für ihr herausragendes gemeinsames Engagement geehrt. Otto Schüller trug maßgeblich zur Konsolidierung des Haushalts im Bistum Eichstätt bei, wobei die wertvolle Unterstützung seiner Frau Stilla unerlässlich war. Darüber hinaus haben sich beide durch ihr weltkirchliches Engagement verdient gemacht, indem sie nicht nur materielle Hilfe leisteten, sondern auch den geistlichen Austausch mit Partnern in Polen, der Ukraine, Kasachstan, Afrika und Brasilien förderten.
Professor Dr. Bernhard Sutor wurde als erster Preisträger mit der neu geschaffenen Bistumsmedaille in Gold für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement gewürdigt. Seit 1978 lehrt der Politwissenschaftler an der Katholischen Universität Eichstätt und übernahm im selben Jahr den Vorsitz des Sachausschusses Gesellschaft und Politik im Diözesanrat. Darüber hinaus führte er von 1986 bis 1994 den Diözesanrat und von 1994 bis 2002 das Landeskomitee der Katholiken in Bayern.
Grundsätzlich kann jede und jeder Vorschläge für die Bistumsmedaille einreichen. Diese sind beim Bischöflichen Sekretariat einzureichen.
Voraussetzung für die Verleihung ist ein ehrenamtliches Engagement, das über die eigene Pfarrei hinausgeht und dem Wohl des gesamten Bistums dient.
Die Prüfung, ob die Voraussetzungen erfüllt sind, erfolgt durch den Diözesanrat. Liegen von dessen Seite keine Bedenken vor, wird die Ordinariatskonferenz über die geplante Verleihung informiert.
Die Auszeichnung kann in einem feierlichen Rahmen stattfinden und wird in der Regel durch eine kurze Laudatio des Bischofs begleitet.
Kontakt:
Bischöfliches Sekretariat
Pater-Philipp-Jeningen-Platz 5
85072 Eichstätt
E-Mail: bischof@bistum-eichstaett.de