Zum Inhalt springen

Besondere Fragen zur Eucharistie

Art des Kommunionempfangs
In Deutschland sind zwei Formen der Kommunionspendung möglich. Bei der Handkommunion legt der Priester oder ein Kommunionhelfer dem Gläubigen die Hostie in die Hand (meist die linke Hand, die in der rechten liegt). Mit der Hand führt der Gläubige die Hostie umgehend zum Mund. Bei der Mundkommunion legt der Priester dem Gläubigen die Hostie auf die Zunge, also gleich in den Mund. Es ist möglich, die Kommunion stehend oder kniend  zu empfangen.

Messtipendien
Wenn ein Gläubiger möchte, dass ein Priester eine Hl.Messe in einem bestimmten Anliegen feiert, kann er ein Messtipendium übernehmen. Hierbei ist es üblich, dass der Gläubige einen bestimmten Geldbetrag, der durch die Bischöfe festgesetzt wird, an die Pfarrei oder das Bistum entrichtet. In den bayrischen Diözesen sind derzeit (2009) hierfür 5 Euro festgesetzt. Es ist möglich, ein geringeres oder höheres Stipendium zu geben. Der Priester betet in der Hl. Messe im fraglichen Anliegen, das in der Regel in den Fürbitten genannt oder in den Pfarrnachrichten bekannt gegeben wird. 
Entwickelt haben sich die Messstipendien aus den Gaben, die die Gläubigen während der Messe für den Unterhalt des Priesters und die materiellen Bedürfnisse der Kirche zum Altar gebracht haben.
Wer ein Messtipendium übernehmen will, meldet sich entweder direkt beim Priester, der die Messe feiern soll, oder im Pfarrbüro.

Eucharistie und Ökumene
Nach katholischer Auffassung ist die Eucharistie auf verschiedene Weise eng mit der Kirche verknüpft (durch das Amt des Priesters, durch die notwendige Übereinstimmung in Glaubensfragen, insbesondere in Bezug auf das Verständnis der Eucharistie). Daher besteht die Voraussetzung für den Empfang der Kommunion im Rahmen der katholischen Messe in der Zugehörigkeit zur katholischen Kirche. Umgekehrt bedeutet das, dass Katholiken auch ihrerseits nicht das Abendmahl in evangelischen Kirchen empfangen. Diese Vorgehensweise will keine Geringschätzung gegenüber der evangelischen Kirche zum Ausdruck bringen, sondern sie sieht die Eucharistiegemeinschaft als Ziel, nicht aber als Mittel der Ökumene an.
Orthodoxe Gläubige können allerdings – wenn sie von sich aus darum bitten - zur Kommunion zugelassen werden. In absoluten Ausnahmefällen und bei vorliegen bestimmter Voraussetzungen kann der zuständige Bischof auch evangelischen Christen die Teilnahme an der Kommunion ermöglich (zu den Voraussetzungen: CIC Canon 844 § 1).

zurück



Sakramente

Sakramente im Wandel von Zeit, Gesellschaft und Kirche

Die sieben Sakramente der katholischen Kirche stellte die Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt in einer siebenteiligen Reihe vor. KiZ-Serie zu den Sakramenten.