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12.09.2016

40 Jahre Mesnerverband: Gottesdienst und Festakt am 3. Oktober in Eichstätt

Mesnerverband der Diözese Eichstätt feiert 40jähriges Bestehen. Foto: Geraldo Hoffmann

Eichstätt. (pde) – Seit 40 Jahren gibt es im Bistum Eichstätt den Mesnerverband. Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Festakt wird das Jubiläum am 3. Oktober in Eichstätt begangen. Dazu erwarten die Verantwortlichen über 150 Mesnerinnen und Mesner aus dem gesamten Bistum Eichstätt sowie zahlreiche Ehrengäste, vor allem aus der süddeutschen Arbeitsgemeinschaft der Mesnerverbände.

Die Feierlichkeiten beginnen mit der Heiligen Messe um 9.30 Uhr in der Schutzengelkirche. Hauptzelebrant ist der langjährige ehemalige Generalvikar des Bistums Eichstätt, Dompropst em. Johann Limbacher. Dieser ist auch der Hauptredner beim anschließenden Festakt im Jesuitenrefektorium des Bischöflichen Seminars.

Der Mesnerverband gründete sich im Juni 1976 auf Initiative des damaligen geistlichen Beirats, langjährigen bischöflichen Sekretärs und späteren Pfarrers von Böhmfeld, Peter Waller (verstorben 1990). Der Mesnerdienst selbst ist so alt wie der Vollzug von liturgischen Feiern selbst. Schon immer gab es Helfer zur Vorbereitung von Geräten und Gewändern für religiöse Handlungen und Riten. Im Laufe der Zeit, aber auch regional unterschiedlich, ergaben sich verschiedene Bezeichnungen. Der im süddeutschen Raum gebräuchliche Name „Mesner“ wandelte sich aus dem mittellateinischen Begriff „mansionarius“, zu Deutsch „Haushüter“. In Norddeutschland ist mehr das aus dem lateinischen „custos“ abgeleitete Wort „Küster“ oder „Sakristan“, von „sacer“ (heilig), gebräuchlich.

Zu den Aufgaben des Mesners gehört in erster Linie die Vor- und Nachbereitung von Gottesdiensten aller Art, insbesondere das Anzünden der Kerzen, das Läuten der Glocken sowie die Vorbereitung der liturgischen Gefäße, Geräte, Bücher und Gewänder. Nicht selten sind sie auch für die Betreuung oder Einteilung von Ministranten zuständig, häufig versehen sie auch Hausmeistertätigkeiten. Mesner üben ihre Tätigkeit hauptberuflich, in Teilzeit oder ehrenamtlich aus. Derzeit gibt es im Bistum Eichstätt etwa 350 Mesnerinnen und Mesner, von denen etwa 250 ehrenamtlich tätig sind.