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18.12.2017

Sternsingeraktion 2018: Auf dem Weg zu Bundespräsident und Bundeskanzlerin

Stellprobe für Schloss Bellevue: Sternsingerinnen und Sternsinger aus Buxheim-Eitensheim, Hepberg-Lenting und Pietenfeld fahren am 6. Januar zu Bundespräsident Frank Walter Steinmeier. Der große Saal im Jugendtagungshaus Schloss Pfünz muss bis dahin als Double für die Empfangsräume in Berlin herhalten. pde-Foto: Norbert Staudt

Sitzt der Umhang richtig? Auch eine Kleiderprobe gehört zu den Vorbereitungen dazu. pde-Foto: Norbert Staudt

Eichstätt. (pde) – Die Vorfreude steigt bei den Sternsingerinnen und Sternsingern aus Buxheim-Eitensheim, Hepberg-Lenting und Pietenfeld. Bei mehreren Vortreffen wird derzeit geübt, geprobt und getestet: Es soll schließlich alles passen, wenn die 39 Jungen und Mädchen am Samstag, 6. Januar, an der Tür von Schloss Bellevue in Berlin anklopfen werden um den Segen zu Bundespräsident Frank Walter Steinmeier zu bringen. Sie vertreten dabei nicht nur die Sternsingerinnen und Sternsinger aus dem Bistum Eichstätt, sondern die etwa 300.000 Kinder und Jugendlichen aus den bundesweit über 10.000 Gemeinden und Einrichtungen, die sich jedes Jahr an der Aktion Dreikönigssingen beteiligen. Anschließend werden sie außerdem dem päpstlichen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, sowie der Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund einen Besuch abstatten.

Zu Jahresbeginn werden die Sternsinger wieder von Haustür zu Haustür ziehen, den Segen für die Bewohner erbitten und Spenden für Kinder in Not sammeln. Seit vielen Jahren laden auch Bundeskanzlerin, Bundespräsident und Ministerpräsident Sternsingergruppen zu sich ein. Ins Bundeskanzleramt reisen jedes Jahr jeweils drei Vertreterinnen und Vertreter aus jeder der 27 deutschen Diözesen. Aus dem Bistum Eichstätt dürfen deshalb am Montag, 8. Januar, vier Kinder aus der Pfarrei St. Peter und Paul in Hausheim (Gemeinde Berg) zu Kanzlerin Angela Merkel fahren.

Das Dreikönigssingen in der bayerischen Staatskanzlei absolviert jedes Jahr eine andere Gruppe aus einer der sieben bayerischen Diözesen im Wechsel, zum Bundespräsidenten fahren Kinder- und Jugendliche aus dem Bistum, welches im Vorjahr die bundesweite Sternsingeraussendung ausgerichtet hat. Nachdem diese Ende Dezember 2016 in Neumarkt in der Oberpfalz stattgefunden hat, stellt das Bistum Eichstätt nun zum ersten Mal in der Geschichte der Sternsingeraktion die Vertreterinnen und Vertreter für den Besuch beim Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland.

Bundesweit eröffnet wird die Sternsingeraktion am Freitag, 29. Dezember, in Trier. Die diözesane Sternsingeraussendung findet am Samstag, 30. Dezember, im Dom zu Eichstätt statt.

Die Aktion Dreikönigssingen wird seit 1959 vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) organisiert. Die 60. Auflage der Sternsingeraktion steht unter dem Leitwort: „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ Indien wird als Beispielland in den Mittelpunkt der Aktion gestellt: Es ist das Land mit den meisten arbeitenden Kindern weltweit. Die Schätzungen internationaler Organisationen schwanken zwischen zwölf und 60 Millionen Kindern, die in Indien arbeiten müssen - oft unter gefährlichen, gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Der Erlös der Sammlung wird jedoch für Projekte auf der ganzen Welt verwendet. Bei der vergangenen Aktion waren das über 46 Millionen Euro, die in 1.639 Projekte in 107 Ländern geflossen sind. Seit 1959 konnten mit mehr als einer Milliarde Euro über 1.700 Projekte für Kinder gefördert werden.

Gerade mit dem Beispielland Indien verbinden die Sternsinger des Bistums Eichstätt eine lange Geschichte. Die Partnerschaft zwischen den Bistümern Poona in Indien und Eichstätt begann 1955 durch Bischof Andrew D´Souza und Bischof Josef Schröffer. Seither unterstützen die Gläubigen aus Eichstätt die Entwicklung und den Aufbau der Diözese Poona, früher besonders mit den Erlösen der Sternsinger-Aktion. Seit einigen Jahren ist die Sternsingeraktion des Bistums Eichstätt in die bundesweite Sternsingeraktion komplett integriert. Die Diözese Poona kann jedoch auch weiterhin die Hälfte des im Bistum Eichstätt gesammelten Geldes der Sternsingeraktion für unterschiedliche Projekte beim Kindermissionswerk beantragen.

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