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21.12.2017

Diözesane Sternsinger-Aussendung: Gemeinsame Feier mit Bischof Hanke

Im vergangenen Jahr fand die diözesane Sternsingeraussendung gemeinsam mit der bundesweiten Aussendung in Neumarkt statt. In diesem Jahr wird Bischof Gregor Maria Hanke die Mädchen und Jungen von Eichstätt aus in die Diözese senden. pde-Foto: Anika Taiber-Groh

Eichstätt. (pde) – Im Dom zu Eichstätt findet am Samstag, 30. Dezember, die diözesane Aussendungsfeier der Sternsingeraktion 2018 statt. Bischof Gregor Maria Hanke feiert zusammen mit zahlreichen Sternsingergruppen aus der gesamten Diözese um 10 Uhr die Heilige Messe und sendet sie ins ganze Bistum aus. Ab 11.45 Uhr findet ein gemeinsamer Zug durch Eichstätt statt mit Stationen am Rathaus und Landratsamt, die musikalische Gestaltung während des Zuges übernimmt die Eichstätter Stadtkapelle. Gegen 12.30 Uhr gibt es ein gemeinsames Mittagessen im Alten Stadttheater, danach sind alle Teilnehmer eingeladen, ab 13.30 Uhr am Sternsingerfest im Festsaal des Alten Stadttheaters teilzunehmen. Die Sternsinger dürfen dort gemeinsam indische Tänze lernen, sie können sich am Teppich knüpfen ausprobieren und so einmal nachempfinden, was Millionen Kinder – meist nicht freiwillig – leisten müssen. Außerdem sehen die Teilnehmer einen Film über Kinderarbeit in Indien. Beim Sternsingerfest besteht für die Gruppen auch die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Bischof Hanke fotografieren zu lassen. Gegen 16 Uhr endet die Veranstaltung.

Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“ werden rund um den 6. Januar dann einige tausend Buben und Mädchen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige in den Pfarrgemeinden im Bistum Eichstätt unterwegs sein. Sie wünschen den Menschen Gottes Schutz und schreiben den Segenspruch „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus – kurz C+M+B) an die Haustüren. Dabei sammeln sie Spenden für Not leidende Kinder und werben für gegenseitigen Respekt. Weltweit arbeiten 168 Millionen Kinder und Jugendliche, die weitaus meisten tun das nicht freiwillig. Viele werden ausgebeutet und missbraucht. Allein in Indien, dem Beispielland der Aktion Dreikönigssingen 2018, arbeiten rund 60 Millionen Kinder. Gegen das Unrecht der ausbeuterischen Kinderarbeit setzen sich die Projektpartner der Sternsinger in Indien und anderen Ländern ein und helfen unter anderem dabei, die Lebensumstände armer Familien zu verbessern, damit die Kinder nicht zum Einkommen beitragen müssen und zur Schule gehen können. Wie in den vergangenen Jahren kann die indische Partnerdiözese Poona des Bistums Eichstätt die Hälfte des gesammelten Geldes der Sternsingeraktion 2018 für unterschiedliche Projekte beim Kindermissionswerk beantragen. Bischof Hanke bittet gemeinsam mit allen deutschen Bischöfen um Unterstützung der Aktion, bei der sich Kinder für Kinder einsetzen, die unter teils gefährlichen Bedingungen arbeiten müssen und ausgebeutet werden.

Einige Sternsinger der Diözese Eichstätt haben bei der aktuellen Aktion besondere Aufgaben: So bringen drei Gruppen aus dem Bistum Eichstätt den Segen am Samstag, 6. Januar, zu Bundespräsident Frank Walter Steinmeier nach Berlin. Zum ersten Mal werden damit Kinder und Jugendliche aus dem Bistum die bundesweit mehr als 300.000 Sternsinger beim Empfang des Staatsoberhauptes vertreten. Die Gruppen aus Buxheim-Eitensheim, Hepberg-Lenting und Pietenfeld hatten sich im Vorfeld im Rahmen eines Videowettbewerbs darum beworben und gewonnen. Am Montag, 8. Januar, wird die Diözese außerdem eine Sternsingergruppe aus Hausheim (Berg) zum Empfang von Angela Merkel im Bundeskanzleramt senden. Jeweils vier Sternsinger aus allen 27 deutschen Diözesen vertreten dort die Mädchen und Jungen, die sich rund um den Jahreswechsel bundesweit an der Aktion Dreikönigssingen beteiligen.

Das Dreikönigssingen findet zum 60. Mal statt und gilt als weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für arme Gleichaltrige einsetzen. Bundesweit beteiligen sich rund 330.000 Sternsinger und 90.000 Helfer an der Aktion. Träger sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

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