Zum Inhalt springen

Let's help! - Das freiwillige soziale Schuljahr (Modell Apian-Gymnasium)

Als Alternative zum klassischen Compassion-Projekt existiert am Apian-Gymnasium in Ingolstadt das Projekt „Let´s help!“ als Kooperationsprojekt der Schulseelsorge mit der FreiwilligenAgentur Ingolstadt.

Im Vorfeld kontaktiert die FreiwilligenAgentur mögliche Praktikumsstellen und stellt eine Liste zusammen: Kindergärten, Pflegeeinrichtungen, Zoo, Tafel, Jugendeinrichtungen…
Zum Schuljahresanfang wird das Projekt in allen neunten und zehnten Klassen kurz vorgestellt und die Eltern über eine Mail informiert. Die Schüler werden zu einem Vortreffen eingeladen, in dem das Projekt genau erklärt und alle Formulare ausgegeben werden.

Jetzt können sich die Schüler anmelden: Sie bewerben sich für drei der vorgeschlagenen Einrichtungen oder suchen sich selbst einen Platz. Die FreiwilligenAgentur verteilt die Praktikumsplätze und die Schüler stellen sich dort vor und füllen die Engagementvereinbarung aus und geben sie in der Schule ab. Jetzt leisten sie Schüler in ihrer Freizeit 30 Stunden soziale Arbeit an der Praktikumsstelle ab, die sie frei über das ganze Schuljahr verteilen können. Dabei werden sie einmal kurz vom Schulseelsorger besucht. Sie führen selbst Buch über die Arbeitszeiten.

Am Ende des Schuljahres stellt die Praktikumsstelle ein „Zeugnis“ aus, das die Schule in ein Zertifikat umwandelt, das dem des Compassion-Praktikums an anderen Schulen gleicht. Bei einem Abschlusstreffen in den letzten Schulwochen werden Erfahrungen geteilt.

Die Kooperation mit der FreiwilligenAgentur ermöglicht nicht nur neue Kontakte zu sozialen Einrichtungen und schafft eine große Arbeitserleichterung, sie klärt auch das Versicherungsproblem: Die Schüler müssen während des Praktikums haftpflicht- und unfallversichert sein. Eine Blockhaftpflicht allein würde ca. 6€ pro Schüler kosten, die Unfallversicherung über die Berufsgenossenschaft erscheint mir rechtlich unklar.

Am Apian haben wir das Freiwillige Soziale Schuljahr bisher zweimal durchgeführt, wobei jeweils über 50 Schüler teilgenommen haben.