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KlimaOffensive 2030

Intergriertes Klimaschutzkonzept für das Bistum Eichstätt

Pfarrkirche St. Sixtus Pollenfeld "Juradom". pde-Foto: Geraldo Hoffmann
Pfarrkirche St. Sixtus Pollenfeld "Juradom". pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Vorwort von Bischof Gregor Maria Hanke zum Klimaschutzkonzept

Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gottes fortdauerndem Schöpfungswirken wollen wir in unserem eigenen alltäglichen Leben ein glaubwürdiges Zeugnis für die Bewahrung von Gottes Erde geben. Die drohende globale Gefährdung fordert uns als Volk Gottes unweigerlich zu einem entschiedenen Umweltengagement heraus. Wir Christen dürfen aufgrund der uns vom II. Vatikanum aufgetragenen Weltverantwortung eine Antwort hierzu nicht schuldig bleiben. Die ökologischen Probleme verlangen von uns, unser Verhalten zur Natur und unseren Ressourcenverbrauch sowie unsere Einstellung zu Konsum und zu einem Glücksbegriff, der sich auf materielles Wohlbefinden reduziert, auf dem Horizont des christlichen Glaubens zu überdenken. Wir sind als Kirche gefragt, uns einzubringen, denn unser Glaube, unsere Ethik und Askese können von Zwängen befreien, deren Folgen menschliche Verhaltensweisen mit verheerenden ökologischen Folgen sind.

Unser Credo wird nur dann glaubwürdig, wenn wir verstärkt dafür Sorge tragen, dass auch zukünftige Generationen noch menschenwürdige Lebensgrundlagen vorfinden. Das Handeln für eine zukunftsfähige Erde ist für uns kein Randthema, sondern im Sinne einer umfassenden Pastoral Bestandteil unserer Heilssendung.

Bereits seit vielen Jahren engagiert sich das Bistum Eichstätt im Bereich Umwelt- und Klimaschutz. In den unzähligen, einzelnen Maßnahmen und Initiativen des Bistums, seiner Einrichtungen, der Pfarrgemeinden und von Räten und Verbänden wurde und wird ein wesentlicher Beitrag zur Bewusstseinsbildung und zum konkreten Klima- und Umweltschutz geleistet. Beispielhaft genannt sei hier die Einführung von Umweltmanagement in verschiedenen Einrichtungen, die Teilnahme am deutschlandweiten Projekt „Zukunft einkaufen“, die finanzielle Unterstützung von Solarstromanlagen und nicht zuletzt die Aufnahme der ökumenischen Schöpfungszeit in das liturgische Kalendarium des Bistums.

Mit der Entscheidung im Jahr 2011 ein Integriertes Klimaschutzkonzept in Auftrag zu geben und dem Abschluss der Konzepterstellung in 2012, wurde nun eine neue Stufe der kirchlichen Umweltarbeit im Bistum erreicht. Zum ersten Mal gibt es nun zuverlässige Daten und die Möglichkeit auf dieser Grundlage, Einsparziele vorzugeben. Mit dem Beschluss, bis zum Jahr 2020 25% des CO2-Ausstoßes und bis 2030 50% des CO2-Ausstoßes zu reduzieren, ist ein Rahmen gesetzt, in dem Einzelmaßnahmen entwickelt, bewertet und zielgerichtet umgesetzt werden können.

Schöpfungsverantwortung jedoch ist kein Projekt, das irgendwann zu einem Abschluss kommt, sondern sie erfordert eine innere Haltung, die dann zu Einsatz und Kreativität führt.

Die Umsetzung der gesteckten Ziele wird in den kommenden Jahren nicht ohne große Anstrengungen in allen Bereichen und auf allen Ebenen unseres Bistums gelingen. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an diesem Prozess danke ich bereits jetzt für ihr Engagement und ihre Bereitschaft zum Mittun und Mitdenken. Alle Interessierte lade ich ein, den Weg des Bistums Eichstätt hin zu mehr Klimaschutz durch kritisch-konstruktive Rückmeldung mit zu begleiten.

Gregor Maria Hanke OSB
Bischof von Eichstätt