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29.04.2017

„Das Leben ist ein Geschenk Gottes“ – Woche für das Leben im Bistum Eichstätt eröffnet

Bischof Gregor Maria Hanke und die evangelische Regionalbischöfin Gisela Bornowski bei der Eröffnung zur „Woche für das Leben“. pde-Foto: Bernhard Löhlein.

Eichstätt/Absberg. (pde) – Mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Müßighof der Regens Wagner Einrichtung Absberg am Brombachsee ist am Samstag die „Woche für das Leben“ für das Bistum Eichstätt eröffnet worden. Die ökumenische Aktionswoche steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Kinderwunsch – Wunschkind – Designerbaby“. Bei dem Gottesdienst mit Bischof Gregor Maria Hanke und der evangelischen Regionalbischöfin Gisela Bornowski wurde auf den Wert und die Würde allen Lebens hingewiesen. „Das Leben ist ein Geschenk Gottes“, sagte Bischof Hanke. Der Mensch sei kein Konsumgut oder Gebrauchsartikel, den man entsorgen könne. Es sei eine falsche Vorstellung vom Wesen des Menschen, dass Kinder nach unseren Vorstellungen hergestellt werden könnten, auch wenn der medizinische Fortschritt vieles möglich mache. Letztendlich ruhe die einzigartige Würde des Menschen in der Ebenbildlichkeit Gottes. Im Blick auf die Einrichtung Regens Wagner, in der Menschen mit Behinderung eine Heimat finden, betonte der Eichstätter Bischof: „Jedes Menschenleben ist kostbar, lebens- und liebenswert.“

Die Regionalbischöfin für den Kirchenkreis Ansbach-Würzburg, Gisela Bornowski, kritisierte in ihrer Ansprache, dass immer noch viele Kinder bei uns unerwünscht seien. Die Gesellschaft rief sie dazu auf, alle Kinder willkommen zu heißen, auch Kinder, die behindert zur Welt kommen. Einer vorgeburtlichen Selektion erteilte sie eine klare Absage. „Niemand soll ausgegrenzt werden“, so die Regionalbischöfin.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurde auf dem Müßighof ein Familienfest mit zahlreichen Workshops begangen. So wurden bei einem „Speakers´ Corner“ Gedanken zu Perfektion und Menschenwürde von einem Steg im See aus vorgetragen. Weiterhin standen Beraterinnen der Schwangerschaftsberatungsstelle Ansbach für Gespräche zur Verfügung. Kinder und Familien konnten Druckgrafiken gestalten oder Lebensspuren aus Ton festhalten.

Mit der „Woche für das Leben“ leisten die Kirchen seit über 20 Jahren einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für den Wert und die Würde des menschlichen Lebens. In diesem Jahr geht es um Geburt und Zeugung und um die damit zusammenhängenden Fragen der reproduktionsmedizinischen Techniken und der diagnostischen Verfahren zum Erkennen genetischer Defekte und Krankheiten vor Implantation oder Geburt sowie um die neueren Diskussionen zu Genome Editing und Social Egg Freezing. Weitere Informationen und Termine im Internet unter www.bistum-eichstaett.de.