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Umweltmanagement

Ergebnisse aus dem Projekt „Kirchliches Umweltmanagement“

Was bringt´s der Umwelt?

Durch das Umweltmanagement werden der Energie- und Ressourceneinsatz und damit verbunden der Schadstoffeintrag in die Umwelt deutlich und kontinuierlich reduziert.

Die folgende Tabelle will exemplarisch an vier Kennzahlen (1) die Umweltentlastungen darstellen, die durch das Umweltmanagement in Pfarrgemeinden und kirchlichen Einrichtungen jährlich (bezogen auf den Projektbeginn) erzielt werden.

Durchschnitt Pfarrgemeinden(2)

Durchschnitt kirchliche Einrichtungen(3)

Einsparung Wärmeenergie

12.359 kWh

80.352 kWh

Einsparung elektrische Energie

719 kWh

10.660 kWh

Einsparung Trinkwasser

24 m³

452 m³

Einsparung(4) CO 2-Emissionen(5)

3,4 t

26,1 t


Was bringt`s der Pfarrgemeinde/der kirchlichen Einrichtung?

Wenn sich Pfarrgemeinden/kirchliche Einrichtungen mit ökologischen Fragen beschäftigen, tragen sie wesentlich dazu bei, dass die vielen theologischen Reflexionen zur Schöpfungsverantwortung glaubwürdig an Boden gewinnen. Umweltmanagement hat daher neben der gesellschaftspolitischen auch eine theologische Relevanz. Es hilft einerseits, dass die notwendigen ökologischen Lernprozesse nicht abstrakt bleiben, sondern praktisch erprobt und handlungswirksam werden und dient andererseits der Verkündigung durch das wirksame Zeugnis für den christlichen Schöpfungsglauben und für globale Gerechtigkeit.

Öffentliche Einrichtungen und Unternehmen verfolgen ihrerseits das Engagement der Kirche im ökologischen Bereich mit großem Interesse. Für sie ist Kirche ein überzeugendes Vorbild, das motivierend wirkt. Das positive öffentliche Ansehen wiederum bestärkt die Gemeinde, in ihrem Bemühen auf dem richtigen Weg zu sein.

Für die Verantwortlichen in den Pfarrgemeinden und kirchlichen Einrichtungen ergibt sich aus dem Umweltmanagement das gute Gefühl, dass negative Umwelteinflüsse kontinuierlich zurückgehen (vgl. „Was bringt`s der Umwelt?“). Zudem stärkt das Umweltmanagement die Rechtssicherheit, minimiert Unfallgefahren und senkt die Betriebskosten (vgl. „Was bringt`s dem Geldbeutel?“) einher.

Was bringt`s dem Geldbeutel?

Die folgende Tabelle stellt das jährliche finanzielle Einsparpotential (bezogen auf den Projektbeginn), das durch das systematische Umweltmanagement in den Pfarrgemeinden und kirchlichen Einrichtungen realisiert wurde, dar.

kalkulierter Preis

Durchschnitt Pfarrgemeinden

Durchschnitt kirchliche Einrichtungen

Kostenersparnis Wärmeenergie

4,4 ct/kWh

544 Euro

3.535 Euro

Kostenersparnis Elektrische Energie

15 ct/kWh

108 Euro

1.599 Euro

Kostenersparnis Trinkwasser/Abwasser

3,00 €/m³

72 Euro

1.356 Euro

Jährliche Gesamtersparnis

 

724 Euro

6.490 Euro

(1) Zusätzlich finden sich in allen Umweltprogrammen weitere Maßnahmen bzgl. anderer relevanter Umweltwirkungen, wie beispielsweise Abfall, Dienstreise- und Mitarbeiterpendelverkehr, Reinigung, etc.

(2) Die beteiligten Pfarrgemeinden sind: Menschwerdung Christi Nürnberg (ca. 3700 Katholiken), Heilig Kreuz Neumarkt (ca. 3200 Katholiken), St. Andreas Eitensheim (ca. 2000 Katholiken) und Mariä Himmelfahrt Pappenheim (ca. 1750 Katholiken).

(3) Die beteiligten kirchlichen Einrichtungen sind: Diözesanjugendhaus Pfünz (ca. 14 Beschäftigte), Caritas-Altenheim St. Johannes Neumarkt (ca. 40 Beschäftigte) und Regens-Wagner-Einrichtung Zell (ca. 220 Beschäftigte).

(4) Für die Berechnung wurde lediglich der CO2-Ausstoß aus der Wärme- und der elektrischen Energie unter Berücksichtigung folgender Faktoren herangezogen: Wärme (Öl) 0,29 kg/kWh, Wärme (Gas) 0,2 kg/kWh und Strom 0,55 kg/kWh.

(5) Die Angabe „t CO 2“ ist sehr abstrakt. Um sich konkret eine Vorstellung machen zu können, hier ein Vergleich: Eine 100-jährige Fichte kann jährlich etwa 20 kg CO 2 aus der Atmosphäre binden. Es sind also viele stattliche Bäume nötigt, um eine Tonne CO 2 aus der Luft zu holen.

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